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Krasscore hip hop jam- eine review
Februar 18, 2013, 3:16 pm
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stieber

Ich hatte bezüglich des Abends durchaus meine Bedenken:
1. Fand ich die Partylandschaft in Erfurt on den 2 Jahren, die ich dort wohnte eher mäßig. Das lag aus meiner Sicht auch häufig am Publikum.
2. Muss man sich ja immer fragen, ob man mit deutschen Rappern , die ja schon eine Weile nichts mehr releasen, noch viele Leute anlocken kann.
Das der Abend die Wendungen genommen hat, die er nahm, war aber nicht der Krasscore Hip Hop Jam geschuldet. Vieles, was an Querelen, die einen so ereilen können, trat ein: meine Begleiter kamen so spät, dass wir MachOne verpassten. Da fing die schlechte Laune schon an. Dann hab ich eben die Begleitung, auf die ich eine gefühlte Ewigkeit warten musste, nach ca. 10 Sekunden im Club aus den Augen. Das mag unprofessionell erscheinen, aber eine HipHopJam allein zu erleben, obwohl Freunde dabei sind, war nicht Teil meiner Weltwahrnehmung. Also: suchen! Die Mission entpuppte sich als ans unmögliche Grenzend, ob der labyrinthhaften Größe und Struktur des Stadtgartens Erfurt. Das war auch meiner Stimmung nicht grad zuträglich, irgendwie war das alles so Großraumdisco-Flavour behaftet. Kannte ich so noch nicht. Also nach einer Weile des Suchens: Lost! Ab und zu hab ich mal jemanden gefunden, aber auch die Erfolge waren nur von kurzer Dauer. Es war halt voll und laut und groß und securityverseucht…nicht so einfach, da verstecken zu spielen. Aber im Prozess des Suchens gabs es ein paar liebreizende Begegnungen, die Erkenntnis, dass der Publikumsvergleich zwischen der rechten Seite des Saals und der linken einem Vergleich zwischen den Bewohnern von Kreuzberg und Hellersdorf gliche.
Leider ist daher zur Party selbst nicht soviel zu sagen: Mc Rene war aus meiner Sicht schon fast blamabel. Selten jemanden so unbeholfen mit dem Publikum interagieren sehen. Spax wiederum hat das wieder voll rausgerissen-raptechnisch auf Höchstniveau und auch noch auf einer Wellenlänge mit dem Publikum. Stiebers haben zwar gut Show und Party gemacht, waren vom Sound her aber eher schlecht. Fragt man sich, woran das lag, wenn bei Spax alles astrein war. Too Strong war irgendwie enttäuschend Das mag allerdings daran liegen, dass ich mich speziell auf die besonders gefreut habe, aufgrund der vorangegangen Ereignisse aber schon etwas angenagt war. Ein kleines Highlight für mich: es gibt kaum etwas geileres, als HipHop mit Liveband…dafür gibt’s auf jeden Fall Extra-Punkte.
Um das Mysterium aufzuklären: die Hälfte meines Geleits hätte ich nicht finden können, da es sich speiend zuhaus befand. Und um neben den ganzen persönlichen Trivialitäten des Abends noch einmal ein Fazit abzugeben: die Jam an sich war sicherlich grandios- der Eintrittspreis war mehr als fair, der Abend war lang, kein durchgeschleuse von Künstlern, jeder hatte ausreichend Zeit, Stimmung war an sich gut, wenn auch schwerstens alkoholisiert. Überhaupt war die Auswahl an Künstlern ein mutiges Statement für den (alten) deutschen Rap…wer braucht schon die neue deutsche (Rap-)Welle!? Ein dickes Lob für die Aktion an Krasscore!!

(YB)


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