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It´s BEARDYman, not BIRDYman! Am Donnerstag war es wieder soweit, es stellte sich die Gretchenfrage: glaubst du an einen Gott (des Beatboxens und –Loopens)? Die Antwort muss lauten: Hell Yeah!!!
November 27, 2011, 10:45 pm
Filed under: Musik, vor ort | Schlagwörter: ,

Einleitung nicht ganz so gelungen, aber irgendwie muss man ja den Namen der Konzertlokation unterbringen. Es war also einmal, im Gretchen. Ist ja neu der Club, also eine kurze Analyse: der Eingang: dezent- find ich gut. Direkt neben dem Eingang das übriggebliebene Schild eines alten verranzten Ladens namens Miami. Flavour Pur, hätte man gleich Bock hinzugehen. Erstmal im Gretchen wird man von wirklich gut aufgelegtem Personal begrüßt – ist ja mittlerweile auch eine Seltenheit. Der Club selbst hat ein Manko. Die Klos stimmen: groß, sauber, mit Kokain-Sims. Die Bar: gut bestückt, die Preise (leider) Berlinstandart. Die Soundanlage: nicht zu laut, trotzdem satt. Aber, das Problematischste: nur eine Tanzfläche… Was bei einem Konzert nicht stört, kann einem in einer Partynacht das Genick brechen, wenn die Musik grad mal nicht stimmt. Trotzdem hab ich sie in guter Erinnerung. Das junge Ding war sauber, roch noch gut und wurde nichtmal während des Konzerts so wirklich eng. Hält was aus, das Gretchen.

Zum Konzert selbst. Die ganze Zeit die Frage im Kopf, womit man Beardyman vergleichen könnte? Mister Myagi vielleicht (RIP Pat Morita)- nicht alles, was der gebracht hat, ist wirklich cool- aber wer ne fliege mit Stäbchen fängt und sonst auch noch n paar Tricks im Petto hat, die er locker ausm Handgelenk schüttelt, dessen Status ist einfach unantastbar. Ebenfalls in engerer Auswahl: der Vergleich mit nem Affen auf Acid mit dem technischen Know-How zum Bedienen einer Loopmaschine und n paar Synthis. So oder so ist der Mann ein Genie. Nach fast sakralchorhaftem Einstieg lag die Bandbreite irgendwo zwischen HipHop, Volksmusik und DrumnBass. Die Brücke muss man erstmal bauen. Und das auch noch live.

Wichtig auch die Frage: tanzen oder ihm zugucken? Wie der Typ abgeht an Mic und Mischpult…an dieser Stelle definitiv Sieg für den Affenvergleich. Aber er kann es einfach, der Affe- und zwar nicht nur Musik, nein, auch Übergangsentertainment. Sein grandioses Deutschrepertoire bestehend aus den Worten Schwanz, Sack und Samen kombinierte er auf erstaunlich mannigfaltige Weise. Und wer es dann auch noch hinkriegt Scooter „amazing“ zu finden, Rammsteinlieder zu Volksmusik-Klängen nachzusingen, sowie ein paar einschlägige HipHop-Texte live umzudichten, der erobert das Publikum im Sturm. Wahrscheinlich sogar jedes. Diesen klar rauschenden Bach an Entertainment, wenn auch nur kurz, zu trüben, ist eine Leistung, die selbstverständlich nur einer vollbringen konnte: ein nerviger Spast, der auch noch behauptet, nicht zu nerven… Auch wenn ich mich lange gewehrt hab, meine beiden weiblichen Begleiterinnen (who´s ur daddy?!) ein weiteres Mal allein in dessen Gegenwart zu lassen(beim ersten Versuch pöbelten beide ihn bei meiner Rückkehr von der Bar bereits an), musste ich…ich musste einfach. Der pogende Mob in der Mitte formte ein schwarzes Loch das alles und jeden magisch anzog. Dann Auftritt vorbei. Das Publikum entwickelte die Lautstärke einer Katastrophenalarmsirene. Zu Recht!

Und wer jetzt denkt, das wäre alles übertrieben und zuviel des Lobes, dem sei folgendes gesagt: wer, nachdem das Publikum 10 Minuten lang lautstark den falschen Namen ruft(siehe Überschrift), trotzdem noch mal auf die Bühne kommt und eine dicke Zugabe über eine halbe Stunde spielt…der hats einfach verdient! (YB)


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