Faceyourmagazine's Blog


Dilated peoples…Proper Propaganda Live on stage!
Oktober 31, 2013, 10:26 vormittags
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Nachdem ich letztens schon von Sean Price berichtete und dabei bereits klar wurde, dass es durchaus Rapper oder aber Rap-Kombos gibt, die in der Öffentlichkeit nicht die Aufmerksamkeit kriegen, die sie verdient hätten. Und siehe da, es folgt gleich das nächste Beispiel: die Dilated Peoples. Bestehend aus Iriscience, Evidence und DJ Babu gibt es die Band schon seit 1992. Ursprünglich unter dem Namen Dilated Pupils. Den Namen mussten sie aber ablegen. Wahrscheinlich ganz gut, passt der aktuelle doch besser zu ihrem Sound! Das Album „The Platform“ kam tatsächlich erst im Jahr 2000 auf den Markt und kennzeichnet meinen Einstieg in ihre Sphären. Ich kann garnicht mehr zählen, wie oft ich das Album gehört habe. Richtig solider, ol´ skul´ HipHop mit textlichem Niveau. Diese Kombination funktioniert wahrlich nicht immer. Hier schon, dennoch muss man konstatieren: die breite Maße mag intelligente Texte im HipHop eher weniger, außer die kommt mit Live-Band daher. Kann man auch Verständnis für haben, muss man aber nicht. Über „Expansion Team“ hin zu „Neighborhood Watch“ wurde der Sound langsam gefälliger, poppiger. Höchstwahrscheinlich eben kein Zufall, dass die kommerziell erfolgreichsten Tracks(z.B. “This Way” mit Kanye West) auf eben jenem letzterwähnten Album enthalten waren. Ich muss auch gestehen, dass das meinen Ausstieg aus ihren Sphären markierte. Von den danach folgenden Alben „20/20“ und „The Release Party“ habe ich aufgrund meines Verdrusses nichts mitbekommen. Kann ich also Nichts zu sagen. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich über die Soloprojekte der einzelnen Mitglieder erfreut bin. So hatte man auch abseits poppigen Sounds noch die Möglichkeit, den Dilated Flavour zu spüren. „DuckSeason“ von Babu (wobei Vol.2 nicht so gut war) und „The Weatherman“ von Evidence waren wieder Alben wie man sie kennt und liebt. Das letzte Mal habe ich die Dilated Peoples in Erfurt vor gefühlten 1000Jahren gesehen. Damals haben sie hart gerockt…und wer das in einer Stadt wie Erfurt hinbekommt, der schafft das wohl überall! Die haben einen Brecher nach dem anderen gebracht, wobei ich gestehen muss, dass sie mich schon im Bann hatten, als sie mit „Live on Stage“ eröffneten. Doch wie bereits erwähnt: es ist schon 1000 Jahre her und war in Erfurt. Es wird also Zeit herauszufinden, ob sie es immer noch können. Das widerum ist der Vorteil von Bands, wie nie allzu erfolgreich waren: sie wurden nicht verwöhnt und liefern deshalb immer noch eine Hammershow, statt halbgaren gelangweilten Scheiß. Man darf also freudig gespannt sein! Das Konzert ist schon am Montag. Also an all die Peoples da draußen, die auch Dilated sind: schnell losrennen, Ticket kaufen und am Montag ab in den C-Club!

Dilated Peoples, 4.11., C-Club

alle Infos zu Konzert und Tickets findet ihr hier.

(YB)



I-i-i-i-its m-m-major l-l-l-lazer!!
Oktober 31, 2013, 9:50 vormittags
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The+Jillionaire++Major+Lazer+DJ+Set+majorlzaer

Captain Jack war 90er, heut ists Major Lazer. Der ist, was seine musikalische Laufbahn betrifft, noch ein Welpe. Das Bündel ist ca. 4 Jahre jung und erfreut sich dennoch größter Beliebtheit inklusive treuer Fanbase. Doch wie kann das sein? Liegt es an der bewegenden Geschichte des Majors, welcher, in seiner Rolle als Nachtclubbesitzer in Trinidad, aufgrund einer 1984 bei den Zombiekriegen zugezogenen Verletzung eine Laserkanone als Arm trägt und nun als Agent für CIA und MI6 tätig ist? Oder hängt es evtl doch eher damit zusammen, dass der Major nur eine Fantasiefigur ist, die von jemandem kreiert wurde, der musikalisch alles andere als ein unbeschriebenes Blatt ist? Diplo ist nämlich schon seit 2003 aktiv. Höchstwahrscheinlich hängt Beides zusammen. Ich meine, was macht einen Produzenten, der seit Jahren durch seinen innovativen elektronischen Sound, zusammengesetzt aus Bausteinen des Baile-Funk, Dancehall und HipHop, besticht noch attraktiver? Genau, wenn er auch noch Humor beweist und solch skurillen Action-Charactere erfindet. Wobei auch seine Videos von einem durchaus ausgeprägten humoristischen Gespür zeugen (Bubble Butt…ich hab mich totgelacht). Ich kenne Diplo tatsächlich erst seit dem Remix-Album von Santigold. Leif aber Wochenlang auf Endlosschleife. Auch Bands wie Schlachthofbronx wurden mir durch ihn eröffnet, die sind bezeichnenderweise (Sound ist durchaus vergleichbar) auch auf seinem Label gesigned. Doch ehe Missverständnisse aufkommen: Major Lazer, das ist nicht nur Diplo. Die Kombo entstand 2009, als Diplo sich mit Dubsided-Labelboss Switch zusammengetan hat und noch im selben Jahr ihr Debutalbum “Guns don´t kill people..Lazers do”. 2012 beendet jedoch Switch seine Zuzsammenarbeit. Ersetzt wurde er durch Jillionaire. Bereits letztes Jahr beehrte uns Major Lazer mit einem Besuch auf seiner Mission das Publikum hart wegzuballern und niemanden zu verschonen…Ich war zwar nicht da, aber ich habe Videos gesehen. Fazit: Everybodys Down- Mission accomplished!

Major Lazer, 14.11., C-Halle

alle Infos zu Konzert und Tickets findet ihr hier.

(YB)



Sean Price…Still Underground Somehow
Oktober 8, 2013, 12:25 nachmittags
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Er ist kein Newcomer, bei Weitem nicht. Er war immer da. Er ist auch jetzt noch hier. Trotzdem ist er nur Wenigen ein Begriff. Das mag daran liegen, dass er meist Bestandteil von Rap-Formationen war. Eigentlich einschlägige Namen: Heltah Skeltah, Boot Camp Clikk- aber eben Formationen…Da geht der Einzelne schnell mal unter. Die Solo-Projekte des New Yorker Rappers waren zwar solide, köchelten allerdings mehr unter der Oberfläche des Mainstreams. Das ist prinzipiell keine schlechte Sache. Wie sagte Helge Schneider: Nur weil alle Lachen, heißt das nicht, der Witz war gut. Und wenn nur einer lacht, heißt das nicht, der Witz war schlecht. Es ist ja auch nicht der einzige MC, dem nicht das verdiente Maß an Anerkennung zuteil wird. So erfreut sich eben ein illustrer Kreis in Form einer soliden Fanbase an Sean Price Werken. Seit den 90ern versorgt er diese nun. 41 Lenze zählt er mittlerweile. Im Laufe dieser Zeit dürfte er wohl im Zuge seiner Solo- oder auch Combo-Projekte mit so ziemlich jedem Rapper zusammengearbeitet haben. Zwischenzeitlich lief es wohl nicht so gut für ihn. Zwar hörte er nie auf Musik zu machen, musste aber zwischenzeitlich auf teils nicht ganz legale Nebeneinnahmequellen zurückgreifen, um sich über Wasser zu halten. U.a. dieser Umstand brachte ihm den Beinamen “the brokest rapper you know” ein. Doch hier geht’s ja um seine Musik. Unvergessen meinerseits sein Features mit den Jedi Mind Tricks. Die sind aber schon eine Weile her. Doch wie gesagt: Stillstand ist nicht in Sicht. Erst 2009 tat er sich mit Guilty Simpson und Black Milk zu der Combo „Random Axe“ zusammen. Auf das Album der 3 musste man allerdings 2 Jahre warten. Sein letztes Solo-Album „Mic Tyson“ kam 2012 auf den Markt. Da war der Mann 40….und im Gegensatz zu ein paar seiner Rap-Kollegen scheinen Erfolg und Wohlstand ihn noch nicht komplett domestiziert zu haben. Das ist gut für ihn. Und da er grad auf Tour ist, ist das auch gut für uns. Also: hingehen, Tribut zollen!

Sean Price, 27.10., Bi Nuu

alle Infos zu Konzert und Ticketerwerb findet ihr hier.

(YB)



Soundgarden und Graveyard
September 16, 2013, 7:41 vormittags
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Es ist,wie es immer ist: kaum wird das Wetter schlechter, wird man krank…Nach Wochen des Sonnenscheins ist der Körper nicht mehr gewappnet für feucht-kaltes Klima. Eine Teilschuld trifft einen meist selbst. Man will nich einsehen, dass das Wetter räudig ist und behält die Sommerklamotten an. Fehler der Sorte: schwer.
Erst recht,wenn man vorhatte, das Soundgarden-Konzert in der C-Halle zu besuchen. Zum Glück hat man Kollegen, die einem diese schwere Aufgabe dankend abnehmen. Denn es ist, wie es ist: Soundgarden spielen auch, wenn man krank ist und irgendwer muss ja hingehen. Dankbarerweise nahm er sich die Zeit eine kurze Review zu schreiben, um seine Eindrücke zu schildern.
Here we Go:

Soundgarden und Graveyard in der C-Halle
gut zwei Stunden gespielt in fast ausverkauftem Haus. Es gab wohl noch Karten, doch in Wirklichkeit war die Hütte einfach mal rappelvoll.
Publikum (30+ Fraktion) pilgerte aus ganz Deutschland zu ihren endlich wiedervereinigten (seit 2010) Grunge-Helden. Die Band um Sänger Chris Cornell stellte ihr neues Album „King Animal“ vor. Davon haben sie bestimmt acht Lieder gespielt. Klassiker aus alten Zeiten wie „Spoonman“ und „Rusty Cage“ durften natürlich nicht fehlen, nur auf „Black hole sun“ wartete man vergebens. Leider, denn viele Chris anschmachtende Mädchen warteten nur darauf.
Die Vorband Graveyard spielen in ihrem typischen Hippie-look ein mitreißendes Konzert, nur leider viel zu kurz. Super Sound und spielfreudige Jungs. Immer wieder gern!
Soundgarden allerdings haben mich nur die ersten 20 Minuten vom Hocker gehauen. Maßgeblich auch nur deshalb, weil auch das Publikum so irre mitgegangen ist. Äußerlich hat sich der Sänger zu früher kaum verändert: Wallelocken. Der Rest der Band altert mittlerweile in Würde. Doch das nur am Rande. Danach ebbte die Stimmung vor der Bühne ab. Bis zum Schluss klang alles sehr ähnlich und so kam bei mir so etwas wie Langeweile auf. Mit ein Grund wird der lästige Effekt des Halls gewesen sein, der den Gesang eher in ein Gejammer verwandelte. Sicher ist das technisch besser zu regeln. Will nicht sagen, dass die Band verstaubt ist, doch an eine Band wie Soundgarden hab ich hohe Erwartungen und so war ich schon etwas enttäuscht. Ich bin einfach nicht richtig mit ihnen warm geworden. Es war musikalisch mehr Monokultur als ein Soundgarden. Gitarren- Riffs, Schlagzeugspiel und natürlich Chris Cornells unverwechselbare Stimme sind nach wie vor richtig hammer, doch war für mich das Gesamtkonzept Soundgarden einfach nicht stimmig. Vergleichbar, wenn man sich im Kino einen Film reinzieht, dick Kohle für Eintritt und Popcorn hinblättert und sich, weil der Film eher so naja war, im Anschluss denkt: auf Kinox.to hätt ich das Gratis haben können. Mein Highlight war das Klangbrett aus verzerrter Gitarre und Bass (der ließ man echt die Hosen flattern und das Bier im Magen in die Richtung treiben wo es herkam) am Ende der Show als alle bereits von der Bühne waren und die Rückkopplung immer noch fleißig ihren Job machte. Schön Schön Schön, meine Ohren werden auf Lebenszeit an diesen abbauenden Moment zurück denken.



Ladies and Gentlemen, may we Introduce 2 u: Beatboxing meets Songwriting at its best
August 30, 2013, 10:31 vormittags
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Ich frag mich immer, wie sowas geht. Da erfährt man zufällig von Künstlern, sieht sie evtl sogar ebenso zufällig Live in eher kleineren Kneipen, und erfährt im Nachhinein: die sind nichtmal Unbekannt. Die sind sogar richtig Bekannt. Können tun die auch noch was. Dann ist man überrascht. Freudig überrascht. So geschehen gestern in der FC Magnet Bar. Die Künstler: Beatboxer Tom Thum und Songwriter Jamie MacDowell. Ersterer Australier, letzterer Kanadier. Zusammen der Hammer!
Besonders beeindruckt hat mich Tom Thum. Der Typ ist einer der Sorte Multitalent. Mithalten mit bekannteren Größen wie Dub FX und BeardyMan: kein Problem. Tom Thum hat ein Soundrepertoire, da fliegt einem der Schlüpfer weg. Doch nicht nur mir, nein, auch Anderen. Der Jury des TeamBattles bei der BeatBox Weltmeisterschaft 2005 zum Beispiel. Oder diversen Größen des HipHop, mit denen er auftreten durfte. Oder diversen Medien. Oder dem Publikum bei TEDx Sydney. Oder Oder Oder. Ich könnte jetzt noch sein eigenes Label erwähnen und wo und mit wem er nicht überall war und was er nicht alles gewonnen hat. Aber das könnt ihr auch selbst in seiner Biographie nachlesen.
Erwähnenswert ist wohl noch jene Fügung, die ihn mit Jami MacDowell, ebenfalls weder unbekannt, noch untalentiert, zusammenbrachte. Die beiden scheinen sich zwischen 2009 und 2012 musikalisch und persönlich im Zuge diverser Auftritte mit der australischen HipHop-Truppe „TomTomCrew“ lieben gelernt zu haben. Erlebt man die Beiden auf der Bühne spürt man die Harmonie. Sympathische lustige Typen mit einem ordentlichen Hand- und Mundwerk, die, und das ist das Wichtige, echt gut miteinander funktionieren. Gegenteiliges hat man beim Mauerparkauftritt von Dub FX und Rico Loop erlebt.
Doch zurück zu Jamie MacDowell und Tom Thum. Anderswo sind die Beiden schon wesentlich bekannter als hier. Wird Zeit, dass auch wir ihnen huldigen. Ein paar Leute habens in der FC Magnet Bar vorgemacht. Wird Zeit, dass auch ihr das tut. Nachmachen ist nicht immer schlecht… Wie in diesem Fall. Zwei Auftritte haben sie noch in Berlin. Also, Terminkalender entrümpeln, Termine reservieren, vorbeikommen, zelebrieren!

31.8. Le Chat Gris, 20 Uhr
3.9. Junction Bar, 21 Uhr

(YB)



Dub FX- Club mal ganz anders
Juli 23, 2013, 9:58 vormittags
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Am Sonntag gab Dub FX sich die Ehre im Astra….und es war ein Abend voller Überraschungen. Die erste Überraschung ereignete sich bereits ein paar Tage vor dem Konzert: Fuß gebrochen…Hammer…die letzten Male stets mit schier unglaublicher Zuverlässigkeit die Dub FX-Auftritte in Berlin verpasst- diesmal nicht, diesmal auf Krücken…the price to pay könnte man sagen. Egal, nörgeln auf hohem Niveau, immerhin ist er ja da- und ich auch! Egal wie…
Die zweite Überraschung: man merkte direkt, schon draußen, schon vorm Konzert: es wird ein harmonischer Abend. Die Leute waren alle gut drauf, ohne aber, wie üblich, offensichtlich verstrahlt zu sein. Äußerst angenehm und gesellig. Dennoch hält das Astra-Gelände die eine oder andere Schwierigkeit parat. Z.B. der grobe Kies im äußeren Chill-Bereich…auf Krücken der Tot! So wurde schnell klar: es gilt halbwegs nüchtern zu bleiben, um weitere und evtl größere Kollateral-Schäden zu vermeiden. Schwierige Mission…
Dann, Auftrittsbeginn.
Gleich die nächste Überraschung: angenehmer Füllstand im Astra. Das ist neu. Es gab Luft! Frische! Und es gab Platz! Viel! Und es gab immer noch Menschen! Entspannte!
Der Auftritt an sich war wirklich mal solide. Die 1-Mann-Wunderband namens Dub FX in full effect. Top Sound. Hammer Publikum. Ausgefeiltes Handwerk. Wie da die Füße über Pedalen und die Hände über Regler an Geräten huschen, deren Funktion ich nicht einmal kenne… und was dabei rauskommt ist nichts geringeres als: Musik! Selbstgemachte, sphärische Musik! Bemerkenswert zuzusehen, wie jemand einfach aus dem Nichts einen Beat aufbaut und das Ganze auch noch spielend einfach wirkt.
Die erste Hälfte des Konzertes war eher ruhig gehalten. Sphärische, ruhige Klänge mit Rap- und Gesangseinlagen. Man ahnte jedoch bereits- es handelte sich um die Ruhe vor dem Sturm. Für mich als neugeborener körperlich Eingeschränkter war dies die weniger frustrierende Phase des Abends. Getrost ein bißchen chilliger hin und herwippen. Doch all das sollte sich schlagartig ändern…war ja klar…man merkte, er baut Spannung auf, der Dub FX, um diese dann Schlagartig durch das Einsetzen von Drum n Bass-Beats zu entladen. Grandios! Erst recht, wenn man hüpfen und springen kann…ohne Worte…mir wurde ja glücklicherweise ein Stuhl gereicht. Fühlt man sich erst blöd, aber nur bis man merkt, wie sehr man ihn braucht und seine Anwesenheit genießt(gepolstert,mit Rückenlehne!). Pseudoabgehen zu Drum n Bass auf Krücken ist hart! Es wird nur noch härter, wenn eine lächelnde Elfe einem in sonderpädagogischem Ton erklärt, dass man ihr total Leid tue, sie aber hoffe, man habe trotzdem gaaaanz viel Spaß, um sich dann wieder hüpfend und springend in die Masse zurückzuziehen…Ich möchte aber sagen, sie hat es nur gut gemeint. Die Stimmung war einfach zu gut, um behinderte zu verarschen. Unwahrscheinlich, aber wahr!
Ab da an alles relativ kalkulierbar, deshalb auch „nur“ das Prädikat solide und bemerkenswert. Wie bereits in der Ankündigung folgt der Vergleich mit Beardy Man: der hat richtig mit dem Publikum interagiert und hier und da dann echtmal Ideen umgesetzt (Rammstein meets Theaterstadl), die nicht nur musikalisch, sondern auch humoristisch der Burner waren. Darin lag wohl der Hauptunterschied zwischen den beiden. Das deckt sich auch mit dem Statement meiner Begleitung: „er hat echt hammer abgeliefert, aber das Publikum nicht mitgenommen…“. Doch das soll jetzt garnicht zu negativ klingen. Es war eines der besten Konzerte in letzter Zeit. Das mag daran liegen, dass man nicht oft in den Genuß von (guten) Sound-Loop-Auftritten kommt. Es mag an meiner Freude über den endlich erlebten Dub FX- Auftritt liegen. Es mag an der körperlich Bedingten veränderten Wahrnehmung eines Konzerts liegen. Oder am Publikum. Oder am Wetter. Oder einfach daran, dass es ein großartiger Abend in großartiger Begleitung mit einem großartigen Musiker auf der Bühne war!
Apropos Bühne und apropos bereits in der Ankündigung erwähnte Gelegenheitsauftritt jenseits von Clubs: Dub FX und Rico Loop treten heute noch im Mauerpark auf. 14-18 Uhr…Hat er nach dem Konzert angesagt…. Wer wollte, konnte sich ruhig verarscht fühlen, Eintritt gezahlt zu haben…Aber wirklich nur wer wollte- Alle anderen freuten sich auf einen weiteren Auftritt dieser Soundakrobaten!

(YB)

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Dub-Dub-Dub…Dub FX
Juli 19, 2013, 8:50 vormittags
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Diverse Male beglückte er uns schon mit seinen Auftritten, diverse Male habe ich ihn verpasst: Dub FX! Der australische Beatbox- , Rap- und Sound-Loop-Künstler (Live!) Ben Stanford gehört neben Beardy Man wohl zu den Ikonen seines Fachs. Textlich unterscheiden sich die beiden jedoch deutlich- während der Bärtige Mann eher auf Entertainment at its Best setzt, sind die eingebauten Texte bei Dub FX eher Realitätsbezogen und kritisch. Soweit ich weiß, lagen seine Wurzeln in Straßenauftritten, bei denen er sein Können dem dispersen Publikum so mancher Fußgängerzone feilbot. Soweit ich weiß kehrt er heute noch, wenn auch wesentlich seltener zu diesen Wurzeln zurück.
Doch neben seiner eigenen Musik produziert er noch die anderer Künstler über sein Label Convoyun Ltd. Mit dabei unter anderem seine (aktuelle?) Freundin, die unter dem Namen Flower Fairy ebenfalls musiziert.
Seine auf Live-Auftritten, Produktionsarbeiten und sozialen Netzwerken basierende „Werbepolitik“ scheint, entgegen der Vermutung vieler, dass viel immer besser ist, solide Früchte zu tragen: nicht so berühmt, dass man nicht mehr ungestört auf die Straße gehen kann, aber berühmt genug, um eine solide Fanbasis sein eigen nennen zu dürfen, die Welt zu bereisen, garnicht mal so kleine Clubs zu füllen und nebenbei noch Bands, und hier sind wir bei einem schönen Beispiel für die eben erwähnte Vermutung „viel bringt viel“, wie die Antwoord supporten zu dürfen/können.Punkt.

Dub FX, 21.7.13, Astra Kulturhaus

Tickets und alle nötigen Infos zum Konzert findet man hier.

(YB)




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