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Marteria, Marsimoto oder Mars macht Mobil
August 27, 2010, 10:03 am
Filed under: Musik | Schlagwörter: , , ,

Marteria. Marsimoto. Zwei Begriffe, ein Rapper. Ähnlich wie bei Eminem und Slim Shady. Das ich das Wort „Rapper“ und nicht „Person“ oder „Künstler“ wähle, ist durchaus beabsichtigt, aber dazu später mehr. Erstmal kümmern wir uns um den Rapper in ihm. Ihm, das ist ….., besser bekannt eben unter seinen Pseudonymen Marteria und Marsimoto. Fängt ja schon extravagant an – zwei Pseudonyme. Viele würden sagen geklaut, andere würden sagen inspiriert. Ich sage abgekupfert. Denn bei soviel Ähnlichkeit kann nicht mehr nur von Inspiration gesprochen werden.

Die Rede ist von der Namensverwandtschaft zum amerikanischen Ol´school Rapper Quasimoto, der ebenfalls mit verzerrter Stimme rappte. Auffallende Ähnlichkeit also zu Marteria´s alter Ego. Ist aber nicht schlimm, wandelt er doch musikalisch auf recht autargen Pfaden. Die Mischung in seinem musikalischen Machwerk lässt auch fast keinen anderen Schluß zu. Zwar lässt sich nahezu alles mit etwas bekanntem vergleichen, dies zu vermeiden ist heutzutage aber a)sehr schwierig und b) dürfte hier im Endeffekt, im Gegensatz zur oben erwähnten Pseudonym-Problematik, das Wort inspiriert ohne schlechtes Gewissen genutzt werden. Der Sound reicht von den eher älteren dubstep-artigen Beats, über Specialistz bzw Harris stark ähnelnde Klänge (gibt es mal keinen Zusammenhang zwischen Feature und Sound bei Harris-wie bei P.Diddy-ist der dabei,klingt auch alles gleich) und den doch recht poppigen Tracks des neuen Albums..,.. Stört aber nicht. Bei den Features, von Miss Platinum bis Peter Fox sind alle hochkarätig (und vor allem auch auf dem Konzert vertreten), und Lyrics macht selbst Popmusik soviel Spaß wie sie machen kann, ohne dabei wie rosa Kaugummi von Kesha zu wirken. Der Track „Endboss“ z.B. klingt wie Deichkind, Elektropophiphop mit SuperMarioSample, die Lyrics geformt aus Marterias Lebenslauf. Das Leben, ein Jump-N-Run. Nette Idee. Nicht schwer darauf zu kommen, hat man einen solchen Lebenslauf wie der Herr … vorzuweisen. Erster Level: Spieler bei der Hansa Rostock Jugend, dann im U17-Kader der dt. Nationalmannschaft, im Urlaub rüber nach New York gejumpt, als Model entdeckt worden (u.a. für Hugo Boss gearbeitet), dann wieder übern Teich nach Berlin und durch eine Schauspiel-Ausbildung gerunnt. Hätte Mario selbst mit Yoshis Hilfe nicht besser machen können. Und jetzt eben Rapper/Sprechsänger. Schon komisch: Da steht bei einer echt gelungenen Show ein echt hübscher Mann im Designeranzug auf der Bühne und rappt. Auch über Sex und Drogen. Mit Humor. Streetcredibility sieht eigentlich anders aus. Funktionieren tuts trotzdem. Eventuell auch ein raffinierter Zug, den doch ziemlich schicken Heimathafen Neukölln als Kulisse für sein Konzert zu wählen. Doch selbst wenn ein abgeranzter Keller dem hübschen äußeren des schizoiden Marteria einen Abbruch tun würde, wobei schöne Menschen ja angeblich nichts entstellt, dem Sound wäre es egal. Der brummt. Und zwar richtig.

(Yuppi Buge)

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1 Kommentar so far
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Ich muss sagen, nachdem ich Marteria in diesem Sommer auf einem Festival live gesehen habe, hab ich mir seine neue Platte auch gekauft. Live fand ich ihn echt ansprechend. Die Platte ist ganz okay. Ich bin dennoch wirklich überrascht über den Marteria-Hype, der zur Zeit über Deutschland hereinbricht.

Kommentar von poparoundtheclock




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