Faceyourmagazine's Blog


JUST for fun ?!
Februar 2, 2013, 3:04 pm
Filed under: Gesellschaft, Kunst, politik, Reisen, vor ort | Schlagwörter: , , , , , ,

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Beschäftigt man sich mit StreetArt und Graffiti in Berlin wird man eher früher als später auf seinen Namen treffen:JUST. Doch obwohl er der Graffiti-Szene nicht fremd ist, macht er weniger durch aufsehenerregende Sprayaktion auf sich aufmerksam, sondern durch die Dokumentation eben dieser. Zwar könnte man mutmaßen, dass die quer durch die Stadt verteilten, den Namen JUST tragenden Feuerlöscher-Taggs und die gestrichenen Roof-Tops irgendetwas mit ihm zu tun haben könnten…machen wir aber nicht! Das überlassen wir „den Anderen“. Es bleibt dennoch spektakulär, schließlich ist der Dokumentator einer Szene, die sich zwar gern selbst dokumentiert, abseits davon aber durchaus erpicht ist, seine Anonymität zu wahren. Das Vertrauen gilt es erst einmal zu erwerben.
Uns geht es speziell um seine Fotos: Diese spiegeln durchaus eine Nähe zur Szene wider. Er schafft es, die Anspannung, das Knistern des Momentes, den Jagdcharakter von Graffiti und dessen Protagonisten einzufangen. Das wird nicht nur von seinen „Motiven“ honoriert, auch Kollegen wissen seine Arbeiten durchaus zu schätzen. Wer Lob von Martha Cooper kassiert, hat eigentlich fast schon gewonnen. Wenn die eigenen fotografischen Ergüsse bereits in diversen Printmedien und Ausstellungen publiziert wurden, kann das wohl auch nicht schaden. So auch dieses Mal, sogar im Doppelpack: Die nächste Ausstellung findet im Rahmen einer weiteren Publikation seiner Werke im Magazin „Reportagen“ statt. Anfangs fotografierte er die schottische Hausbesetzer- und Punkszene. Bekanntheit, zumindest in meinem Mikrokosmos, erlangte er durch die besagten StreetArt- und Graffitischnappschüsse. Nun widmete er sich ernsteren Themen: er begleitete Menschen, die in Krisenzeiten in der syrischen Stadt Aleppo leben. Aufgrund seiner Erfahrung mit Personen, die aufgrund ihrer (politischen) Situation eher ungern abgelichtet werden, kann man davon ausgehen, dass sich seine Dokumentationsarbeit von der anderer Fotojournalisten unterscheiden wird. Da es davon nicht allzu wenige gibt, kann man das allein schon als herausragende Leistung betrachten.

JUST –Letters from Aleppo, Stattbad Wedding, Gerichtsstr. 65, Wedding
Öffnungszeiten: 15.2.-2.3.13
Di-Sa, 17:00-20:00
Eintritt: 3€

Wer mal in seinen Machwerken stöbern möchte, kann das hier.

(YB)


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