Einsortiert unter: Film/TV/YouTube und Co., Musik | Tags: Aura, Kool Savas, Tape.tv
Ich weiß garnicht… muss man ihn denn eigentlich noch ankündigen? Immerhin war er im Jahr 2000 schon der selbsternannte King of Rap…und im Gegensatz zu den vielen Nachfolgern, die diesen Titel für sich proklamieren, hatte er ihn verdient. Jetzt die Frage: hatte oder hat? Antwort: Das HipHop-Magazin Juice hat ihm ein komplettes Heft gewidmet. Die John Bello Story I bis III waren „tha shit“. Der Sound hat sich deutlich verändert- amerikanischer, R´N´B- lastiger. Könnte man ihm zum Vorwurf machen. Aber wieso? Seine Sachen sind immer hörenswert geblieben. Erholsam sogar fast schon in dem Wust aus Fick-deine-Mutter-Rappern. Ob man den musikalischen Wandel von Kool Savas nun vom Alter(36) oder dem Wohnort(Heidelberg) ableiten kann, soll hier keine Rolle spielen. Viel wichtiger ist: Wem es gefällt, dem gefällt es. Und wem es gefällt, guckt es sich gefälligst an! Und zwar auf www.tape.tv! Denn die Tickets für das Konzert im ca 160 Leute fassenden tape.tv-Studio in Weißensee wurden im Zuge der „On Tape“-Konzertreihe verlost. Wer eins ergattert hat, darf ihn Live sehen. Wer keins hat, kann ihn auch Live sehen…im Netz. Trotzdem, reinschauen lohnt sich definitiv. Schließlich hat der King Of Rap grade sein neues Album „Aura“ released. 1.12.11, www.tape.tv Start: 21 Uhr (YB)
Spank Rocks erstes Album „yoyoyoyoyoyo“ war ein Tophit. Nun hat er sein zweites Album „Everything is boring and everybody is a f…ing Liar“ released… Titel mit Namen wie “Put That Pussy On Me“ und „Shake it till my dick turns racist” auf dem Ersten, Produktionen von Boys Noize, Mark Ronson und Santogold auf dem Zweiten…die Musik extrem tanzbar, Funky, Ol´Skool hiphoppig und elektronisch. Lädt zum wippen und hüpfen ein. Ideal zum genießen in trauter Zweisamkeit, oder aber auch Vielsamkeit, inmitten eines ebenfalls wippenden Mobs. Und das auch noch mit dem Klang der Anlage im legendären Berghain. Ich würde mir gerne noch weitere Argumente einfallen lassen, aber wozu eigentlich…. 30.11. Berghain/ Berlin, Blank verlost 2×2 Karten sponsored by Trinity Music, Mailto: j.gube[at]blank-magazin.de. (YB)
Einleitung nicht ganz so gelungen, aber irgendwie muss man ja den Namen der Konzertlokation unterbringen. Es war also einmal, im Gretchen. Ist ja neu der Club, also eine kurze Analyse: der Eingang: dezent- find ich gut. Direkt neben dem Eingang das übriggebliebene Schild eines alten verranzten Ladens namens Miami. Flavour Pur, hätte man gleich Bock hinzugehen. Erstmal im Gretchen wird man von wirklich gut aufgelegtem Personal begrüßt – ist ja mittlerweile auch eine Seltenheit. Der Club selbst hat ein Manko. Die Klos stimmen: groß, sauber, mit Kokain-Sims. Die Bar: gut bestückt, die Preise (leider) Berlinstandart. Die Soundanlage: nicht zu laut, trotzdem satt. Aber, das Problematischste: nur eine Tanzfläche… Was bei einem Konzert nicht stört, kann einem in einer Partynacht das Genick brechen, wenn die Musik grad mal nicht stimmt. Trotzdem hab ich sie in guter Erinnerung. Das junge Ding war sauber, roch noch gut und wurde nichtmal während des Konzerts so wirklich eng. Hält was aus, das Gretchen.
Zum Konzert selbst. Die ganze Zeit die Frage im Kopf, womit man Beardyman vergleichen könnte? Mister Myagi vielleicht (RIP Pat Morita)- nicht alles, was der gebracht hat, ist wirklich cool- aber wer ne fliege mit Stäbchen fängt und sonst auch noch n paar Tricks im Petto hat, die er locker ausm Handgelenk schüttelt, dessen Status ist einfach unantastbar. Ebenfalls in engerer Auswahl: der Vergleich mit nem Affen auf Acid mit dem technischen Know-How zum Bedienen einer Loopmaschine und n paar Synthis. So oder so ist der Mann ein Genie. Nach fast sakralchorhaftem Einstieg lag die Bandbreite irgendwo zwischen HipHop, Volksmusik und DrumnBass. Die Brücke muss man erstmal bauen. Und das auch noch live.
Wichtig auch die Frage: tanzen oder ihm zugucken? Wie der Typ abgeht an Mic und Mischpult…an dieser Stelle definitiv Sieg für den Affenvergleich. Aber er kann es einfach, der Affe- und zwar nicht nur Musik, nein, auch Übergangsentertainment. Sein grandioses Deutschrepertoire bestehend aus den Worten Schwanz, Sack und Samen kombinierte er auf erstaunlich mannigfaltige Weise. Und wer es dann auch noch hinkriegt Scooter „amazing“ zu finden, Rammsteinlieder zu Volksmusik-Klängen nachzusingen, sowie ein paar einschlägige HipHop-Texte live umzudichten, der erobert das Publikum im Sturm. Wahrscheinlich sogar jedes. Diesen klar rauschenden Bach an Entertainment, wenn auch nur kurz, zu trüben, ist eine Leistung, die selbstverständlich nur einer vollbringen konnte: ein nerviger Spast, der auch noch behauptet, nicht zu nerven… Auch wenn ich mich lange gewehrt hab, meine beiden weiblichen Begleiterinnen (who´s ur daddy?!) ein weiteres Mal allein in dessen Gegenwart zu lassen(beim ersten Versuch pöbelten beide ihn bei meiner Rückkehr von der Bar bereits an), musste ich…ich musste einfach. Der pogende Mob in der Mitte formte ein schwarzes Loch das alles und jeden magisch anzog. Dann Auftritt vorbei. Das Publikum entwickelte die Lautstärke einer Katastrophenalarmsirene. Zu Recht!
Und wer jetzt denkt, das wäre alles übertrieben und zuviel des Lobes, dem sei folgendes gesagt: wer, nachdem das Publikum 10 Minuten lang lautstark den falschen Namen ruft(siehe Überschrift), trotzdem noch mal auf die Bühne kommt und eine dicke Zugabe über eine halbe Stunde spielt…der hats einfach verdient! (YB)
Westcoast-HipHop ist wohl auch nicht mehr ganz das, was er einmal war. Spätestens seit selbst „tha dogfather“ Snoop Dogg nicht vor dem Produzieren eines Tracks mit der omnipräsenten tranceblondine David Guetta zurückschreckt (und diese auch noch als Single veröffentlicht), dürfte das auch dem letzten klar sein. Da freut man sich doch,wenn mal wieder etwas bodenständigeres um die Ecke kommt. The Game, seines Zeichens aus derselben Hood wie schon Snoop,Dr.Dre und Eazy E, machte 2005 mit seinem Debutalbum „The Documentary“ und seinem Status als 50Cents G-Unit-Zögling ordentlich Wirbel. Nach dem Bruch mit seinem Mentor wurde es eher ruhig um den Rapper. Zwei Alben wurden veröffentlicht, Beachtung fanden diese aber kaum. Mit “The R.E.D “ änderte sich das! Das neue Album des ehemaligen G-Unit Mitglieds schlug nach seinem Release ein wie eine Bombe- Produzenten wie Pharrell, Timbaland und SwizzBeats haben geholfen, features von Tyler, the Creator und Outkasts BigBoi würzen das Ganze. Im Dezember ist The Game quer durch Europa unterwegs und gibt vier Konzerte in Deutschland. Genug Gelegenheit also sich selbst zu überzeugen…Put it on the Game! (YB)
Wir verlosen 2×2 Karten für das Konzert am 2.12. im C-Club (mit dabei: der leipziger Rapper Morlockk Dilemma). Die 3-Wege-Einfachheitsgarantie: Twitter (@blank_magazin), Kommentar (hier) oder Mail (j.gube[at]blank-magazin.de)

Einsortiert unter: Kunst, Mode, vor ort | Tags: Contributed, Dorothea Tuch, Johannes Finke, Martin Diepold, Michalsky, Peter Grosslaub, Remember Tolerance

Toleranz war das Motto der letzten Kollektion von Michael Michalsky, Remember Tolerance ist jetzt der ausstellende Remix betitelt, den man ab Donnerstag am Straussberger Platz in Augenschein nehmen kann, mit Fotos von Martin Diepold, Peter Grosslaub und Dorothea Tuch. Johannes Finke hat sich dem Thema lyrisch angenähert. Die Vernissage ist am Donnerstag um 19h.
Einsortiert unter: Kunst, vor ort | Tags: Ars Electronica, Wovon Maschinen träumen

Noch bis Ende August gibt es diese neu kuratierte Zusammenstellung von Maschinen und robotischen Apparaturen in Berlin zu sehen und es gibt genügend Gründe sich das mal anzuschauen. Denn hier wird erzählt, von der Angst des Menschen vor der Kompetenz und Konkurrenz der Maschinen, von der Sehnsucht sich auf wesentliches zu reduzieren und von alten und neuen Visonen. Und in welcher Stadt schreibt man ‘Träumen’ sowieso ganz groß?
„Ars Electronica – Wovon Maschinen träumen“
7. Juli – 28. August 2011
Automobil Forum Unter den Linden
Unter den Linden 21, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 10.00 – 20.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Foto: Life Writer von Christa Sommerer, Laurent Mignonneau








