Einsortiert unter: Musik, vor ort | Tags: Asap Rocky, Astra, clams casino, Joey Badass, liveloveasap, longliveasap, mac miller, purple, Schoolboy Q, Trinity Music
…das zu beurteilen überlasse ich zwar lieber ihm, sowie den weiblichen und/oder schwulen Fans, aber um seine Musik kümmere ich mich gerne. Als mir eine Freundin sein Debut „Live love Asap“ in die Hand drückte, stand ich diesem ganzen Nu Skul-Gedöhns a la Chart-Rap oder Mac Miller mehr als skeptisch gegenüber. Alles viel zu hektisch, lärmig und ohne eigenen Flow oder Ideen. Aber man soll ja offen bleiben und hört sich hier und da trotzdem nochmal was an…beste Entscheidung! Sein Debut hat mich aus meinem Nu-Skul-Hass gerissen und mich Leuten wie Schoolboy Q und Joey BadAss näher gebracht….und ich will, nein, ich kann sie nicht mehr missen! Aber zurück zu Asap Rocky. Lyrisch ausgefeilt und trotzdem inhaltlich auf Pussy,Money,Weed (oder aber auch Codein-Hustensaft) reduziert. So heißt sogar ein Track seines neuen Albums „Long Live Asap“..Pussy Money Weed… Aber wer Rap hört und schon immer hörte, hat sich an solcherlei Inhalte schon mehr als gewöhnt…man liebt sie. Mit seinem häufig lethargischen Flow, seinen sphärischen Beats (Clams Casino!!), der verzerrten Stimme…es passt einfach, ist seit der Entdeckung keine Sekunde von meinem MP3-Player gewichen. Wer jetzt Eckdaten, wie die Benennung seiner Person nach Rap-Legende Rakim, seiner Heimat Harlem, seinem Modebewußtsein oder seiner Asap Posse, haben will, soll mal in Wikipedia nachlesen. Speziell das Modebewußtsein könnte wohl ein Grund dafür sein, dass, wie ich hörte, auch die sogenannten Hipster seine Musik hören. Hipster-Rap quasi. Wie es dazu kam, weiß ich nicht. Eventuell liegt es daran, dass die HipHop-Gemeinde ja doch garnicht so klein ist und Hipster sich ja durch eine gewisse Adaptionsfähigkeit bezüglich aktueller Trends auszeichnen. Eventuell liegt es auch daran, dass die Musik einfach Hammer ist und auch ein blindes Huhn mal ein Korn findet. Mir egal. Infos darüber lassen sich sicher auch bei Wikipedia finden. Wer sich aber jenseits solcher Belanglosigkeiten bewegen möchte, sollte Wikipedia sein lassen, den Rechner weglegen, losgehen und sich ein Ticket für sein Konzert kaufen! Sein letztes Konzert im Festsaal hatte anfangs zwar, wie üblich, etwas unter schlechtem Sound gelitten, war recht kurz (verständlich bei nur einem Album…im Gegensatz zu Kendrick Lamar), aber trotzdem ein Fest. Ich könnt heute noch heulen, dass die Speicherkarte mit den Fotos unmittelbar nach dem Konzert gestorben ist. Technik…man muss sie lieben. Oder besser nicht. Seis drum: neues Konzert, neues Glück! Diesmal mit zwei Alben im Gepäck! Freude wird aufkommen, wenn es wieder heißt: Everything is Purple, everything is Purple!!
Asap Rocky, 5.6.13, Astra Kulturhaus
Tickets und alle nötigen Infos zum Konzert findet man hier.
(YB)
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Hier mal eher kurz und mit eher weniger Trarah ein paar, also genau ein Paar, sprich 2, Empfehlungen meinerseits von Dingen, die man sich ruhig mal zu Gemüte führen kann, ohne danach das Gefühl zu verspüren, Zeit verschwendet zu haben. Nein, eventuell geht man sogar mit dem Gefühl heraus bereichert worden zu sein. Und sollte dieser Effekt wider erwarten nicht eintreten…ja…na dann mal los
1. Leider nicht mehr ganz aktuell, weil schon seit 2 Wochen am Laufen: die JR-Ausstellung in der Galerie Henrik Springmann in der Gipsstraße in Mitte. Bei dem Medienecho dürfte es kaum einem noch verborgen geblieben sein, dass der Franzose, bekannt durch seine überdimensionalen schwarz-weiß-Aufnahmen, unsere Stadt im Zuge seines aktuellen Projektes „Wrinkles of the City“ mit eben diesen Pastes beglückt hat. Was eventuell doch dem ein oder anderen verborgen blieb ist die dazugehörige Ausstellung. Vor allem die Kurzfilme über das Projekt in anderen Städten, allen voran der aus bzw über Havanna, sind absolute Highlights. Prädikat: rührend, bezaubernd! Mehr soll hier erstmal nicht verraten werden. Einfach hingehen, in sich aufnehmen, freuen!
2. Gibt es einen Modeselektor-Film. “We are Modeselektor”. In die Premiere im Kino International bin ich mehr oder minder zufällig gestolpert. Ich wußte nicht viel über die Jungs, außer dass sie schwer gehyped werden und ein paar Tracks echt ober sind. Nun weiß ich mehr und das, was ich weiß, macht die Jungs echt sympathisch. Wirkte ein bißchen wie der Traum eines Jeden: früher schon mit Kumpels Musik und Partys gemacht, irgendwie führte Eines zum Anderen und unzählige glückliche Fügungen und ein funktionierendes Netzwerk an Freunden später sind Modelektor nun die, die sie sind. Das Ende des Filmes war spürbar, aber offen. Muss ja so sein, schließlich sind die weder tot noch in Rente. Und er endet mit den letzten gesprochenen Worten Szarys: „mmmmh, Geil!“…spricht schon n bissl für sich. Also auch hier: nicht so ein Highlight wie der JR-Havanna-Film, aber das soll mal ruhig jeder für sich und nach seiner Facon ausmachen.
Alle nötigen Infos zum Film und zur Ausstellung
(YB)
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Es gibt Konzerte, nach denen man sich eine eindeutige Meinung bilden kann. Wer aufgepasst hat, wird z.B. feststellen können, dass das letzte The Pharcyde-Konzert einfach nur abzugsfreie 10 Punkte erhalten hat…das Dead Prez-Konzert widerum war aus verschiedensten Gründen alles andere als abzugsfrei geil. Nun kommt Mos Def um die Ecke nach Berlin und man freut sich und man hört, das man, neben der Entjungferung The Mighty Mos Def endlich mal Live zu sehen, nebenbei auch noch das erste Mal in Huxleys neuer Welt einkehren wird und dann freut man sich noch ein wenig mehr…aber da fängts auch schon an: das Huxleys ist der beschissenste Club ever!
Das war jetzt natürlich ein wenig übertrieben, aber kommt doch schon recht nahe an meine Wahrnehmung. Ausgehend davon, dass der CrossClub in Prag der beste Club bisher war, stellt das Huxleys bisher das Negativpendant dar. Erstens haben die auf den VVK-Preis von saftigen 35€ nochmal 10€ zur Abendkasse raufgehauen…das lassen wir mal so stehen. Dazu ein Security-Aufgebot, wie ich es lange nicht mehr gesehen habe…war zwar einerseits schön, weil man sich mal an die berliner Tage zurückerinnerte, an denen nicht alle weichgespült waren, an denen solche Aufgebote durchaus mehr als eine notwendige Daseinsberechtigung hatten. Aber selbst zu härteren berliner Zeiten wäre solch ein Aufgebot bei so ziemlich jedem Rapper außer Mos Def notwendig gewesen. Dafür sind er, seine Musik und sein Publikum viel zu friedlich. Die erwähnten Securities wagten es dann auch noch nach penibler Suche (ich habs mit eigenen Augen gesehen!) HIPHOP-Konzertgästen in BERLIN das Gras abzunehmen! Das dann auch noch auf so pseudonette, pseudocoole Art…geht absolut gar nicht. Erste recht nicht, wenn sie darauf wie Pitbulls achten, den Flachmann in meiner Tasche aber übersehen. Dann direkt der nächste Schock: das Huxleys ist riesig! Ich mag HipHop in großen Clubs und Hallen nicht, vor allem nicht mit allzu hohen Decken. Da geht irgendwie der Flavour flöten. Also der Versuch, die Umgebung durch Bierkonsum auszublenden. Bei 3,50€ pro Bier nicht ganz einfach. Zumal das Huxleys es nicht nur wagt, auf Einweg-Plastikbecher Pfand zu erheben, nein, sie verteilen auch noch Pfandmarken. Auf die Frage, ob sie dies täten, weil sie die Becher entgegen ihres Zweckes wiederverwenden kam ein wenig überzeugendes “nein“…
Kommen wir endlich zur musikalischen Seite des Abends: die kam zunächst von einem DJ, der zwar gute, aber denkbar uninnovative Musik spielte. Musst reichen, um die Leute warm zu kriegen. Hat es auch.
Und dann endlich…Mos Def. Doch gleich die Frage einer Frau neben mir: was trägtn der da?? Tja, was der da trägt, sah aus wie ein creme- farbener, hautenger Lederanzug…grenzwertig, aber mir egal. Schön war nur der Moment, als er die Jacke auszog, die Frau neben mir sich schon freute, bis ein cremefarbenes, hautenges Shirt darunter zum Vorschein kam…königlich!
Ab jetzt wird’s knifflig. Ich fand das Konzert echt ganz gut. Vor allem die ersten paar Tracks haben richtig gerockt, waren aber auch ein paar meiner Lieblinge dabei. An sich bilde ich mir auch ein, ausgewogene Alt-Neu-Mischung der Tracks wahrgenommen zu haben, auch, wenn das nicht immer leicht war, da der Sound wie gewohnt eher mäßig war. Bißchen viel Hall, bißchen wenig Höhen, aber da gabs schon schlimmeres. Er hat recht viel gesungen (vor allem hatte er ein faible für laute Rufe, die dann hallend verstummten) aber das fand ich ok…er hat auch viel getanzt, aber auch das fand ich ok…also ich fands echt ok! Unbefriedigendes Statement, weil ich schon mehr erwartet hätte, aber trotzdem solide. Für meine Erwartungshaltung ist Mosy nicht verantwortlich. Wer will ihm Narzissmus vorwerfen, weil man schon das Gefühl hätte kriegen können, er zelebriert sich selbst und das Publikum ist nur Mittel zum Zweck…Künstler, die öffentlich auftreten, müssen ja fast schon Narzissten sein. Während mein Fazit zwar nicht die Erwartung erfüllt, die ich hatte, bleibt es aber positiv…im Gegensatz zu jedem anderen Fazit, welches ich bisher vernahm. Das Gesinge, das Getanze, der Sound, das Selbstzelebrieren- nahezu alles wurde negativ gewertet. Nun muss man sich wieder fragen: war es wirklich seine Schuld? Lag es nicht eventuell an den Rahmenbedingungen? Es ist eine Kunst, in einer großen Halle oder auf einem Festival die Leute für sich zu gewinnen. Mos Def ist zwar The Mighty, Pretty Flacko und ein alter Hase, aber das Kunststück kann auch ihm nicht immer gelingen. Zumal mir schon öfter auffiel: berliner Publikum ist hart. Es zelebriert eher sich beim zelebrieren, als wirklich den Künstler. Wie wir scheinbar für ihn, so ist er für uns auch nur Mittel zum Zweck zu cooler Live-Musik zu feiern. Guckt euch mal Videos aus anderen Städten an. Die Leute rasten aus, weil ein Star da ist. Berlin ist gesättigt. Wir hatten in den letzten Monaten alle: Nas, Dead Prez, Mos Def….
Für den Sound, die Security, das teure Bier und die Riesenhalle konnte er ja nichts…und eben auch nicht für die ungeheure Erwartungshaltung, die man wohl an eine Legende wie ihn knüpft. Konzertkritik hin oder her: eine Legende bleibt er! Aber er ist halt auch nicht mehr der Jüngste. Er ist ja nicht mal mehr Mos Def…er ist jetzt Yassin Bey… und ich find ihn völlig ok!
(YB)
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Es gibt Rapper, die haben Alter-Egos, es gibt Rapper, die ändern ihren Namen. Meist handelt es sich bei diesen Namensänderungen um absolut schwerwiegende Eingriffe, wie beispielsweise die Änderung von P.Diddy zu Diddy…abgesehen davon, dass Diddy ohnehin, sowohl in namentlicher als auch musikalischer Hinsicht, völlig uninteressant ist. Doch dann gibt’s da Leute, deren Namensänderung schwerwiegender ist und die nebenbei noch musikalische Kredibilität besitzen: Cat Stevens wurde zu Yusuf Islam und (The Mighty) Mos Def wurde Yasiin Bey. Seine erste Umbenennung soweit ich weiß, der Rest waren nur Spitznamen. Der New Yorker Rapper ist eine Legende…und zwar nicht nach der heutigen inflationären Legendendeutung…nein, eine echte Legende. Sowohl Solo, als auch als Duo mit dem ebenfalls legendären Talib Kweli unter dem Namen BlackStar. Natürlich würde es sich an dieser Stelle geziemen, ein paar seiner Klassiker in Track- bzw Albumform zu nennen. Mach ich aber nicht- Es lässt sich auf folgende Aussage reduzieren: Musikalisch ist er seinem Stil immer treu geblieben! Nicht wie diese Hyänen, die auf egal welchem schlechten oder meinetwegen auch guten Beat ihre eher dürftigen Raps darbieten. Hauptsache is Trend, hauptsache gibt Kohle! Überraschenderweise sah man ihn dann in diversen Filmprojekten. Aber nicht diese sinnfreien Ätz-Filme, zu denen Musiker sich gern mal hinreißen lassen (gibt ja Geld, nech)…Nein, richtige, erfolgreiche Produktionen. Ich will ja nicht sagen, dass das nur ihm geschuldet ist, aber…
Spaß beiseite, time 2 get serious: Mos Def spielt in Berlin…und es gibt ja durchaus Künstler, bei denen man davon ausgehen muss, dass man sie immer seltener bis garnicht mehr zu Gesicht bekommt. Ergo: KOMMEN! ABGEHEN!…PUNKT!
Yasiin Bey aka Mos Def, 19.4.13, Huxleys Neue Welt
Tickets und alle nötigen Infos zum Konzert findet man hier. (YB)
Einsortiert unter: Musik, politik, vor ort | Tags: African, Astra, Dead Prez, Festsaal Kreuzberg, Hip Hop, Iggy Azalea, Nas, Trinity Music
Es ist ein unausgewogenes Battle. Das, was geschah, hätt man als absehbar bezeichnen können. Nas und Dead Prez, am selben Abend, in derselben Stadt, nur leider nicht im selben Club…Ich stellte mir ohnehin die ganze Zeit die Frage, ob es eine gute Idee war, beide Acts am selben Abend auftreten zu lassen, aber man könnte ja meinen die berliner HipHop-Szene sei groß genug, um 2 Clubs zu füllen. Dem war nur leider nicht so. Scheinbar war die Enttäuschung über das entgangene Nas-Ticket so groß, dass keine Alternative genutzt werden wollte. Als wir um kurz nach 9(theoretischer Konzertbeginn war um 9) den Festsaal Kreuzberg betraten, herrschte noch gähnende Leere…also nicht gähnend…aber schon Leere. „Nicht konzertkompatibler Füllstand“.
Gegen 10 dann Konzertbeginn. Das die zumindest im Ansatz eingehaltene Pünktlichkeit nach vielen Monden des ewigen Wartens endlich eingetreten ist, habe ich ja schon ein paarmal als absolut großartige Neuerung herausgestellt. Zwar musste man diese Neuregelung auf Kosten 1-2 zur Hälfte verpasster Konzerte lernen…aber das ist es wert! Egal, zurück, Konzertbeginn gegen 10 -bis dahin hatte es sich glücklicherweise noch auf ein annehmbares Level gefüllt, trotzdem musste man sich fragen: was is da los? Keiner mehr Bock auf Dead Prez oder lags eben doch an der zu harten Konkurrenz? Dann leider schon der nächste Dämpfer: Neben dem DJ nur ein Mann auf der Bühne. Ist ja nicht so,als ob Dead Prez eine BigBand wären,wo es nicht so sehr auffällt, wenn mal einer blaumacht. Solche Überraschungen gehören ja doch eher zu den Unangenehmen. Dann gings los. War ja auch solide. Ich mag ja Dead Prez Mucke. Un das obwohl der weiße Mann in deren Texten eigentlich nicht so hoch im Kurs steht…He ain´t talkin´ ´bout me, kann ich da nur sagen! Also die alten Sachen sind schon geil, bei den Neuen waren Dinger dabei, da hab ich mir schon n bissl an Kopf gefasst (Time-Machine??? wobei der Flow gepasst hat). Seis drum- der Funken wollte nicht so recht überspringen. Das kann ja auch mal an der jeweiligen Tagesform liegen, sowohl der des Zuschauers, als auch des Künstlers. Naja…nun war ich halt der Zuschauer und ich weiß nicht, obs an ihm oder an mir lag, was übrigbleibt ist ein unbefriedigtes Gefühl. Es kam nicht so recht. WAS nicht so recht kam? Gute Frage! Aber ES war einfach nicht da. Nebenbei immer wieder Statusberichte vom Nas-Konzert- da gings scheinbar gut ab. Mit Live-Band, Iggy Azalea als Vorband (ihre Mucke is zwar saulangweilig, aber sie ganz nett anzusehen) und allem drum und dran. Schön die alten Hits gespielt. DJ Babu als AfterShow…das wirft aber schon wieder die nächste Frage auf: der war doch eigentlich für die Dead Prez AfterShow-Party im Cassiopeia angesagt…wieso dann im Astra? Keine Ahnung!Auf jeden Fall hat das die restliche Laune auf die AfterShow-Party, die ohnehin nicht so ausgeprägt war, effektivst getötet. Immerhin hat der Festsaal kein Pfandsystem und man kann sich ma Ende des Abends mit der ein oder anderen gesammelten Flasche den einen oder anderen in Bier investierten Euro zurückholen…Jackpot!
Ich will mich gar nicht großartig auslassen. Der Abend war irgendwie…standart…das Konzert inklusive Publikum inklusive mir…und obwohl man damit ja durchaus leben kann, hinterlässt es diesen faden Geschmack- man ist mittlerweile nunmal doch ein verwöhnter Hauptstädter. Ohne dabei also allzu gemein klingen zu wollen, denn ich denke wirklich, dass der Verlauf und das Gefühl des Abends durch die seltsamen Rahmenbedingungen der Veranstaltung geprägt wurde, halte ich es da ausnahmsweise mal mit: wenn du nichts(oder in diesem Fall: nicht sooo viel) Gutes zu sagen hast, sage lieber garnichts(oder in diesem Fall: nicht sooo viel)!
(YB)
Einsortiert unter: Film/TV/YouTube und Co., Musik, politik, vor ort | Tags: 50 in the cup, Dead Prez, Festsaal Kreuzberg, HipHop, Information Age, Lets get Free, Trinity Music
Wenn ich mich recht erinnere, schlug ihr Debutalbum “Lets get Free” ein wie eine Bombe…und selbst heute kann man mit ihrem Oberhit “HipHop” noch die Tanzfläche zum Kochen und die Leute zum Ausrasten bringen…überall,jederzeit! Auch das zweite Album “revolutionary but gangsta” war, wie man so schön sagt, tha shit! Die Countdown zählende Frauenstimme aus „50 in the Clip“ schallt heute noch in meinem Kopf nach. Das folgende Mixtape „Turn off the Radio“ war ebenfalls der Hammer. 3 von 3- Statistik ist zwar nicht jedermanns Sache, aber da shier dürfte noch durchschaubar sein. Danach wurde es in meinem Mikrokosmos ruhig um das, für ihren harten, politischen Rap bekannte Duo. Doch es war garnicht ruhig: 3 weitere Alben und 3 weitere Mixtapes sprechen für sich. Das letzte Album „Information Age“ erschien 2012 nach 8 Jahren Pause(nicht wenig bei 12 Jahren bestehen) und bereits der Name lässt erahnen: sie sind ihrer Linie treu geblieben. Das der weiße Mann in ihren Lyrics meist nicht so gut wegkommt, soll mich nicht stören…ich halte mich da an die Ausführungen über Frauen, die trotz frauenfeindlicher Texte, Rap hören: They ain´t talkin´ ´bout me!…Wer jetzt genauso gespannt darauf ist, wie die neueren Produktionen des Duos klingen, kann guter Dinge sein: sie sind in Berlin. Und was man für einen absoluten Booking-Fauxpas halten könnte, könnte sich auch als geniestreich entpuppen: da Nas am selben Abend in Berlin ist, gibt es evtl sogar noch Karten für Dead Prez. Also losrennen, kaufen, kommen, Anti-Weißen-Propaganda ignorieren und bereit sein zu schreien…HELL YEAH!!
27.3.13, Festsaal Kreuzberg Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr
Infos zum Ticketerwerb und die Veranstaltung findet ihr hier
(YB)
Einsortiert unter: Musik | Tags: Krasscore Hip Hop Jam, MachOne, MC Rene, Snaga Pillath, Spax, Stieber Twins, Too Strong
Ich hatte bezüglich des Abends durchaus meine Bedenken:
1. Fand ich die Partylandschaft in Erfurt on den 2 Jahren, die ich dort wohnte eher mäßig. Das lag aus meiner Sicht auch häufig am Publikum.
2. Muss man sich ja immer fragen, ob man mit deutschen Rappern , die ja schon eine Weile nichts mehr releasen, noch viele Leute anlocken kann.
Das der Abend die Wendungen genommen hat, die er nahm, war aber nicht der Krasscore Hip Hop Jam geschuldet. Vieles, was an Querelen, die einen so ereilen können, trat ein: meine Begleiter kamen so spät, dass wir MachOne verpassten. Da fing die schlechte Laune schon an. Dann hab ich eben die Begleitung, auf die ich eine gefühlte Ewigkeit warten musste, nach ca. 10 Sekunden im Club aus den Augen. Das mag unprofessionell erscheinen, aber eine HipHopJam allein zu erleben, obwohl Freunde dabei sind, war nicht Teil meiner Weltwahrnehmung. Also: suchen! Die Mission entpuppte sich als ans unmögliche Grenzend, ob der labyrinthhaften Größe und Struktur des Stadtgartens Erfurt. Das war auch meiner Stimmung nicht grad zuträglich, irgendwie war das alles so Großraumdisco-Flavour behaftet. Kannte ich so noch nicht. Also nach einer Weile des Suchens: Lost! Ab und zu hab ich mal jemanden gefunden, aber auch die Erfolge waren nur von kurzer Dauer. Es war halt voll und laut und groß und securityverseucht…nicht so einfach, da verstecken zu spielen. Aber im Prozess des Suchens gabs es ein paar liebreizende Begegnungen, die Erkenntnis, dass der Publikumsvergleich zwischen der rechten Seite des Saals und der linken einem Vergleich zwischen den Bewohnern von Kreuzberg und Hellersdorf gliche.
Leider ist daher zur Party selbst nicht soviel zu sagen: Mc Rene war aus meiner Sicht schon fast blamabel. Selten jemanden so unbeholfen mit dem Publikum interagieren sehen. Spax wiederum hat das wieder voll rausgerissen-raptechnisch auf Höchstniveau und auch noch auf einer Wellenlänge mit dem Publikum. Stiebers haben zwar gut Show und Party gemacht, waren vom Sound her aber eher schlecht. Fragt man sich, woran das lag, wenn bei Spax alles astrein war. Too Strong war irgendwie enttäuschend Das mag allerdings daran liegen, dass ich mich speziell auf die besonders gefreut habe, aufgrund der vorangegangen Ereignisse aber schon etwas angenagt war. Ein kleines Highlight für mich: es gibt kaum etwas geileres, als HipHop mit Liveband…dafür gibt’s auf jeden Fall Extra-Punkte.
Um das Mysterium aufzuklären: die Hälfte meines Geleits hätte ich nicht finden können, da es sich speiend zuhaus befand. Und um neben den ganzen persönlichen Trivialitäten des Abends noch einmal ein Fazit abzugeben: die Jam an sich war sicherlich grandios- der Eintrittspreis war mehr als fair, der Abend war lang, kein durchgeschleuse von Künstlern, jeder hatte ausreichend Zeit, Stimmung war an sich gut, wenn auch schwerstens alkoholisiert. Überhaupt war die Auswahl an Künstlern ein mutiges Statement für den (alten) deutschen Rap…wer braucht schon die neue deutsche (Rap-)Welle!? Ein dickes Lob für die Aktion an Krasscore!!
(YB)
Einsortiert unter: Film/TV/YouTube und Co., Musik | Tags: Bizzare Ride, Delicious Vinyl, Festsaal Kreuzberg, Oh Shit, Pharcyde, Trinity Music, Yo Mama
Ich weiß nicht recht, wie ich anfangen soll… Eigentlich wär der Abend schließlich allein mit dem Wort “Hammergeil” ausreichend zusammengefasst…. Dennoch belästige ich euch mit Details.
Ich hab The Pharcyde schonmal Live gesehen. Das war in Jena, ca 2006 würd ich sagen. Damals schon n Hammerkonzert gewesen, mit einer Anlage, die so laut war, dass man kontinuierlich das vibrieren der Trommelfelle spürte. Die Entscheidung, ob das nun Fluch oder Segen ist, obliegt jedem allein.
Nun gestern Festsaal kreuzberg. Wer meine Texte verfolgt, dem wird es aufgefallen sein: häufig scheitert der Abend aus meiner Sicht am Ton(-mann). Scheitern mag hart formuliert sein, aber die Qualität leidet schon arg. Nun das Phänomen: der Ton war echt ordentlich. Deckt sich mit einer weiteren Theorie meinerseits: Frauen sind die besseren DJ´s. Irgendwie immer tanzbarer, immer grooviger, harmonischer. Scheinbar gilt dasselbe für Frauen, die am Mischpult stehen. Ich hab nichts zu bemängeln, das allein ist Grandios!
Club voll, ausverkauft, scheinbar muss man sie doch nicht vorstellen, wie in meiner Ankündigung vermutet. Publikum bestens gelaunt, DJ legte feinste Mucke auf…die Ruhe vor dem Sturm!
Dann…The Pharcyde…Bäääääämm!! Bizzare Ride II The Pharcyde…Name=Programm! Ich weiß nicht mehr, was der erste Track war (Oh Shit?), aber auf jeden Fall gings ab da an schwerstens zur Sache- die Herren haben Erfahrung und im Gegensatz zu vielen ihrer Generationskollegen (ja, hier der Zeigefinger an all die Rapper, die sich nicht genug Müge geben!) nutzen sie das auch. Mal chilliger, mal richtig Party, mal BootyShake, mal springen…Hammer! Harmonie auf der Bühne und im Publikum. Tanzschritte, Choreos…Man musste die Männer auf der Bühne einfach ins Herz schließen- ältere Männer, die richtig Spaß haben. Ich wette, das macht nicht nur dem Publikum mehr Spaß als Rapper, die halbherzig irgendeine Show runterreißen. Dann Konzertende, keine Ahnung, wie lang es ging, es war einfach königlich! Meist enden solche Abende mit halbherzigen AfterShow-DJs, die möglichst effektiv Rausschmeißer laufen lassen, um den Laden schnell leer zu kriegen. Hier sticht der Festsaal heraus: schon bei Asap Rocky gabs Aftershow-Musik vom Feinsten. So auch gestern. Und nachdem dann auch noch die Strafe fürs Überziehen verteilt war, wurde erstmal noch eine gute halbe Stunde richtig ernst gemacht! Thats the Spirit! Der Kunde ist nunmal König…und der Kunde war das Publikum…und das wurde fürstlich bedient!
(YB)
Einsortiert unter: Film/TV/YouTube und Co., Musik | Tags: Bob Marley, Ky-Mani, Reggae, Streetlife International, Yaam
Es ist, wies ist: egal, was er selbst leistet, er ist und bleibt der Sohn von Bob Marley und der ehemaligen jamaikanischen Tischtennis-Landesmeisterin Anita Belnavis. Und ja, er hat noch ein paar populäre Geschwister. Allerdings muss man auch gestehen, dass es durchaus schlimmeres gibt. Abgesehen davon hat der 36-jährige
Ky-Mani Marley einiges abseits des Daseins als Abkömmling der Reggae-Legende geleistet: Sportler, Schauspieler, Musiker. 1996 nahm er sein Debut-Album mit dem treffenden Titel „Like Father Like Son“ auf. Durch weitere Album-Veröffentlichungen und etlichen Collabos, unter anderem mit Mya, Beenie Man, Mr. Vegas, Young Buck, Afu-Ra und Wyclef Jean, bleibt er bis heute aktiv. Morgen kann man ihn mit den Supports Mamadee Mayembé und Malayika Live im Yaam erleben. Perfekte Lokation für jeden Reggaekünstler, der Berlin mit seiner Anwesenheit beehrt.
Ach ja, Valentinstag ist auch noch…bla
14.2.13, Yaam
Alle nötigen Infos zum Konzert findet man hier. (YB)
Einsortiert unter: Film/TV/YouTube und Co., Musik, Verlosung | Tags: Bizarre Ride, Delicious Vinyl, Drop, Festsaal Kreuzberg, Passin me by, Pharcyde, Runnin, Trinity Music
Muss man sie vorstellen? Mittlerweile eventuell leider(!) schon… immerhin ist es ruhig um sie geworden und die musikalische, speziell hiphoppige, Landschaft hat sich verändert und findet erst langsam wieder den weg zu der solideren Basis zurück.
Es möge also beginnen:
The Pharcyde-eine kurze Einführung
Erstens ist allein das Label, auf dem der bizzare Ride der Band begann eine Erwähnung wert: Delicious Vinyl! Das ´87 gegründete Label zeichnete sich durch ein paar Releases aus, die bis heute absolute Klassiker sind: Masta Ace´s „Sittin on Chrome“…sagen wirs so: eine einschlägige berliner HipHop-Partyreihe bzw. Dj-Kollektiv hat sich nach einem Track aus diesem Album benannt. Tone-Loc, Young MC, J-Dilla und eben The Pharcyde kommen zu den Referenzen hinzu.
Zurück zu letzteren: Die ´89 in L.A. geformte Gruppe, bestehend aus den Gründungsmitgliedern “Slimkid”, “Fatlip”, Imani Wilcox und “Bootie Brown”, erhielt ´91 ihren Plattenvertrag und enterte mit ihrem ersten Album „Bizarre Ride II The Pharcyde“ ´92 die Charts. Auch ihr zweites Album „Labcabincalifornia“ hatte durchaus soliden Erfolg. Aus diesen beiden Alben stammen auch die bekanntesten Tracks wie „Passing me by“, „Runnin“, und „Drop“(das legendäre Rückwärts laufende Video)- alles absolute Klassiker, „Evergreens“ wie man so schön sagt, die passen immer und überall, könnt man wohl selbst beim Slipknot-Konzert spielen und die Leute würdens feiern.
Ab dem dritten Album „Plain Rap“, welches auf Four music erschien, fängt die leise Phase an: zwar werden noch 2 weitere Alben released, aber aufgrund mangelnder Chartplatzierungen kriegt man davon nicht allzuviel mit. Scheinbar trennte sich The Pharcyde zwischenzeitlich, immerhin ließen sie 2008 ihre Reunion verkünden- und nun die Tour. Genug Hits um ein Konzert zu füllen haben sie ja allein auf den ersten beiden Alben. Unter anderem machen sie halt im Festsaal Kreuzberg. Das freut mich…und euch am besten auch:wir verlosen mit Unterstützung des Veranstalters Trinity Music nämlich 2×2 Karten für das Konzert.
Aber nicht einfach so-erst muss man eine gewohnt schwere Frage beantworten, nämlich: Um was geht es in diesem Text?
a)Schweinskopfsülze
b)The Pharcyde
Die hoffentlich richtige Antwort inkl. Namen bitte an j.gube@blank-magazin.de schicken
Viel Glück!
Bizzare Ride II The Pharcyde, 17.2.13, Festsaal kreuzberg
Alle nötigen Infos zum Konzert findet man hier. (YB)








