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Wo ist der neue Feminismus?

„Schönsein ist so öde.“ – Neues wagen scheinbar auch. Das Missy Magazine ist zwar eine ernstzunehmende Bereicherung des Zeitschriftenmarktes, dem Anspruch, ein Sprachrohr für die einflussreichen, hellwachen Frauen von heute und morgen zu sein, genügt es hingegen nicht.

Ein ganzes Magazin den Frauen, ihren Herzensangelegenheiten, Stolpersteinen und Ideen zu widmen und sich dabei stark vom Angebot der Hochglanzblätter mit Appell an die perfekte Tussi abzugrenzen, hätte man für den deutschen Pressemarkt nicht erwartet. Die Anzahl der Magazine, in denen Frauen von anderen Frauen für dumm verkauft werden, hat sich nicht auf eine erträgliche Schar gesundgeschrumpft. Ihre Sprache hat zudem die Frauenbewegung wieder auf den Einsatz von Schönheit und den Reiz des weiblichen Körpers zur Verbalisierung der weiblichen Forderungen reduziert. Köpfchen kennt der Journalismus für Frauen nicht. Es sieht heute so aus, als „beschränke sich die Frauenbewegung mit einhelligem Kopfnicken, dass die Frau von heute keine Emanzipation mehr benötige“ (Violetta Simon: Germany‘s Next Role-Model. sueddeutsche.de vom 05.03.2009). Dass intelligenten Frauen unter 30 kein Printprodukt zur Verfügung stand, das sie als Hauptzielgruppe ansprach, ist einem großen Verlagshaus in den letzten Jahren nicht aufgefallen. Anstatt sich dieser Marktlücke anzunehmen, verspürt man die Einstellung von Park Avenue und Vanity Fair als Verlust und stopft unzählige Frauenwebportale in Rosé-Schattierung lieblos ins Netz, die weiterhin an Frauen mit Appetit auf Politik, Kontroverse und Schöngeist vorbei schlittern. Heidi Klums Erniedrigung junger Laufstegaspirantinnen mit kritischer Miene zur Kenntnis zu nehmen, gilt heute bereits als frauenrechtliches Engagement.

Es ist bezeichnend für den Stand der Emanzipation und den Rückschritt, den diese beschreitet, dass von Redakteurinnen geführte Blätter die Darstellung der Frau als ganzheitliches Geschlecht nicht vollbringen, sie nicht auskommen ohne Modestrecken mit Mannequins, deren Knochigkeit Sex und Vernunft entbehrt, sie die Beschränkung der weiblichen Interessen auf Haute Couture, Beauty, Innenarchitektur und Diät nicht vermögen aufzubrechen, ohne sehnsüchtigen Blick nach Hollywood und Traumspiel des Horoskops nicht auskommenend.

Das Missy Magazine

Das Ende 2008 erstmalig erschienene Missy Magazine erfüllt, was Anzeigenverkäufer in Angstschweiß ausbrechen lässt: Die Zeitschrift, die sich selbst und ihre Zielgruppe mit dem Claim „Popkultur für Frauen“ sehr klar und doch weit interpretierbar beschreibt, ist an eine Gruppe weiblicher Wesen adressiert, die bislang kommerziell keine bedeutende Rolle gespielt haben und ihr Stück zum Kuchen der Werbeeinnahmen mit der Lektüre von Magazinen wie brand eins, Intro, dem Spiegel und überregionalen Tageszeitungen beigetragen haben, sowie abseits des für deutsche Verlage relevanten Marktes ihre intellektuelle Befriedigung im Zwiegespräch, in Zines, Blogs, sowie englischsprachigen Print- und Onlinemedien gesucht und gefunden haben. Wie beschreibt Marketing-Deutsch junge Frauen, die Wimperntusche, Lipgloss und Conditioner alltäglich benutzen, deren Brechreiz bei den zuständigen Werbespots und –anzeigen nur schwer zu kontrollieren ist? Kann ein Magazin mit feministischem Anspruch glaubhaft eine pink eingefärbte Seite mit Südseefeeling neben einem redaktionellen Artikel platzieren? In Missy #2 hat noch kein Frauenprodukt gewagt, für sich zu werben. Ein Grund mehr, die Art der Werbeansprache für ein Durchdringen zu einer „neuen Generation junger Frauen“ (Missy-Mediadaten) zu überdenken: Es ist nicht alles Gold, was pink glänzt – auch wenn die 5-jährige Tochter des Kreativchefs diesem leicht suggerieren mag, dies bliebe auch nach Ende der Pubertät für immer ihre Lieblingsfarbe.

Das ästhetische Farbempfinden von jungen Frauen für ebensolche umgesetzt, findet sich seit der ersten Ausgabe der Missy in der Gestaltung des Hefts. Insgesamt spielt die Artdirektion eher mit der düsteren Seite der Palette: die emanzipierte Frau, das unnahbare und mystische Geschöpf, gerade der Emo-Phase entwachsen und kurz vor dem Sprung auf die Stufe der Gehaltstreppe, die eine teure und elegante Garderobe in gedeckten Tönen auf Dauer ermöglicht. Oder eben die urbane Göre Mitte zwanzig, die das finstere Farbportfolio aus H&M, American Apparel und Berliner Jungdesignern zusammenstellt.

Der Rahmen für die Weiblichkeit

Mit dieser modischen Zielgruppeneingrenzung aus Holzfällerhemd und Lamé-Leggins nähert man sich nun dem Kern der Herausforderung, die das Missy-Team, bestehend aus Sonja Eismann, Chris Köver und Stefanie Lohaus, als eigenen Anspruch artikuliert, aber auch in der zweiten Ausgabe des Heftes nicht meistern konnte. Die zarten Baumwollstoffe des amerikanischen Großkonzerns, der zwar stets politisch ambitioniert ist, aber sein Image grundsätzlich über die junge Frau als Sexobjekt inszeniert, zieren dieses Mal sogar die Titelseite der Missy. Sie kleiden Schauspielerin Sandra Hüller für ein biederes Bild, versehen mit ihrem Zitat: „Schönsein ist so öde.“ In der Aufbereitung des Eingangstors der Missy offenbart sich somit die Widersprüchlichkeit zwischen Anspruch und Sein, die das Magazin konsequent prägen. Korrespondierend zu der Abkehr an die schöne Frau – eine ausgelutschte feministische Phrase – scheint Neues wagen ebenso öde, wie schön sein. Sexismus und freiwillige Unterordnung des weiblichen Geschlechts – zwei Dinge, die eine junge Szene in Orientierung an Hipstertum, Vice-Magazine und dem eigenen Ego als Beruf zelebriert, und Frauen als Errungenschaft verkauft – erfährt keine Auslösung über den Weg, die Symbolik (in diesem Fall American Apparel) in einen feministischen Kontext zu übertragen, umzukehren und für dieses Feld ausgewählte Vertreterinnen in altbekannten Gemeinplätzen sprechen zu lassen.

Missy bedient sich in der redaktionellen Umsetzung der Klischees über Frauen, die sie zunächst vermeiden wollten. Wertet man die Ausgaben #1 und #2 hinsichtlich der adressierten Stereotypen aus, findet man vieles, das die ausgerufene Freiheit der jungen Feministin beschneidet und auf die Schreiberin und Leserin zurückführt, die wir seit jeher aus der Popkultur kennen: Die Abkehr ins Schräge und Seltsame, statt Mut zur Schönheit; eine Überthematisierung der Facetten der Unterdrückung, statt Mut zu Intellektualität und steiler, politischer Argumentation; das Strotzen vor Selbstbewusstsein und Ja zu hartem Sex und Masturbation, statt das Aufspüren der schwachen Seiten unseres Geschlechts und vorhandener unsicherer oder romantischer Seiten.

Die Frauen, die sich als Wahrheit der Popkultur verstehen und die Missy als Produkt dieses Selbstverständnisses, schreien mittlerweile so laut und großspurig, dass es Angst macht und zudem eher enthüllt als verschleiert, dass hier keine neuen Ideen eines jungen Feminismus entstehen, sondern die althergebrachten Autorinnenthemen der Popkultur lauwarm an einem zentralen Ort wiederaufgelegt werden. Ebenso bricht Missy die althergebrachten Magazin-Strukturen hinsichtlich journalistischer Stilformen oder Aufbau einer Zeitschrift nicht auf und fügt sich nahtlos in den Magazinmarkt, anstatt zu irritieren.

Vertraute Themen fügen sich in zahmer Umgebung zusammen: Der Popfeminismus von Spex, Neon, De:bug, Intro und vergleichbaren Schriftstücken, denen die Autorinnen „gekündigt“ haben, um ihren eigenen Spielplatz damit auszustatten, gehört nun einem Zentralorgan. Denn der Spielplatz der Popkultur, so schreibt die Missy-Redaktion in Ausgabe #1, war bislang zu 80 Prozent von Männern besetzt: „Sie sitzen auf der Schaukel, der Wippe, dem Klettergerüst, blockieren die Rutsche und den Sandkasten. Wir hatten keine Lust mehr zuzusehen, wir wollten selbst spielen. Missy ist so etwas wie unser Gummitwist, reserviert für Mädchen.“ Auf diese Weise entsteht ein eigener Bolzlplatz der alternden Popmädchen, aber keine neue Spielwiese des Feminismus. Dieser selbst errichtete Spielplatz verkörpert nun tatsächlich eher etwas Kindliches, und nicht erwachsenen Journalismus. Bloß ohne die Jungs.

Auf Spurensuche des „neuen Feminismus“

Die Inhalte für die in den Mediadaten beschriebenen Frauen, die nicht nur eigene Familien sondern auch Unternehmen gründen und „Zugang zu mehr Information, als jede andere Generation vor ihnen“ besitzen, sucht frau vergeblich. Missy richtet sich derzeit an junge Frauen, die gerade erst beginnen, feministische Themen zu entdecken und Magazine mit popkulturellem Fokus bislang nicht konsumiert haben. Sie bietet ihnen aber keine ernsthafte Diskussion um den Stand der Emanzipation, sondern setzt diese als vollzogen voraus. Die Missy-Leserin ist emanzipiert, mit den „Errungenschaften der Frauenbewegung aufgewachsen“ und sieht es als „selbstverständlich an, gleichberechtigt zu leben.“ Wo ist der Hinweis, dass die Emanzipationsbewegung durch das pinke Flüstern aus den Sprachrohren von Charlotte Roche, den Alphamädchen und neuen deutschen Mädchen im letzten Jahr keinesfalls wachgerüttelt und fortgeführt wurde? Wo ist die Nachfolgerin von Alice Schwarzer, die – bei all ihrem Egozentrismus – der Frauenbewegung tatsächlich fehlt?

Softe Themen, bitte!

Da die drängende Frage nach der Zukunft der Frauenbewegung für die sanfte Natur der Popkultur zu rigoros zu sein scheint, erklärt sich die Abwesenheit harter Themen im Heft wie Politik und Wirtschaft sowie das Fehlen des Dialogs mit Frauen aus diesen Bereichen. Glaubt man der Missy, werden Künstlerinnen aus Musik, Mode und Film der Frau irgendwann zu realer Gleichberechtigung verhelfen. Die Verlegenheitslösung, die den politischen Anspruch der Missy so mutlos künstelt wie einen vorgetäuschten Orgasmus, sind Kurznachrichten aus den Federn der Mädchenmannschaft und ein schwaches, im Politikressort eingeordnetes Dossier zur Finanzkrise. Die Texte von Meredith Haaf, Katrin Rönicke und Barbara Streidl sind wie immer gut und frauenpolitisch; diese Autorinnen aber nur auf einer Seite zu Wort kommen zu lassen ist zu wenig, zumal diese Wahl vermittelt, man habe keine weiteren fachlich versierten Autorinnen aufspüren können, die erkannt haben, dass Emanzipation ein politisches Diskussionsthema und kein popkulturelles Diskursthema ist.

Was nun bleibt sind Geschichten für Mädchen am Beginn ihres Studiums der Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte und Medizin, die Feminismus im letzten Jahr als populäres Thema kennen gelernt haben und für sich noch nicht feststellen konnten, dass ein Vorantreiben der Emanzipation dem Feiern des Wellnessfeminismus vorzuziehen ist. Für 19-jährige sind Gleitmittel-Tests (vgl. die verblüffende Ähnlichkeit des Tests und Korrespondenz der Werbekunden mit der ersten Ausgabe „Alley Cat“ – das erste deutsche Erotikmagazin für Frauen), Portraits von sich nicht über Schönheit definieren wollende Jungschauspielerinnen („Courtney war für mich schon damals viel wichtiger als Nirvana.“) und Sexismus-Vorwürfe an den amerikanischen Playboy („Beispielhaft wird hier die Krise des heutigen Mannes kompensiert, der unter der schrittweisen Emanzipation der Frau leidet und sehnsüchtig seine Rolle sucht.“) gute, erste Denkanstöße, wenn auch frauenrechtlich wenig progressiv.

Für Frauen, die alt und wissbegierig genug sind, um mehr über Familie, Politik und Ökonomie wissen zu wollen, löst ein Satz wie „Es gibt wohl wenig Verteidigenswertes am Beruf der Börsianerin, sowie an allen Verantwortlichen der Wirtschaftskrise, unabhängig, ob Frau oder Mann“ eher ein Stirnrunzeln aus. Relevante Politik findet im Missy-Magazin nicht statt; was im Inhaltsverzeichnis unter dem Etikett angekündigt wird, formiert sich als Alibi in einem Finanzratgeber für den Alltag. Drei erklärende Sätze zum Ehegattensplitting und vermeintlichem Wirtschaftsvokabular wie „Altersarmut“ und „Selbstausbeutung“ sind schwache Platzhalter für die Beantwortung der Frage durch Politikerinnen, welche Partei denn zu wählen sei, um das Ehegattensplitting von einem frauenfreundlicheren Steuermodell ablösen zu lassen. Missys Familienteil findet wie die Politik nur auf einer Seite als „Das kleine ABC der Fortpflanzung und Elternschaft“ statt und zeigt eindrucksvoll, dass Familienglück für die Missy-Macherinnen auf das erste Jahr der Mutterschaft beschränkt ist: In beiden Heften widmet sich die Kolumne dem Stillen.

Missys Männer

Die Missy-Redaktion praktiziert den Weg der Frauenbewegung, der nicht zielführend sein wird, um irgendwann die Frage nach Gleichberechtigung, Familienmodellen und Sexismus nicht mehr stellen zu müssen: die Abgrenzung. Männer dürfen in der Missy nicht schreiben und werden auch nicht portraitiert. Die Quotenherren sind die wenig bissigen Vertreter des anderen Geschlechts, die für das gleichnamige Kurzinterview ausgesucht werden, zudem wagt man eine seichte Öffnung für den Mann in Missy #2: Ein Autor darf die Rezension zum Gus Van Sant-Film über den Gay-Rights-Aktivisten Harvey Milk schreiben (gut, die Schwulen sind bekanntlich die erste Wahl für Shopping und Liebeskummer nach der besten Freundin), es gibt eine Buchrezension zu „Der Mann in der Krise“ sowie eine 7-seitige Fotostrecke, die an das kriselnde Mannsbild anschließt: „Tausend Tränen tief“ zeigt weinende Schönlinge, deren Authentizität abermals unter das Stichwort „vorgetäuschter Orgasmus“ fällt, diese dafür aber auf der Kastanienallee durchaus ein Objekt der Begierde für Frauen mit tickender biologischer Uhr darstellen könnten. Nach so viel männlichem Elend, Hinweise auf die Gemeinheiten des Patriarchats und die Ausblendung des Erfolgsmodells „Zusammenspiel von weiblichen und männlichen Stärken“ bekommt die Leserin maximal Lust auf analytischen Sex mit einer heroischen Frau. Die Erzeugung dieses Bedürfnisses ist vermutlich gewollt: Schwimmt man in der Zielgruppe eines Magazins „von Szenefrauen für Szenefrauen“ hat man selbstverständlich schon den gleichgeschlechtlichen Akt vollzogen oder sieht diesen als die nächste Herausforderung, die frau bestehen muss, um in der Generation „neuer“ Frauen das Rederecht erteilt zu bekommen.

Fragen lernen, streiten lernen

skiptheatre by pavlunka


Die Lektüre der Missy lässt mich mit dem Resümee zurück, das Programm einer Splitterpartei der Spex zu lesen. Die langen Jahre zwischen Mädchenmagazin und Brigitte werde ich weiterhin ohne Fachzeitschrift für mein Geschlecht überbrücken müssen. Wann fordert Gruner + Jahr die eigene Frauenexpertise erneut? Tatsächlich war die Brigitte Young Miss in ihren ersten Jahren näher an der weiblichen Lebensrealität und politischer als die Missy jetzt – obgleich für Schülerinnen und mit Beauty-Teil. Kluge Mädchen halten noch immer Ausschau nach ihrer legitimen Nachfolge, die politikbegeisterte junge Frau noch immer nach ihrem Magazin. Die Missy ist dennoch ein Lichtschimmer im weiblichen Zeitschriftenmarkt: Ihre Inhalte konfrontieren junge Frauen vielleicht noch mit den Widersprüchen, die sie selbst die nötigen Fragen formulieren lassen, die die weibliche Wählerschaft im Wahlkampf und hinsichtlich des Setzens ihres Kreuzes auf dem Stimmzettel im September bewegen sollten.

Meine eigentliche Aufforderung an Frauen ist dennoch, das zu tun, was Feminismus und Frauenbewegung können müssen: Im Dialog mit den Männern den Fortschritt gestalten. Die Selbsteinschätzung von jungen Frauen und Männern mündet heute wohlmöglich für beide im Label des schwachen Geschlechts. Die Zwänge, in Beruf und Gesellschaft zu bestehen und den Wunschpartner mit Erfolg zu umgarnen, sind beidseitig so vielfältig, dass separates Durchbeißen in halbgarer Selbstfindung endet. Ein Spielplatz ohne Jungen beschert uns die Neurosen einer Jugend im Mädcheninternat. Sich kabbeln – nicht kuschen und schmollend abspalten – ist die moderne Lösung.

Die kräftigen Kinder zeugen wir meist im Zusammenspiel. Das gilt auch für publizistische Babys.

Empfehlenswertes im Netz:

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Frl. Zucker

Aus: Heft Zwei, BLANK April 2009 (TB)

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3 Kommentare so far
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naja… die gestaltung ist schon schicker als blank.. hahaha… und so wirklich was wagen tut ihr ja auch nicht.
wow. ich habs! ein weiterer irrelevanter bericht! tadaaaa!!!!

Kommentar von Bertram Pullacher

In vielem gebe ich der Kritikerin des Missy Magazines recht: Popkultur ist nicht alles, in einer Welt in der Gleichberechtigung immer noch politisch verhandelt werden muss. Auch das Fehlen nicht-weißer Frauen in den Fotostrecken gibt zu denken. Dennoch: So lange Frauen auch in Magazinen wie Intro und Spex viel zu selten schreiben, machen, musizieren usw. gibt es von mir einen Aufruf, Missy zu lesen und Frauen in den – paradoxerweise von ‚Popkultur‘ eigentlich gemiedenen – Mainstream zu holen!

Kommentar von Mel Trommer

[…] Anfang an für das BLANK Texte u.a. über die/das NEON, über Weiblichkeit im Wahlkampf oder über den neuen Feminismus. Alles Texte, die für das Selbstverständnis und die innere und äußere Zielrichtung von BLANK […]

Pingback von Taktische Medien, Mädchen und Märchen oder Fraeulein Tessa, ich und das Etablieren einer Streitkultur. Letzter Teil der Reihe Liebe 2.0 « Faceyourmagazine's Blog




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