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BLANK NOVEMBER/DEZEMBER PRINT JETZT AM KIOSK
Oktober 30, 2009, 11:58 am
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cover november
Aus dem Editorial

Die Zeiten sind hart. Hart wie Stein. Härter noch, hört man hinter vorgehaltener Hand. Und manch einen trifft es mit voller Wucht, mit der ganzen Härte: mal abgesehen von den mittlerweile zur Unsichtbarkeit degradierten ewig Schwachen, Armen und Hungernden, zumeist weit entfernt oder zumindest in einem anderen Bezirk der Stadt, sind das natürlich die Kleinanleger. Oder wir, die Print-Magazine. Und natürlich die deutsche Autoindustrie. Und die US-amerikanische Autoindustrie. Und sicherlich auch Teile der asiatischen und der französischen Autoindustrie. Die Zulieferer nicht zu vergessen. Und die russische Waffenindustrie. Und die Banken. Oder waren das die Banken, die eigentlich keinen Schaden genommen haben? Das ist manchmal nicht ganz so klar feststellbar. Aber vielen geht es schlecht. Da werden sicher auch ein paar Banker drunter sein. Aber auch dem Tourismus geht’s nicht gut. Urlaub fällt immer öfters flach. Weniger Schirmchencocktails. Weniger Champagner? Nein, das wäre übertrieben. Champagner läuft immer. Die Verlierer ziehen aus. Die Gewinner ziehen ein.

Aber wo sind die Gewinner? Die Baubranche kränkelt. Die Bauern sind unzufrieden. Meine Eltern. Deine Eltern. Der Taxifahrer. Der Nachbar. Die Arbeiter in den Schiffswerften in Norddeutschland sind unzufrieden und die Praktikanten in der Medienbranche auch. Und auch die Musikindustrie leidet.

Doch Not macht erfinderisch. Ablenkungsmanöver allerortens. Man arbeitet sich ab, an Fairtrade und Klimaschutz, an neuen Kollektionen, neuen Gesichtern, neuen Trends und alten Ideen und Idealen. Nichts wirklich Neues. Doch wenigstens etwas. Ein Status Quo. Ein sich nicht bewegen lassendes Konstrukt aus wirren Verflechtungen und Verfehlungen. Doch wir kommunizieren, in ganzen, halben und keinen Sätzen, über un- und endliche Distanzen, über alles und über jeden und fühlen uns dabei unheimlich gut und aufgeklärt und sind währenddessen revolutionär und bieder zugleich. Wir reden uns die Seele aus dem Leib und werden – seelenlos. Doch es herrscht Zufriedenheit, denn man hat den Glauben noch nicht verloren. Vielleicht die Lust.

Es ist ja nicht alles schlecht. Manch einer glaubt sogar, wieder politisch ambitionierte Popmusik ausmachen zu können. Oder war das dem Punk, dem Hip-Hop und dem Indie-Rock vorbehalten? Oder anderen Sub- und Jugendkulturen? Oder macht das einen Unterschied? (…)
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