Faceyourmagazine's Blog


Asap Rocky-Pretty Motherfucker…
Mai 13, 2013, 3:40 nachmittags
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…das zu beurteilen überlasse ich zwar lieber ihm, sowie den weiblichen und/oder schwulen Fans, aber um seine Musik kümmere ich mich gerne. Als mir eine Freundin sein Debut „Live love Asap“ in die Hand drückte, stand ich diesem ganzen Nu Skul-Gedöhns a la Chart-Rap oder Mac Miller mehr als skeptisch gegenüber. Alles viel zu hektisch, lärmig und ohne eigenen Flow oder Ideen. Aber man soll ja offen bleiben und hört sich hier und da trotzdem nochmal was an…beste Entscheidung! Sein Debut hat mich aus meinem Nu-Skul-Hass gerissen und mich Leuten wie Schoolboy Q und Joey BadAss näher gebracht….und ich will, nein, ich kann sie nicht mehr missen! Aber zurück zu Asap Rocky. Lyrisch ausgefeilt und trotzdem inhaltlich auf Pussy,Money,Weed (oder aber auch Codein-Hustensaft) reduziert. So heißt sogar ein Track seines neuen Albums „Long Live Asap“..Pussy Money Weed… Aber wer Rap hört und schon immer hörte, hat sich an solcherlei Inhalte schon mehr als gewöhnt…man liebt sie. Mit seinem häufig lethargischen Flow, seinen sphärischen Beats (Clams Casino!!), der verzerrten Stimme…es passt einfach, ist seit der Entdeckung keine Sekunde von meinem MP3-Player gewichen. Wer jetzt Eckdaten, wie die Benennung seiner Person nach Rap-Legende Rakim, seiner Heimat Harlem, seinem Modebewußtsein oder seiner Asap Posse, haben will, soll mal in Wikipedia nachlesen. Speziell das Modebewußtsein könnte wohl ein Grund dafür sein, dass, wie ich hörte, auch die sogenannten Hipster seine Musik hören. Hipster-Rap quasi. Wie es dazu kam, weiß ich nicht. Eventuell liegt es daran, dass die HipHop-Gemeinde ja doch garnicht so klein ist und Hipster sich ja durch eine gewisse Adaptionsfähigkeit bezüglich aktueller Trends auszeichnen. Eventuell liegt es auch daran, dass die Musik einfach Hammer ist und auch ein blindes Huhn mal ein Korn findet. Mir egal. Infos darüber lassen sich sicher auch bei Wikipedia finden. Wer sich aber jenseits solcher Belanglosigkeiten bewegen möchte, sollte Wikipedia sein lassen, den Rechner weglegen, losgehen und sich ein Ticket für sein Konzert kaufen! Sein letztes Konzert im Festsaal hatte anfangs zwar, wie üblich, etwas unter schlechtem Sound gelitten, war recht kurz (verständlich bei nur einem Album…im Gegensatz zu Kendrick Lamar), aber trotzdem ein Fest. Ich könnt heute noch heulen, dass die Speicherkarte mit den Fotos unmittelbar nach dem Konzert gestorben ist. Technik…man muss sie lieben. Oder besser nicht. Seis drum: neues Konzert, neues Glück! Diesmal mit zwei Alben im Gepäck! Freude wird aufkommen, wenn es wieder heißt: Everything is Purple, everything is Purple!!

Asap Rocky, 5.6.13, Astra Kulturhaus

Tickets und alle nötigen Infos zum Konzert findet man hier.

(YB)



Modeselektor und JR…auf Video gebannt

Hier mal eher kurz und mit eher weniger Trarah ein paar, also genau ein Paar, sprich 2, Empfehlungen meinerseits von Dingen, die man sich ruhig mal zu Gemüte führen kann, ohne danach das Gefühl zu verspüren, Zeit verschwendet zu haben. Nein, eventuell geht man sogar mit dem Gefühl heraus bereichert worden zu sein. Und sollte dieser Effekt wider erwarten nicht eintreten…ja…na dann mal los
1. Leider nicht mehr ganz aktuell, weil schon seit 2 Wochen am Laufen: die JR-Ausstellung in der Galerie Henrik Springmann in der Gipsstraße in Mitte. Bei dem Medienecho dürfte es kaum einem noch verborgen geblieben sein, dass der Franzose, bekannt durch seine überdimensionalen schwarz-weiß-Aufnahmen, unsere Stadt im Zuge seines aktuellen Projektes „Wrinkles of the City“ mit eben diesen Pastes beglückt hat. Was eventuell doch dem ein oder anderen verborgen blieb ist die dazugehörige Ausstellung. Vor allem die Kurzfilme über das Projekt in anderen Städten, allen voran der aus bzw über Havanna, sind absolute Highlights. Prädikat: rührend, bezaubernd! Mehr soll hier erstmal nicht verraten werden. Einfach hingehen, in sich aufnehmen, freuen!
2. Gibt es einen Modeselektor-Film. “We are Modeselektor”. In die Premiere im Kino International bin ich mehr oder minder zufällig gestolpert. Ich wußte nicht viel über die Jungs, außer dass sie schwer gehyped werden und ein paar Tracks echt ober sind. Nun weiß ich mehr und das, was ich weiß, macht die Jungs echt sympathisch. Wirkte ein bißchen wie der Traum eines Jeden: früher schon mit Kumpels Musik und Partys gemacht, irgendwie führte Eines zum Anderen und unzählige glückliche Fügungen und ein funktionierendes Netzwerk an Freunden später sind Modelektor nun die, die sie sind. Das Ende des Filmes war spürbar, aber offen. Muss ja so sein, schließlich sind die weder tot noch in Rente. Und er endet mit den letzten gesprochenen Worten Szarys: „mmmmh, Geil!“…spricht schon n bissl für sich. Also auch hier: nicht so ein Highlight wie der JR-Havanna-Film, aber das soll mal ruhig jeder für sich und nach seiner Facon ausmachen.

Alle nötigen Infos zum Film und zur Ausstellung

(YB)




The Mighty, but not Almighty, Mos Def

Es gibt Konzerte, nach denen man sich eine eindeutige Meinung bilden kann. Wer aufgepasst hat, wird z.B. feststellen können, dass das letzte The Pharcyde-Konzert einfach nur abzugsfreie 10 Punkte erhalten hat…das Dead Prez-Konzert widerum war aus verschiedensten Gründen alles andere als abzugsfrei geil. Nun kommt Mos Def um die Ecke nach Berlin und man freut sich und man hört, das man, neben der Entjungferung The Mighty Mos Def endlich mal Live zu sehen, nebenbei auch noch das erste Mal in Huxleys neuer Welt einkehren wird und dann freut man sich noch ein wenig mehr…aber da fängts auch schon an: das Huxleys ist der beschissenste Club ever!
Das war jetzt natürlich ein wenig übertrieben, aber kommt doch schon recht nahe an meine Wahrnehmung. Ausgehend davon, dass der CrossClub in Prag der beste Club bisher war, stellt das Huxleys bisher das Negativpendant dar. Erstens haben die auf den VVK-Preis von saftigen 35€ nochmal 10€ zur Abendkasse raufgehauen…das lassen wir mal so stehen. Dazu ein Security-Aufgebot, wie ich es lange nicht mehr gesehen habe…war zwar einerseits schön, weil man sich mal an die berliner Tage zurückerinnerte, an denen nicht alle weichgespült waren, an denen solche Aufgebote durchaus mehr als eine notwendige Daseinsberechtigung hatten. Aber selbst zu härteren berliner Zeiten wäre solch ein Aufgebot bei so ziemlich jedem Rapper außer Mos Def notwendig gewesen. Dafür sind er, seine Musik und sein Publikum viel zu friedlich. Die erwähnten Securities wagten es dann auch noch nach penibler Suche (ich habs mit eigenen Augen gesehen!) HIPHOP-Konzertgästen in BERLIN das Gras abzunehmen! Das dann auch noch auf so pseudonette, pseudocoole Art…geht absolut gar nicht. Erste recht nicht, wenn sie darauf wie Pitbulls achten, den Flachmann in meiner Tasche aber übersehen. Dann direkt der nächste Schock: das Huxleys ist riesig! Ich mag HipHop in großen Clubs und Hallen nicht, vor allem nicht mit allzu hohen Decken. Da geht irgendwie der Flavour flöten. Also der Versuch, die Umgebung durch Bierkonsum auszublenden. Bei 3,50€ pro Bier nicht ganz einfach. Zumal das Huxleys es nicht nur wagt, auf Einweg-Plastikbecher Pfand zu erheben, nein, sie verteilen auch noch Pfandmarken. Auf die Frage, ob sie dies täten, weil sie die Becher entgegen ihres Zweckes wiederverwenden kam ein wenig überzeugendes “nein“…

Kommen wir endlich zur musikalischen Seite des Abends: die kam zunächst von einem DJ, der zwar gute, aber denkbar uninnovative Musik spielte. Musst reichen, um die Leute warm zu kriegen. Hat es auch.
Und dann endlich…Mos Def. Doch gleich die Frage einer Frau neben mir: was trägtn der da?? Tja, was der da trägt, sah aus wie ein creme- farbener, hautenger Lederanzug…grenzwertig, aber mir egal. Schön war nur der Moment, als er die Jacke auszog, die Frau neben mir sich schon freute, bis ein cremefarbenes, hautenges Shirt darunter zum Vorschein kam…königlich!
Ab jetzt wird’s knifflig. Ich fand das Konzert echt ganz gut. Vor allem die ersten paar Tracks haben richtig gerockt, waren aber auch ein paar meiner Lieblinge dabei. An sich bilde ich mir auch ein, ausgewogene Alt-Neu-Mischung der Tracks wahrgenommen zu haben, auch, wenn das nicht immer leicht war, da der Sound wie gewohnt eher mäßig war. Bißchen viel Hall, bißchen wenig Höhen, aber da gabs schon schlimmeres. Er hat recht viel gesungen (vor allem hatte er ein faible für laute Rufe, die dann hallend verstummten) aber das fand ich ok…er hat auch viel getanzt, aber auch das fand ich ok…also ich fands echt ok! Unbefriedigendes Statement, weil ich schon mehr erwartet hätte, aber trotzdem solide. Für meine Erwartungshaltung ist Mosy nicht verantwortlich. Wer will ihm Narzissmus vorwerfen, weil man schon das Gefühl hätte kriegen können, er zelebriert sich selbst und das Publikum ist nur Mittel zum Zweck…Künstler, die öffentlich auftreten, müssen ja fast schon Narzissten sein. Während mein Fazit zwar nicht die Erwartung erfüllt, die ich hatte, bleibt es aber positiv…im Gegensatz zu jedem anderen Fazit, welches ich bisher vernahm. Das Gesinge, das Getanze, der Sound, das Selbstzelebrieren- nahezu alles wurde negativ gewertet. Nun muss man sich wieder fragen: war es wirklich seine Schuld? Lag es nicht eventuell an den Rahmenbedingungen? Es ist eine Kunst, in einer großen Halle oder auf einem Festival die Leute für sich zu gewinnen. Mos Def ist zwar The Mighty, Pretty Flacko und ein alter Hase, aber das Kunststück kann auch ihm nicht immer gelingen. Zumal mir schon öfter auffiel: berliner Publikum ist hart. Es zelebriert eher sich beim zelebrieren, als wirklich den Künstler. Wie wir scheinbar für ihn, so ist er für uns auch nur Mittel zum Zweck zu cooler Live-Musik zu feiern. Guckt euch mal Videos aus anderen Städten an. Die Leute rasten aus, weil ein Star da ist. Berlin ist gesättigt. Wir hatten in den letzten Monaten alle: Nas, Dead Prez, Mos Def….
Für den Sound, die Security, das teure Bier und die Riesenhalle konnte er ja nichts…und eben auch nicht für die ungeheure Erwartungshaltung, die man wohl an eine Legende wie ihn knüpft. Konzertkritik hin oder her: eine Legende bleibt er! Aber er ist halt auch nicht mehr der Jüngste. Er ist ja nicht mal mehr Mos Def…er ist jetzt Yassin Bey… und ich find ihn völlig ok!

(YB)



Who the fuck is this urban minded Eridan?!
April 18, 2013, 7:09 nachmittags
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Heutzutage kriegt man ja das Gefühl, dass die Jugend, und dieser Begriff ist doch recht dehnbar, sich nur noch motivieren lässt, wenn es um Raven, Gratis-Mate und Pseudoprotest an der East-Side-Gallery featuring David Hasselhoff geht. Der stets motivierte Teil der Jugend, siehe „Jugend forscht“, kommt einem irgendwie so garnicht jugendlich und irgendwie komplett weltfremd vor. Der andere Teil der Jugend versucht schlimmstenfalls aktiv zu werden, indem es die geistigen Produkte von StreetArtists für Sticker (jaja, City Groove), Album-Cover (wie auch immer der Scheißtyp hieß) oder Facebook-Onlineshops für von der Straße gestohlene Kunstwerke missbraucht. Doch es gibt sie noch, die innovative und im Diesseits lebende Jugend. Leute, die es verstehen zu leben, ohne zu nur zu gammeln, aber durchaus, wenn es richtig drauf ankommt, auch derbe gammel-skillz am Start haben. Leute, die ihr Projekt mit Liebe, eigenem Schweiß (hier packt der Chef persönlich noch t-Shirts ein!), Sorgsamkeit und Rücksicht auf Andere verwirklicht. Das sieht dann ungefähr so aus: ein paar berliner Jungs trommeln ihr Netzwerk zusammen und organisieren so alles, was es so braucht- Händler, Models, Siebdruckwerkstätten, eine Website, ein paar Publicity-Bimbos (Yuppie Buge in da house) und jetzt der Clou: StreetArtists, Illustratoren und Designer deren geistiges Gut nicht einfach entfremdet und missbraucht wird, sondern die in Zusammenarbeit mit eben diesen berliner Jungs hauseigene Motive entwerfen. Das Ziel: Solide, Eigen, nicht auf irgendeinen Trend-Zug aufspringend. Trittbrettfahrer sind nur beim skaten erwünscht! Doch bisher wurde ja verschwiegen, worum es sich handelt. Richtig gewitzt, die Spannung ist nahezu unerträglich geworden. Also hier die Auflösung- Die Marke: ein Modelabel. Der Name: Eridan Clothing – Urban Minded. Klingt schon richtig gut… ist aber noch viel besser!

Seit heute ist die Website Online. Mit Shop, Blog, Galerie und allem, was eine Website so braucht…sogar einem Warenkorb. Also: Link anklicken, angucken, Warenkorb nutzen!
Hier gehts ins Eridan-Clothing-Universum

(YB)
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Yasiin Bey aka Mos Def aka a true fuckin legend

Es gibt Rapper, die haben Alter-Egos, es gibt Rapper, die ändern ihren Namen. Meist handelt es sich bei diesen Namensänderungen um absolut schwerwiegende Eingriffe, wie beispielsweise die Änderung von P.Diddy zu Diddy…abgesehen davon, dass Diddy ohnehin, sowohl in namentlicher als auch musikalischer Hinsicht, völlig uninteressant ist. Doch dann gibt’s da Leute, deren Namensänderung schwerwiegender ist und die nebenbei noch musikalische Kredibilität besitzen: Cat Stevens wurde zu Yusuf Islam und (The Mighty) Mos Def wurde Yasiin Bey. Seine erste Umbenennung soweit ich weiß, der Rest waren nur Spitznamen. Der New Yorker Rapper ist eine Legende…und zwar nicht nach der heutigen inflationären Legendendeutung…nein, eine echte Legende. Sowohl Solo, als auch als Duo mit dem ebenfalls legendären Talib Kweli unter dem Namen BlackStar. Natürlich würde es sich an dieser Stelle geziemen, ein paar seiner Klassiker in Track- bzw Albumform zu nennen. Mach ich aber nicht- Es lässt sich auf folgende Aussage reduzieren: Musikalisch ist er seinem Stil immer treu geblieben! Nicht wie diese Hyänen, die auf egal welchem schlechten oder meinetwegen auch guten Beat ihre eher dürftigen Raps darbieten. Hauptsache is Trend, hauptsache gibt Kohle! Überraschenderweise sah man ihn dann in diversen Filmprojekten. Aber nicht diese sinnfreien Ätz-Filme, zu denen Musiker sich gern mal hinreißen lassen (gibt ja Geld, nech)…Nein, richtige, erfolgreiche Produktionen. Ich will ja nicht sagen, dass das nur ihm geschuldet ist, aber…
Spaß beiseite, time 2 get serious: Mos Def spielt in Berlin…und es gibt ja durchaus Künstler, bei denen man davon ausgehen muss, dass man sie immer seltener bis garnicht mehr zu Gesicht bekommt. Ergo: KOMMEN! ABGEHEN!…PUNKT!

Yasiin Bey aka Mos Def, 19.4.13, Huxleys Neue Welt

Tickets und alle nötigen Infos zum Konzert findet man hier. (YB)



Dead Prez VS Nas
März 29, 2013, 9:27 vormittags
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Es ist ein unausgewogenes Battle. Das, was geschah, hätt man als absehbar bezeichnen können. Nas und Dead Prez, am selben Abend, in derselben Stadt, nur leider nicht im selben Club…Ich stellte mir ohnehin die ganze Zeit die Frage, ob es eine gute Idee war, beide Acts am selben Abend auftreten zu lassen, aber man könnte ja meinen die berliner HipHop-Szene sei groß genug, um 2 Clubs zu füllen. Dem war nur leider nicht so. Scheinbar war die Enttäuschung über das entgangene Nas-Ticket so groß, dass keine Alternative genutzt werden wollte. Als wir um kurz nach 9(theoretischer Konzertbeginn war um 9) den Festsaal Kreuzberg betraten, herrschte noch gähnende Leere…also nicht gähnend…aber schon Leere. „Nicht konzertkompatibler Füllstand“.
Gegen 10 dann Konzertbeginn. Das die zumindest im Ansatz eingehaltene Pünktlichkeit nach vielen Monden des ewigen Wartens endlich eingetreten ist, habe ich ja schon ein paarmal als absolut großartige Neuerung herausgestellt. Zwar musste man diese Neuregelung auf Kosten 1-2 zur Hälfte verpasster Konzerte lernen…aber das ist es wert! Egal, zurück, Konzertbeginn gegen 10 -bis dahin hatte es sich glücklicherweise noch auf ein annehmbares Level gefüllt, trotzdem musste man sich fragen: was is da los? Keiner mehr Bock auf Dead Prez oder lags eben doch an der zu harten Konkurrenz? Dann leider schon der nächste Dämpfer: Neben dem DJ nur ein Mann auf der Bühne. Ist ja nicht so,als ob Dead Prez eine BigBand wären,wo es nicht so sehr auffällt, wenn mal einer blaumacht. Solche Überraschungen gehören ja doch eher zu den Unangenehmen. Dann gings los. War ja auch solide. Ich mag ja Dead Prez Mucke. Un das obwohl der weiße Mann in deren Texten eigentlich nicht so hoch im Kurs steht…He ain´t talkin´ ´bout me, kann ich da nur sagen! Also die alten Sachen sind schon geil, bei den Neuen waren Dinger dabei, da hab ich mir schon n bissl an Kopf gefasst (Time-Machine??? wobei der Flow gepasst hat). Seis drum- der Funken wollte nicht so recht überspringen. Das kann ja auch mal an der jeweiligen Tagesform liegen, sowohl der des Zuschauers, als auch des Künstlers. Naja…nun war ich halt der Zuschauer und ich weiß nicht, obs an ihm oder an mir lag, was übrigbleibt ist ein unbefriedigtes Gefühl. Es kam nicht so recht. WAS nicht so recht kam? Gute Frage! Aber ES war einfach nicht da. Nebenbei immer wieder Statusberichte vom Nas-Konzert- da gings scheinbar gut ab. Mit Live-Band, Iggy Azalea als Vorband (ihre Mucke is zwar saulangweilig, aber sie ganz nett anzusehen) und allem drum und dran. Schön die alten Hits gespielt. DJ Babu als AfterShow…das wirft aber schon wieder die nächste Frage auf: der war doch eigentlich für die Dead Prez AfterShow-Party im Cassiopeia angesagt…wieso dann im Astra? Keine Ahnung!Auf jeden Fall hat das die restliche Laune auf die AfterShow-Party, die ohnehin nicht so ausgeprägt war, effektivst getötet. Immerhin hat der Festsaal kein Pfandsystem und man kann sich ma Ende des Abends mit der ein oder anderen gesammelten Flasche den einen oder anderen in Bier investierten Euro zurückholen…Jackpot!
Ich will mich gar nicht großartig auslassen. Der Abend war irgendwie…standart…das Konzert inklusive Publikum inklusive mir…und obwohl man damit ja durchaus leben kann, hinterlässt es diesen faden Geschmack- man ist mittlerweile nunmal doch ein verwöhnter Hauptstädter. Ohne dabei also allzu gemein klingen zu wollen, denn ich denke wirklich, dass der Verlauf und das Gefühl des Abends durch die seltsamen Rahmenbedingungen der Veranstaltung geprägt wurde, halte ich es da ausnahmsweise mal mit: wenn du nichts(oder in diesem Fall: nicht sooo viel) Gutes zu sagen hast, sage lieber garnichts(oder in diesem Fall: nicht sooo viel)!

(YB)

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We Love MMA 5 – still keepin it raw
März 21, 2013, 10:45 vormittags
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We love MMA 5 - Universal Hall Berlin

Sobald man eine Veranstaltung öfter besucht, wird es natürlich stets schwerer, etwas Neues zu erzählen. Gut, dass die Jungs der WE LOVE MMA-Reihe sich immer etwas einfallen lassen: zur letzten Veranstaltung könnten sie ROCKWELL als Sponsor gewinnen und verzichteten auf Frauenkämpfe, sowie längere Pausen zwischen den Kämpfen. Speziell letzteres dürfte dem Publikum, welches immer noch die vehemente Angst vor einer Stampede extrem großer muskulöser Männer in mir auslöst, äußerst genehm sein. Dies hat sich auch beim fünften Streich nicht verändert. Was sich jedoch verändert hat, ist der, aufgrund der enormen Nachfrage eingerichteten, Live-Stream. Trostpflaster und Appetizer in einem. Nur Überraschungseier können mehr.
Ein Unterschied im Detail: es gab dieses mal nur 11 Kampfpaarungen. Dafür, auch das habe ich schon beim letzten Mal erwähnt: die Qualität der Kämpfe hat stark zugenommen! Vielleicht kommt es mir nur so vor, weil mir die Art des Kampfes im MMA nun vertrauter ist. Vielleicht bin ich auch nur noch gewaltgeiler geworden. Vielleicht ist es das ambivalente Gefühl, auch mal da im Käfig stehen zu wollen. Das Gefühl nimmt allerdings rapide ab, wenn man dann sieht, wie eine Faust ins Gesicht oder ein Bein am Kniegelenk einschlägt. Unabhängig davon bleibt zu sagen: Es ist wirklich ein Fest…auch für Frauen-außer denen der Kämpfer, wie man Eindrucksvoll am, beim Anblick ihres geschundenen Geliebten abrupt ausgelösten, Tränenausbruch von Jonny Kruschinskes Freundin feststellen durfte. Speziell die Kampfpaarung zwischen dem berliner Attila Korkmaz und Dzhanaraliev Hizirnicht brachte die Halle auch außerhalb des Octagons zum kochen. Obwohl ihn seine zwischenzeitlich eingetretene, an Überheblichkeit grenzende Zuversicht fast den Sieg kostete: am Ende konnte der Lokalmatador den Sieg mit nachhaus nehmen. Der Hauptkampf des Abends, die Begegnung zwischen David Zürn und Rasim Lemberanskij, endete leider schon nach 43 Sekunden aufgrund eines gebrochenen Nasenbeins für Zürn…schade, der Junge ist so ein Kraft- und Energiepaket, das es echt eine Freude ist, ihm beim Kämpfen zuzusehen. Zwar könnte ich hier noch weiter in Erinnerungen schwelgen, aber die Quintessenz bleibt dieselbe. Falls sich diese unwahrscheinlicherweise irgendjemandem noch nicht erschlossen haben sollte, dem sei es explizit gesagt: im Dezember findet wieder WE LOVE MMA statt…wieder in der Universal Hall…wieder wird es sehenwert…wieder wird es ausverkauft sein…wieder muss man sich rechtzeitig Tickets sichern…verstehste?!

Hier gibts wie immer Tickets für We Love MMA 6

(YB)

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