Gespeichert unter: Heft, Musik | Schlagworte: Thees Uhlmann, Robert Stadlober, Tomte, Melt!, Max Herre, Fanta 4, Kolchose, Hip Hop, Indie-Rock, Sponsoring, Shibuya, Johannes Finke
Letzten Sommer trafen sich Robert Stadlober und Johannes Finke mit Max Herre und Thees Uhlmann, um ein längst überfälliges Interview zu führen. Aus aktuellem Anlass und zur Vorbereitung auf die nächste BLANK-Ausgabe, haben wir dieses Interview in seiner vollständigen Länge und Blüte an dieser Stelle noch mal verfügbar gemacht und den Print-Fängen entrissen (Im Folgenden steht ‘FM’ für Facemagazin, das Magazin in dem das hier vorliegende Interview im August letzten Jahres als Titelstory erschien).

Max Herre verspätet sich. Er hat sich beim Kicken die Rippe geprellt. Und Vater ist er ja auch. So wie Thees Uhlmann. Der kommt gerade direkt aus Wales. Man hatte ihn eingeladen, um mit Feridum Zaimoglu eine Episode des beliebten Fernsehformats „Durch die Nacht mit…“ aufzuzeichnen. Es hat offensichtlich Spass gemacht. Da in Wales. Die Laune ist nicht die schlechteste. Aber die Zeit wird knapp. Mittags müssen beide zurück in die Vaterrolle. Aber auch das scheint beiden Spaß zu machen. Man kann hier durchaus das Wort Erwachsensein gebrauchen. Und auch von Verantwortung könnte die Rede sein. Steigen wir also in das Gespräch an einem Punkt ein, der imstande war, nachhaltig zu sein: der Jugend und der ersten bewussten Konfrontation mit Musik, die Jahre später bei dem einen dazu führte, spätestens mit dem Song „Anna“ einer der ersten großen Protagonisten des deutschen Hip-Hop zu werden, und bei dem anderen, den Tourbegleiter von Tocotronic zu geben, dies mehr oder weniger literarisch zu verarbeiten und die Band Tomte zu gründen, die nun mittlerweile seit mehreren Jahren zu den Grundpfeilern des deutschen Indie-Rock zählt. Doch wie man diesem Gesprächsprotokoll entnehmen kann, würden beide gerne einfach nur „Adult Contemporary“ sein, denn so kann man ein musikalisches Genre auch nennen – und da ist es wieder, das ‚Erwachsensein’ – also, noch mal zurück:
THEES UHLMANN: Was hat man denn mit 15 für Soul gemacht? Bei uns auf dem Dorf gab es zwei Mods, die dann wahrscheinlich The Jam und Punk gehört haben. Was war das für Soul, an den ihr angedockt habt?
MAX HERRE: Ich hatte das Glück, dass ich mit 11 eine Freundin hatte, deren Mutter eine riesige Plattensammlung hatte und ich hatte immer Jugendfreunde, deren Eltern solche Musik gehört haben.
TU: Guter Satz: „Ich hatte mit 11 eine Freundin, deren Mutter eine große Plattensammlung hatte.“
MH: Ja, bis ich 14 war. Der Vater war Bassist. Und wir haben uns das Zeug immer auf Kassetten gezogen. Durch meine ältere Schwester hab ich dann so Sachen wie Kool and the Gang und so Zeug kennengelernt. Sie hatte auch die ersten Platten von Stevie Wonder und Curtis Mayfield. Stuttgart zwar ziemlich schnell Soul-Kultur. Ähnlich wie in Hamburg…
TU: Also, was dieses Hamburg-Umfeld angeht und die Musik, die wir alle gehört haben, muss ich sagen, dass ich von13 bis 20 ausschließlich Musik hörte, die eine harte Ausstrahlung hatte. Halt auch wegen den Eltern und so. Da kann ich mich an tolle Szenen erinnern. Musik als Pubertätsbeschleuniger.
MH: Vielleicht bist du auch ein bisschen jünger als ich und es gab da nicht so viel.
Gespeichert unter: Gossip, Sport, vor ort | Schlagworte: Beatsteaks, Daniel Brühl, Kart, Kilian Kerner, Sarah Kuttner, Sascha Lobo, Thees Uhlmann, Tom Schilling, Vladimir Klitschko

Dienstagabend fanden in Berlin die mittlerweile schon traditionellen Wettkämpfe im „Im-Kreis-mit-Kart-fahren“ statt, ein von Red Bull organisiertes Spektakel, zum dem einen der Ehrgeiz, Durst, fette Antrittsgelder oder eben das Spektakel ziehen. So erging es u.a. auch Vladimir Klitschko (neben mir: „Schon interessant, dass weibliche Begleitungen von Boxern tatsächlich so aussehen, wie man sich die vorstellt“), Sarah Kuttner, Sascha Lobo, den Beatsteaks (waren an diesem Abend als DJ-Tag-Team verpflichtet), Daniel Brühl, Rainald Goetz und Tomte-Frontmann Thees Uhlmann. Doch Sieger kann es nur einen geben und der hieß, wie bereits in den vergangenen Jahren: Tom Schilling. Anlässlich seines 27ten Geburtstages mit einer Wild-Card ausgestattet, verflogen die Hoffnungen der Konkurrenz schon beim Anblick des schmächtigen Schauspielers, den Katja Kuhl vor wenigen Wochen bereits im Umfeld von Motorenöl und Reifengummi für BLANK fotografierte – übrigens ausgestattet von Herrn Kilian Kerner höchstpersönlich. Doch wesentlicher sind…



