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VERWALTEN IST AUCH WIRKLICH DAS SCHLIMMSTE: Max Herre und Thees Uhlmann im Interview über Sponsoring, Adult Contemporary, die Einfachheit von Songwriter-Scheiben und Stardom im Allgemeinen
August 25, 2009, 10:50
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Letzten Sommer trafen sich Robert Stadlober und Johannes Finke mit Max Herre und Thees Uhlmann, um ein längst überfälliges Interview zu führen. Aus aktuellem Anlass und zur Vorbereitung auf die nächste BLANK-Ausgabe, haben wir dieses Interview in seiner vollständigen Länge und Blüte an dieser Stelle noch mal verfügbar gemacht und den Print-Fängen entrissen (Im Folgenden steht ‘FM’ für Facemagazin, das Magazin in dem das hier vorliegende Interview im August letzten Jahres als Titelstory erschien).

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Max Herre verspätet sich. Er hat sich beim Kicken die Rippe geprellt. Und Vater ist er ja auch. So wie Thees Uhlmann. Der kommt gerade direkt aus Wales. Man hatte ihn eingeladen, um mit Feridum Zaimoglu eine Episode des beliebten Fernsehformats „Durch die Nacht mit…“ aufzuzeichnen. Es hat offensichtlich Spass gemacht. Da in Wales. Die Laune ist nicht die schlechteste. Aber die Zeit wird knapp. Mittags müssen beide zurück in die Vaterrolle. Aber auch das scheint beiden Spaß zu machen. Man kann hier durchaus das Wort Erwachsensein gebrauchen. Und auch von Verantwortung könnte die Rede sein. Steigen wir also in das Gespräch an einem Punkt ein, der imstande war, nachhaltig zu sein: der Jugend und der ersten bewussten Konfrontation mit Musik, die Jahre später bei dem einen dazu führte, spätestens mit dem Song „Anna“ einer der ersten großen Protagonisten des deutschen Hip-Hop zu werden, und bei dem anderen, den Tourbegleiter von Tocotronic zu geben, dies mehr oder weniger literarisch zu verarbeiten und die Band Tomte zu gründen, die nun mittlerweile seit mehreren Jahren zu den Grundpfeilern des deutschen Indie-Rock zählt. Doch wie man diesem Gesprächsprotokoll entnehmen kann, würden beide gerne einfach nur „Adult Contemporary“ sein, denn so kann man ein musikalisches Genre auch nennen – und da ist es wieder, das ‚Erwachsensein’ – also, noch mal zurück:


THEES UHLMANN: Was hat man denn mit 15 für Soul gemacht? Bei uns auf dem Dorf gab es zwei Mods, die dann wahrscheinlich The Jam und Punk gehört haben. Was war das für Soul, an den ihr angedockt habt?
MAX HERRE: Ich hatte das Glück, dass ich mit 11 eine Freundin hatte, deren Mutter eine riesige Plattensammlung hatte und ich hatte immer Jugendfreunde, deren Eltern solche Musik gehört haben.
TU: Guter Satz: „Ich hatte mit 11 eine Freundin, deren Mutter eine große Plattensammlung hatte.“
MH: Ja, bis ich 14 war. Der Vater war Bassist. Und wir haben uns das Zeug immer auf Kassetten gezogen. Durch meine ältere Schwester hab ich dann so Sachen wie Kool and the Gang und so Zeug kennengelernt. Sie hatte auch die ersten Platten von Stevie Wonder und Curtis Mayfield. Stuttgart zwar ziemlich schnell Soul-Kultur. Ähnlich wie in Hamburg…
TU: Also, was dieses Hamburg-Umfeld angeht und die Musik, die wir alle gehört haben, muss ich sagen, dass ich von13 bis 20 ausschließlich Musik hörte, die eine harte Ausstrahlung hatte. Halt auch wegen den Eltern und so. Da kann ich mich an tolle Szenen erinnern. Musik als Pubertätsbeschleuniger.
MH: Vielleicht bist du auch ein bisschen jünger als ich und es gab da nicht so viel.

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Modetrends im neuen deutschen Film
Juni 30, 2009, 12:58
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Im Sommer haben Filmemacher Hochsaison, so auch Richard Wilhelmer und sein Kameramann Julius von Bismarck, die zur Zeit einen Film in Berlin drehen. Mit dabei sind Robert Stadlober, Paula Kalenberg, Eva-Maria May und David Winter und ja, wenn man das Foto gensauer betrachtet kann man sogar erkennen, dass da eine Pfeife um den Hals baumelt und somit ist klar: David Winter spielt einen Bademeister. Vielleicht verraten wir die Tage noch etwas mehr über diesen Film.
bademeister



Lesung Robert Stadlober
Mai 18, 2009, 1:38
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Für alle die an einem Montagabend noch etwas für ihr Gewissen und das Nicht-Vergessen machen wollen liest und spielt heute Abend Robert Stadlober im Polittbüro Hamburg, Steindamm 45, aus den Tagebüchern von Mihail Sebastian.