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Nachtrag Hotlist 2009: JAN OFF
Oktober 22, 2009, 2:58 pm
Filed under: Anmerkungen, Gossip, Literatur | Schlagwörter: , , , ,

Ein persönlicher Nachtrag unseres Autoren Jan Off zu dem in diesem Jahr zum ersten Male vergebenen Buch-Preis der Independentverlage von Blumenbar bis Verbrecher, der so genannten ‚Hotlist 2009‘ .

Myladys, Mylords,

das Echo, das meinem Aufruf folgte, in der virtuellen Wahlkabine Unzucht zu treiben, war schier überwältigend.

Zahllose Menschen und Institutionen haben in ihren Verteilern und/oder auf ihren Seiten für mich geworben. (Stellvertretend für viele seien hier nur die verehrten Kollegen Jess Jochimsen, Franz Dobler und Alexander Wall sowie die Brüder im Geiste vom Punkrock! und vom Pankerknacker aufgezählt. Darüber hinaus dürfen das Stadtmagazin Subway, das Campus-Radio Bielefeld und meine Haus- und Hofgazette Blank nicht unerwähnt bleiben.)

Dutzende weitere verdienstvolle Parteikader haben den Aufruf durch die verzweigten Kanäle von Facebook, Myspace und anderen Info-Labyrinthen gejagt. (An dieser Stelle einen Kratzfuß in Richtung Sandra, Anna, Johanna, Toddn, Malte, Steffen und Erik vom SO 36.)

Natürlich habe auch ich selbst keine Gelegenheit ausgelassen, die Dinge in meinem Sinne zu beeinflussen. Und natürlich gab es unter meinen Supportern auch den einen oder anderen Spezialisten, der sich auf den Stimmenfang im asiatischen und osteuropäischen Raum versteht.

Und so waren hier bis zum Schließen des Wahllokals hunderte Rückmeldungen von Menschen eingelaufen, die zum Teil gleich von mehreren Internetanschlüssen für mich gestimmt hatten. (Rekordhalter in dieser Liste: zwei Freunde, die auf ihrer Tour durch Spanien circa 50 verschiedene Internetcafés besucht haben. Danke Ellen! Danke René!)

Eine kurze private Hochrechnung ergab, dass von den abgegebenen 10.000 Stimmen ein Drittel bis die Hälfte der Partei der Unzüchtigen zuzurechnen sein müsste. Und so war das Ergebnis dann umso überraschender: 126 Stimmen hatten sie da bei der Wochenzeitung Freitag gezählt. Hej, 126 Mal hat doch allein schon meine polnische Verwandtschaft für mich gestimmt, ha, ha.

Nun soll man ja, wenn man wie ich, nicht über einen herausragenden Anwalt verfügt, mit dem Begriff Schiebung äußerst vorsichtig sein, deshalb will ich es mal so formulieren: Die müssen da bei der Stimmauszählung MASSIVE technische Probleme gehabt haben.

Egal. Das Preisgeld hatte ich im Falle des Sieges ohnehin den vier Letztplatzierten übergeben wollen. Leid tut es mir allerdings, um die Rede, die ich da in Frankfurt gern zum Thema Online-Voting gehalten hätte. Leid tut es mir aber auch um die Riesenunterstützung, die nun einfach so ins Leere gelaufen ist.

Fazit 1: Es war strategisch wahrscheinlich nicht besonders clever, schon im Vorhinein darauf hinzuweisen, während der Preisverleihung für einen Eklat sorgen zu wollen.

Fazit 2: Wer sich mit dem Buchmesse-Klüngel einlässt, muss sich nicht wundern, wenn der gute Ruf am Ende ruiniert ist.

Fazit 3: Das war das letzte Online-Voting, an dem ich teilnehmen werde. Sollte ich in diesem Leben nochmals für einen derartigen Nonsens nominiert werden, mogle ich mich da raus und bewerbe mich stattdessen bei Popstars. Versprochen!

Mit Diener,
Jan

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