Faceyourmagazine's Blog


Fatih Akin SOULKITCHEN
Dezember 3, 2009, 10:14
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Die Kamera schwenkt im Weitwinkelformat über eine hügelige von grünen Wiesen gesäumte Voralpenlandschaft. Junge Frauen in Trachten tanzen auf Wiesen, beflügelt von den scheuen Blicken der umherstehenden Burschen. So in etwa sieht die allgemeingültige Definition von Heimatfilm in guter alter Wolfgang Rademann Manier aus- eine deutsche Erfolgsgeschichte seit -… seit Kriegsfilme und Heldensagen nicht mehr geschichtskompatibel sind.

Nun ist Fatih Akin nicht gerade der Paraderegisseur für urdeutsche Vorabendprogrammserien und so wird in seinem neuen Film Soul Kitchen auch nicht zu Schlagermusik geschunkelt, sondern zu Quincy Jones und Kool&The Gang gegrooved. Rockerjungs schütteln ihre Mähne neben schönen Punkmädchen und zahnlosen Seefahrern und fertig ist die Multi-Kulti-Tutti-Frutti-Familie aus Hamburg Willhemsburg.

Die altbewährte  hamburger Wolkendecke sorgt für das nötige raue Klima, womit dann auch schon alle Gemeinsamkeiten mit den Vorgängern aus der Liebe, Tod und Teufel-Trilogie genannt wären. Mit Soul Kitchen wagt sich Akin an das Genre des, man kann es „einen Heimatfilm der neuen Art„ nennen oder eben einfach „Komödie“.

Versammelt hat sich eine bekannte Mischung aus griechischen Halbkriminellen, hübschen aber labilen Frauen, deutschen Pedanten und eben allen anderen exzentrischen Lebenskünstlern, die sich die biedermeier´schen Kinozuschauer so gerne ansehen. An dieser Stelle wird es dann auch wieder schön urdeutsch und heimatlich, denn eigentlich sind sie alle nur auf der Suche nach Liebe, Ruhe und Anerkennung.

Zinos (Adam Bousoukos) der Besitzer des Arbeiterrestaurants Soul Kitchen wird innerhalb kürzester Zeit von mehreren freudigen, wie auch tragischen Ereignissen heimgesucht. Von seiner Freundin Nadine (Pheline Roggan) für einen Korrespondentenjob in Shanghai verlassen, engagiert er aus Bewunderung den eigensinnigen, wie auch Messer werfenden Spitzenkoch Shayn (Birol Ünel). Dieser zaubert jetzt zwar in der Kombüse alle erdenklichen Köstlichkeiten, dass damit aber die an Buletten und Mayo gewöhnte Kundschaft vergrault wird hat niemand bedacht. Zu allem Übel taucht dann auch noch Zinos Knasti-Bruder Illias (Moritz Bleibtreu) auf, der von Zinos nun die unverwüstliche  Bruderloyalität einfordert.

Mit dem Einzug einer Musical-School erfreut sich auch die Soul Kitchen  an neuer Beliebtheit und wird in kürzester Zeit zum neuen Szenelokal der Stadt. Während hier also nebenbei  noch die Pro&Kontra-Liste des GentrifizierungsABC´s abgehandelt wird, beschließt Zinos den Laden seinem Bruder zu überlassen und Nadine nach Shanghai zu folgen. Damit beginnen alle erdenklichen Irrungen und Wirrungen und das Unglück  nimmt seinen Lauf. Komödien enden gemeinhin aber nicht mit dem Untergang des Helden, sondern viel eher mit einem –Im Fall von Soul Kitchen– weichgekochten Happy End.

Soul Kitchen will mit der veralterten Vorstellung von Heimat brechen und diesen  vordergründig an Bedeutung verlierenden Gefühl einen neuen Platz zwischen Stammkneipe, Freunden und Kiezleben geben.

Man sollte den Film unter dem Aspekt sehen, dass Fatih Akin mit Soul Kitchen noch lange nicht seinen Bestimmungsort erreicht hat und dass die Liebe, Tod und Teufel-Trilogie noch zu beenden ist. Im Hinblick darauf lassen wir Soul Kitchen das sein was es ist, eine nette Unterhaltung, eine Etappe auf dem noch langen Weg zum Ziel.(AM)

www.soul-kitchen-film.de


Kinostart: 25.Dezember



Die Turnschuhklappe
Dezember 1, 2009, 1:52
Gespeichert unter: Kunst, Mode, Theater | Schlagworte: , , , , , ,

Ok, jetzt geht es los, Die Turnschuhklappe geht auf und zu und so langsam sammelt sich was. Heute mussten wir einen LKW abweisen, uns neu sammeln, sondieren: wo können wir die knapp 1.000 Paar neuen Schuhe zwischenlagern. Dann das Telefon. Es klingelt. Jemand bestätigt sein Kommen am 14.12. zum Kick-Off-Event in Berlin. Oder er bestätigt nicht. Mit Frankfurt telefonieren. Wo lagern wir die Schuhe zwischen? hat Nico Suave fest zugesagt? Prinz Pi meinte am Telefon das geht klar? Nilz Bokelberg und Sven Van Thom sind wohl auch dabei und rocken als DJs den kleinen Floor. Hat Gravis schon die Schuhe angeliefert? Welche Größen? Wo lagern wir die anderen Schuhe zwischen? Wann müssen die Einladungen in den Druck? Wer verlost die jetzt alles? Ach, wir auch, alright, also: 10×2 Karten für die Turnschuhklappe am 14.12. im Rodeo Berlin. Schickt bis zum 10.12. eine Mail mit dem Betreff „Turnschuhklappe“ an verlosung[at]blank-magazin.de und habt einfach etwas Glück. Ansonsten gibt es an verschiedenen Stellen auch noch Eintrittskarten zu gewinnen, z.B. hier.



Lauf nicht weg und keinem nach – Der Musiker und Rockstar Stephan Weidner
November 30, 2009, 2:00
Gespeichert unter: Musik, politik | Schlagworte: , , , ,

Stephan Weidner, dessen erste, im letzten Jahr veröffentlichte Soloplatte unter dem Künstlernamen Der W erschien, braucht keine Presse um sich und seine Musik zu promoten, er hat ausreichend Fans. Oder vielmehr: eine Fangemeinde. Und die ist groß. So groß, dass das Debut „Höher, Schneller, Weidner“ im letzten Jahr von Null auf Zwei in die Album-Charts einstieg. Nur Madonna verkaufte in Deutschland in dieser Woche knapp 300 CDs mehr. Doch die Fangemeinde ist kein Produkt von Marketingmaßnahmen, sondern ein gewachsenes Konstrukt aus Nehmen, Geben, Mut machen und nicht alleine sein. Stephan Weidner war einst Mitglied, Bassist, Songschreiber und Gallionsfigur der Frankfurter Band Die Böhsen Onkelz, unbestritten, schaut man sich die Zahl ihrer verkauften Tonträger und die Besucherzahlen auf Konzerten an, eine der erfolgreichsten deutschen Rockbands. Doch während unsere Gesellschaft mittlerweile personifizierte mediale Abarten wie Bohlen und Feldbusch toleriert und zu Pseudovorbildern stilisiert und Frau Steinbach scheinbar noch immer bundesrepublikanisch verhandelbar ist, bleibt das Tabuthema Onkelz ein Relikt aus einer Zeit, in der Popkultur im Wesentlichen noch aus Abgrenzung, Positionierung, Vergangenheitsbewältigung und Verfolgungswahn bestand. Dabei gibt das soviel mehr her, als überholte, veraltete und doch medial manifestierte Meinungsbilder. BLANK versucht dem ganzen Themenkomplex in der nächsten Ausgabe (EVT 22.01.2010) einen Update zu verschaffen. Wer sich erstmal einen Einblick verschaffen möchte, kann das mit der jüngst erschienenen DVD „Von A nach W“ gerne machen. Hier gibt es das Konzert der letzten Tour von Stephan Weidner aus der Berliner Columbiahalle in voller Länge, schön gefilmt, geschnitten und vertont, eindrücklich und professionell. Dazu natürlich eine Bonus-DVD mit Schnickschnack und das ganze Konzert als Audio-CD. Nicht nur was für die Gemeinde, auch was für Interessierte. Und auf das Thema im Ganzen kommen wir dann mal im nächsten Heft zurück.

Hier alle Dezember-Tourtermine von Stephan Weidner als Support für Motörhead. Die Fotos sind von unserer Fotografin Svenja Eckert und wurden im Sommer letzten Jahres in Frankfurt gemacht. (JF)



Redaktioneller Bestimmungsprozess: Deutscher HipHop, Historie & Helden
November 23, 2009, 9:32
Gespeichert unter: Anmerkungen | Schlagworte: , , , , , ,

Immer wieder deutscher HipHop: Modeshooting mit KittyKat, Titelstory mit Max Herre, Interview mit K.I.Z. und jetzt die Turnschuhklappe. Es wird Zeit, dass wir uns in der BLANK-Redaktion ein paar Fragen stellen: Wer sind die Einzelgänger, Aussenseiter, die jungen Wilden, alten Hasen, wer ist Old-, wer NewSchool und wer hat überhaupt keinen Schulabschluss? Wer ist stellvertretend, stilprägend oder einfach nur da? Wer war, wer ist? Wer hat in unseren Köpfen was hinterlassen, emotional berührt, geprägt, positiv, negativ, Musikredaktion, Chefredaktion? Können wir das einkreisen, das, von dem wir denken, es könne uns in diesem Falle als Motherboard dienen, als Mindmap? Hier nun also eine mit Hilfe von YouTube-Videos zusammengestellte Rangliste, die uns zeigen soll: Wo treffen wir uns? Wo stehen wir? Können wir dies mit zehn YouTube-Videos zeigen? Und, schlußendlich, haben wir eine Haltung? Was ist deutscher HipHop für uns, jetzt, right now. 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1



Ohne vieler Worte: Berlin, Medien, Mafia, Mode

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Auf der Jagd zu Gunsten dem Kinderprojekt Arche.
Fotos: Stefan Heuser; Klamotten: Unrath & Strano



Polarkreis 18 fürs Volk
November 15, 2009, 7:15
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Polarkreis 18 sind sowas wie die deutsche Band der Stunde, Everybody´s darling. Die Bande kann überall spielen – ob auf den populären Festivalbühnen, auf der eigenen Clubtour oder auf der Berliner Fashion Week für ein Modelabel. Da stellt sich die Frage, ob man sich selber verheizt, doch das kann und darf nicht die Sorge der Firma T-Mobile
sein.

Die erfreut mit ihren „Street Gigs“ seit einigen Jahren die pophungrige potenzielle Kundenschar und entsendet aktuelle Chartsbesucher an entlegene, exotische Plätze – popfremd und unbespielt. Diesmal durften es Polarkreis 18 versuchen, unter dem Magenta-Label für Stimmung zu sorgen. In der Eissporthalle in Frankfurt, outdoor und in frühwinterlicher Kälte. Welch passender Rahmen. T-Mobile hatte nicht nur den Fans Freitickets spendiert sondern der Band auch noch ein Orchester verpasst. Mit knapp 30 Musikern im Rücken und 500 Neugierigen vor der Brust. Und alle warteten nur auf: Die aktuellen Hits aus der Kehle des weißgewandeten und in seinen Gesten um Intimität bemühten Sänger Felix Räuber. Und die kamen, alle.

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Dabei vergisst man leicht, dass es auch ein künstlerisches Leben vor „Allein, allein“ für die Dresdner gab und das war musikalisch ungleich imposanter als die nach dem perfekten Popsong strebende Gegenwart. Und das ist die Tragik des großen Hits: Es waren die Nummern vom Debüt „Polarkreis 18″, die eingefrorene Füße wieder warm werden ließen. Fast machte es den Eindruck, als würde sich die Band mit ihrem aktuellen Material einfach nicht mehr richtig identifizieren können. Und es wäre kein Wunder, so wie die sechs Musiker in diesem Jahr auf den verschiedensten Bühnen herum gereicht wurden. Wenn nach fünf Minuten die ersten „Allein, allein“-Rufe durch die klirrende Luft irrlichtern, fühlt sich der Musiker wohl provoziert und legt seine Energie in den Backkatalog. Energetisch, animierend und mit Frontflummi Felix Räuber immer wieder an der Gitarre, machten die nicht in Routine erstarrten Songs an diesem kühlen Dienstag Abend in Frankfurt am meisten Spaß.P1020352

Und wo wir vor einigen Zeilen bei der Anklage waren, Polarkreis 18 wären seit 2008 auf der Suche nach dem perfekten Popsong: Mit „Allein, allein“ haben sie ihn gefunden oder ihn wenigstens ganz, ganz eng eingekreist. Das wurde nach einer guten Stunde wieder einmal deutlich, als wieder einmal so ein Routineakt der aktuellen Polarkreis 18 die Spontanität der alten zurückdrängte. Das Publikum durfte doch einmal mitmachen, in die Knie gehen und dann auf Kommando aufspringen. Muss so etwas sein? Ja, es muss scheinbar sein, weil die Band inzwischen sich und ihre Performance nach den Regeln des Pop stylen muss. Aber den Leuten ist es egal, sie freuen sich, dass sie Teil der Darbietung werden dürfen. Und am Ende ist es ja auch das, worauf es bei populärer Musik ankommt. Gib den Massen, was sie lieben. Magenta hat seinen Auftrag erfüllt – modernes Kultursponsoring in seiner schönsten Form!

(Till Erdenberger)



Der singende Therapeut: William Fitzsimmons
November 13, 2009, 1:37
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Zur Zeit ist er auf Tour und macht jeden Tag neue Freunde, gewinnt jeden Tag neue Fans. Fast schon wie eine beruhigendes Medikament wirken die Live-Shows, ein Sedativa der besonderen Art. Hier gibt es mehr über William Fitzsimmons und zudem gibt es noch was zu gewinnen: wir verlosen 3 handsignierte Plakate und 2x 7“-Vinyl-Singles. Schreibt bis zum 20.11. eine Mail mit dem Betreff „Fitzsimmons“ an verlosung[at]blank-magazin.de. Rechtsweg gibts nicht.
fitzsimmons



Der Eskimo, der Affe, die Giraffe und der Pinguin…
November 10, 2009, 2:08
Gespeichert unter: Musik | Schlagworte: , , ,

Die Zeiten werden härter. Die Sehnsucht schwillt an. Melancholie mäandert. Wir werden wieder Kinder. Zwei Beispiele: One eskimO heißt die Band um Kristian Leontiou, dem Eskimo in der Band. Am 13. November erscheint die Single „Kandi“. Am 27. November folgt das Album „all balloons“. Die anderen heißen The Terrordactyls und machen Low-Fi-Anti-Folk-Pop vom aller, Allerfeinsten. (Hier ein schönes Interview) Ihre selbstbetitelte LP (via seayou records/Cargo) erscheint ebenfalls am 13. November. Übrigens ein Freitag. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist.




Shooting Siri Svegler
November 10, 2009, 8:50
Gespeichert unter: Mode, Musik, vor ort | Schlagworte:

Auf diesem Bild erkennt man nicht viel von dieser wunderbaren jungen Sängerin, doch was nicht ist, kann ja in der nächsten BLANK-Ausgabe noch werden. Wer sich bis dahin ein eigenes Bild machen möchte:

Siri Svegler live:

10.11. München, Lehel (Karl-Scharnagl-Straße 6)
05.12. Berlin, Intersoup



Shock The World mit Lady Sovereign, Data und natürlich Amanda BLANK: 3×2 Tickets 4.11. Berlin
November 2, 2009, 3:35
Gespeichert unter: Musik, Verlosung, vor ort | Schlagworte: , , , ,

Zusammen mit Casio G-Shock verlosen wir 3×2 Plätze auf der Gästeliste für die SHOCK THE WORLD-Tour, die am Mittwoch Station im Berliner Admiralspalast macht. Mit dabei sind dann u.a. Lady Sovereign, Data, Amanda Blank und Berlin Battery. Beginn ist um 2200h. Wer hier Interesse oder Ansprüche anmelden möchte, schickt bis Morgen, Dienstag, 2400h, eine Mail mit dem Betreff „Shock The World“ an verlosung[at]blank-magazin.de. Die Gewinner werden Mittwoch morgen bis 13h per Mail informiert. Rechtsweg ausgeschlossen. Yeah!

shock the world