Faceyourmagazine's Blog


I need a busdriver – Berliner Wohnzimmerfeeling
April 30, 2012, 4:24 nachmittags
Filed under: Musik, vor ort | Schlagwörter: , ,

Es bedarf einer kleinen Einleitung: Mein Fuß ist im Eimer. Glatter Bruch, wird noch mit ein bisschen Metall versehen. Diese Information ist in sofern wichtig, als dass ich mich letzten Freitag trotz dessen nicht davon abhalten ließ, den Auftritt von Busdriver zu begutachten.

Ich fand schon grandios, dass der überhaupt aus der Versenkung geholt wurde. Seit Jahren hab ich nichts gehört von dem Mann. Also hin da. Skalitzerstr. 134. Im 3. Stock. Eine pure Freude mit Krücken, aber kein Hindernis. Erstmal oben angekommen erwartet mich Leere und erste Zweifel, ob der Akt die Treppe hoch sich wirklich gelohnt hat machen sich breit. Also zunächst: Bier! Nicht zuviel, man muss ja die Treppen auch wieder runter. Und zwar nicht head first.

Dann, laute Beats, Amewu auf der Bühne, Dj Werd an dem Tabel/LapTop – gute Wahl von einer Welt aus Hack. Amewu: Top-Rapper, Wird: Hammer-Beats, allerdings auch das eine oder andere Kommunikationsproblem zwischen den beiden. Aber halb so wild.

Man sah Busdriver bereits im Publikum. Vorfreude machte sich breit, Zweifel über das lohnen des Aktes hin zum „Club“ beseitigt. Das Wort „Club“ deshalb in Anführungsstrichen, da die Lokation so groß war wie ein gehobenes WG-Wohnzimmer. Perfekt aber eigentlich für die Acts: klein, abgeranzt und gefühlte 1000° heiß. Etwas für Liebhaber. So wie die Künstler es selbst sind.

Nach Amewu dann Busdriver. Die One-Man-Band hat richtig Energie gegeben, war innerhalb kürzester Zeit durchnässt. Die Musik irgendwo zwischen Goa, Drum n Bass, DubStep, Reggae und HipHop. Bei der Mischung blieb er nicht der einzig durchnässte. Leider bin ich irgendwann an meine Grenzen geraten und musste meinen bekrückten Körper mal an die Frische Luft bewegen, schweren Herzens natürlich. Schöner Abend in intimer Runde. Ich würde gerne höhere Lobestiraden starten, aber mein Zustand hat mich geblendet. Also einfach das Statement meiner Begleitung: „Hammer,ich kannte ja beide noch nicht, aber zeck ich mir auf jeden Fall mehr von rein!“ Word!

Und nochmal danke an die Welt aus Hack-Leute, dass sie das so kurzfristig, trotz aller Bedenken, klargemacht haben! Ganz feiner Abend! (YB)





Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.