Faceyourmagazine's Blog


Amazing Shit
September 2, 2013, 11:08 am
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ATM Gallery & Skalitzers Projects präsentieren mit „AMAZING SHIT“ Arbeiten , die für gewöhnlich eher selten gezeigt werden, denn sie entstehen im Nebenher zum eigentlichen Werkprozess, haben aber häufig eine viel stärkere Relevanz für die Entwicklung einer eigenständigem Position. Oft nur noch Relikte des Prozesses, Zeugen des Bedürfnisses nach Ablenkung vom Eigentlichen Weg oder einfach nur Spielerei…vergessen, verstaut. Doch nun wiedergefunden, ausgegraben, ausgestellt.
Die Ausstellung findet im Rahmen der ART Kreuzberg statt. Es gibt also noch mehr zu sehen dieser Tage. Mit Arbeiten u.a. von Hubi.W.Jaeger, Il-Jin Atem Choi, Innerfields, Eliot, Emess, Stephen Hiam, Kevin Gray, Rory Schmitz, Sweza stellt „Amazing Shit“ definitiv eine geeignete Einleitung dar.

6.9. ab 20Uhr ATM Galerie, Eylauerstr. 13

Weitere Infos zur ART Kreuzberg gibts hier



Ladies and Gentlemen, may we Introduce 2 u: Beatboxing meets Songwriting at its best
August 30, 2013, 10:31 am
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Ich frag mich immer, wie sowas geht. Da erfährt man zufällig von Künstlern, sieht sie evtl sogar ebenso zufällig Live in eher kleineren Kneipen, und erfährt im Nachhinein: die sind nichtmal Unbekannt. Die sind sogar richtig Bekannt. Können tun die auch noch was. Dann ist man überrascht. Freudig überrascht. So geschehen gestern in der FC Magnet Bar. Die Künstler: Beatboxer Tom Thum und Songwriter Jamie MacDowell. Ersterer Australier, letzterer Kanadier. Zusammen der Hammer!
Besonders beeindruckt hat mich Tom Thum. Der Typ ist einer der Sorte Multitalent. Mithalten mit bekannteren Größen wie Dub FX und BeardyMan: kein Problem. Tom Thum hat ein Soundrepertoire, da fliegt einem der Schlüpfer weg. Doch nicht nur mir, nein, auch Anderen. Der Jury des TeamBattles bei der BeatBox Weltmeisterschaft 2005 zum Beispiel. Oder diversen Größen des HipHop, mit denen er auftreten durfte. Oder diversen Medien. Oder dem Publikum bei TEDx Sydney. Oder Oder Oder. Ich könnte jetzt noch sein eigenes Label erwähnen und wo und mit wem er nicht überall war und was er nicht alles gewonnen hat. Aber das könnt ihr auch selbst in seiner Biographie nachlesen.
Erwähnenswert ist wohl noch jene Fügung, die ihn mit Jami MacDowell, ebenfalls weder unbekannt, noch untalentiert, zusammenbrachte. Die beiden scheinen sich zwischen 2009 und 2012 musikalisch und persönlich im Zuge diverser Auftritte mit der australischen HipHop-Truppe „TomTomCrew“ lieben gelernt zu haben. Erlebt man die Beiden auf der Bühne spürt man die Harmonie. Sympathische lustige Typen mit einem ordentlichen Hand- und Mundwerk, die, und das ist das Wichtige, echt gut miteinander funktionieren. Gegenteiliges hat man beim Mauerparkauftritt von Dub FX und Rico Loop erlebt.
Doch zurück zu Jamie MacDowell und Tom Thum. Anderswo sind die Beiden schon wesentlich bekannter als hier. Wird Zeit, dass auch wir ihnen huldigen. Ein paar Leute habens in der FC Magnet Bar vorgemacht. Wird Zeit, dass auch ihr das tut. Nachmachen ist nicht immer schlecht… Wie in diesem Fall. Zwei Auftritte haben sie noch in Berlin. Also, Terminkalender entrümpeln, Termine reservieren, vorbeikommen, zelebrieren!

31.8. Le Chat Gris, 20 Uhr
3.9. Junction Bar, 21 Uhr

(YB)



Illustrative Festival Berlin 2013

IllustrativeLogo
7 Jahre ist es nun schon alt. Das 2006 von Katja Kleiss und Pascal Johannsen ins Leben gerufene Kind in Festivalform. Illustrative sollte es heißen. Der Name ist Programm.
Im Fokus des Festivals liegen die Arbeiten von Illustratoren und Grafikern. Sie sollen die Vielfalt und Tendenzen des Genres ausweisen. Jedoch keine Auftragsarbeiten, sondern die im Privaten entstandenen freien Arbeiten. Freies Ausleben der eigenen Professionalität. Künstlerisches arbeiten ohne konkreten Auftrag. Das Festival versteht sich selbst daher als Schnittstelle von Kunst und Design. Die daraus entstehenden Formen sind vielfältig. Das umfangreiche vorhandene Spektrum verspricht nahezu jedem Betrachter die Möglichkeit, seine ästhetischen und künstlerischen Ansprüche befriedigt zu sehen: Von Rauminstallationen, über Skulpturen, hin zu Animationsfilmen und Zeichnungen von ca 200 Künstlern. Speziell auf letzteres, die Zeichnung, soll in diesem Jahr der Fokus der Hauptausstellung liegen. Während in den letzten Jahren häufig digitale Arbeiten gezeigt wurden, fand in diesem Jahr eher eine Selektion aus Originalen statt. In der Sonderausstellung „Where I Come From“ wird die polnische Grafiker- und Illustratorenszene beleuchtet.
Rund um die Illustrative finden Workshops, Partys und Diskussionen statt, die das Programmangebot zusätzlich erweitern. Die letzten Jahre haben eindrucksvoll gezeigt: die Illustrative ist immer einen Besuch wert!

Laufzeit: 31.8. – 8.9.13
Ort: Direktorenhaus, Am Krögel 2
Öffnungszeiten: Mo – So 12-20 Uhr
Preis: 6€/4,50€

Alle Informationen zum Festival findet man hier.

(YB)



Prost! Prostie!

Seltsamerweise können nur wenige etwas mit dem Pseudonym Prost anfangen. Irritierend, immerhin sind seine lächelnden kleinen Gesichter bzw Männchen aka der „Prostie“ quer durch die Stadt, sowohl an auffälligen, als auch an dezenten Stellen positioniert. Wer sie evtl doch kennt, weiß: der Mann/die Frau hat Humor! Guten, nicht immer,aber gerne mal kritischen. Dazu kommt noch, dass er diverse Reklametafeln modifizierte (sogenanntes „Adbusting“) und sich so manche Debatte um Nutzungsrechte von StreetArt-Motiven an eben seinen Motiven entzündete. Ach ja, er war auch der geheime Star der „Berlin spricht“-Videoserie, die sich im Netz wie ein äußerst gern gesehener Virus verbreitete. Ausstellungen hatte er auch diverse in letzter Zeit…diese beinhalteten u.a. seine äußerst (!) gut gelungenen One-Liner-Zeichnungen von Gesichtern und ganzen Szenerien. Wer sich jetzt also ein wenig Rückständig und fernab aller Coolness fühlt, weil er sich ebenfalls dabei ertappt hat, den Namen Prost nicht zu kennen, dem sei gesagt: Das Gefühl haste zu Recht!
Es wird also dringend Zeit. Zeit den Prostie kennenzulernen. Zeit den Prostie lieben zu lernen. Zeit sich zu fragen ,wie man das Alles aus einer Linie zeichnen kann. Zeit zum gucken, kichern und kaufen!
Vor allem Letzteres gilt es nicht zu vergessen. Prost braucht aus gegebenen Anlass Taschengeld…verdient hat er/sie es sich!

Vernissage am 17.8.13 ab 19 Uhr in der Urban Spree, Revaler Str.99 (Ecke Warschauer, kaum zu übersehen)
Eintritt frei

wer möchte kann aber auch schon früher kommen, im Garten läuft ab 15 Uhr Mucke zum chilln und zappeln

Ausstellung vom 19.8.-31.8., Di-Sa 12-20 Uhr
Prost!

(YB)



Dub FX- Club mal ganz anders
Juli 23, 2013, 9:58 am
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Am Sonntag gab Dub FX sich die Ehre im Astra….und es war ein Abend voller Überraschungen. Die erste Überraschung ereignete sich bereits ein paar Tage vor dem Konzert: Fuß gebrochen…Hammer…die letzten Male stets mit schier unglaublicher Zuverlässigkeit die Dub FX-Auftritte in Berlin verpasst- diesmal nicht, diesmal auf Krücken…the price to pay könnte man sagen. Egal, nörgeln auf hohem Niveau, immerhin ist er ja da- und ich auch! Egal wie…
Die zweite Überraschung: man merkte direkt, schon draußen, schon vorm Konzert: es wird ein harmonischer Abend. Die Leute waren alle gut drauf, ohne aber, wie üblich, offensichtlich verstrahlt zu sein. Äußerst angenehm und gesellig. Dennoch hält das Astra-Gelände die eine oder andere Schwierigkeit parat. Z.B. der grobe Kies im äußeren Chill-Bereich…auf Krücken der Tot! So wurde schnell klar: es gilt halbwegs nüchtern zu bleiben, um weitere und evtl größere Kollateral-Schäden zu vermeiden. Schwierige Mission…
Dann, Auftrittsbeginn.
Gleich die nächste Überraschung: angenehmer Füllstand im Astra. Das ist neu. Es gab Luft! Frische! Und es gab Platz! Viel! Und es gab immer noch Menschen! Entspannte!
Der Auftritt an sich war wirklich mal solide. Die 1-Mann-Wunderband namens Dub FX in full effect. Top Sound. Hammer Publikum. Ausgefeiltes Handwerk. Wie da die Füße über Pedalen und die Hände über Regler an Geräten huschen, deren Funktion ich nicht einmal kenne… und was dabei rauskommt ist nichts geringeres als: Musik! Selbstgemachte, sphärische Musik! Bemerkenswert zuzusehen, wie jemand einfach aus dem Nichts einen Beat aufbaut und das Ganze auch noch spielend einfach wirkt.
Die erste Hälfte des Konzertes war eher ruhig gehalten. Sphärische, ruhige Klänge mit Rap- und Gesangseinlagen. Man ahnte jedoch bereits- es handelte sich um die Ruhe vor dem Sturm. Für mich als neugeborener körperlich Eingeschränkter war dies die weniger frustrierende Phase des Abends. Getrost ein bißchen chilliger hin und herwippen. Doch all das sollte sich schlagartig ändern…war ja klar…man merkte, er baut Spannung auf, der Dub FX, um diese dann Schlagartig durch das Einsetzen von Drum n Bass-Beats zu entladen. Grandios! Erst recht, wenn man hüpfen und springen kann…ohne Worte…mir wurde ja glücklicherweise ein Stuhl gereicht. Fühlt man sich erst blöd, aber nur bis man merkt, wie sehr man ihn braucht und seine Anwesenheit genießt(gepolstert,mit Rückenlehne!). Pseudoabgehen zu Drum n Bass auf Krücken ist hart! Es wird nur noch härter, wenn eine lächelnde Elfe einem in sonderpädagogischem Ton erklärt, dass man ihr total Leid tue, sie aber hoffe, man habe trotzdem gaaaanz viel Spaß, um sich dann wieder hüpfend und springend in die Masse zurückzuziehen…Ich möchte aber sagen, sie hat es nur gut gemeint. Die Stimmung war einfach zu gut, um behinderte zu verarschen. Unwahrscheinlich, aber wahr!
Ab da an alles relativ kalkulierbar, deshalb auch „nur“ das Prädikat solide und bemerkenswert. Wie bereits in der Ankündigung folgt der Vergleich mit Beardy Man: der hat richtig mit dem Publikum interagiert und hier und da dann echtmal Ideen umgesetzt (Rammstein meets Theaterstadl), die nicht nur musikalisch, sondern auch humoristisch der Burner waren. Darin lag wohl der Hauptunterschied zwischen den beiden. Das deckt sich auch mit dem Statement meiner Begleitung: „er hat echt hammer abgeliefert, aber das Publikum nicht mitgenommen…“. Doch das soll jetzt garnicht zu negativ klingen. Es war eines der besten Konzerte in letzter Zeit. Das mag daran liegen, dass man nicht oft in den Genuß von (guten) Sound-Loop-Auftritten kommt. Es mag an meiner Freude über den endlich erlebten Dub FX- Auftritt liegen. Es mag an der körperlich Bedingten veränderten Wahrnehmung eines Konzerts liegen. Oder am Publikum. Oder am Wetter. Oder einfach daran, dass es ein großartiger Abend in großartiger Begleitung mit einem großartigen Musiker auf der Bühne war!
Apropos Bühne und apropos bereits in der Ankündigung erwähnte Gelegenheitsauftritt jenseits von Clubs: Dub FX und Rico Loop treten heute noch im Mauerpark auf. 14-18 Uhr…Hat er nach dem Konzert angesagt…. Wer wollte, konnte sich ruhig verarscht fühlen, Eintritt gezahlt zu haben…Aber wirklich nur wer wollte- Alle anderen freuten sich auf einen weiteren Auftritt dieser Soundakrobaten!

(YB)

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Dub-Dub-Dub…Dub FX
Juli 19, 2013, 8:50 am
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Diverse Male beglückte er uns schon mit seinen Auftritten, diverse Male habe ich ihn verpasst: Dub FX! Der australische Beatbox- , Rap- und Sound-Loop-Künstler (Live!) Ben Stanford gehört neben Beardy Man wohl zu den Ikonen seines Fachs. Textlich unterscheiden sich die beiden jedoch deutlich- während der Bärtige Mann eher auf Entertainment at its Best setzt, sind die eingebauten Texte bei Dub FX eher Realitätsbezogen und kritisch. Soweit ich weiß, lagen seine Wurzeln in Straßenauftritten, bei denen er sein Können dem dispersen Publikum so mancher Fußgängerzone feilbot. Soweit ich weiß kehrt er heute noch, wenn auch wesentlich seltener zu diesen Wurzeln zurück.
Doch neben seiner eigenen Musik produziert er noch die anderer Künstler über sein Label Convoyun Ltd. Mit dabei unter anderem seine (aktuelle?) Freundin, die unter dem Namen Flower Fairy ebenfalls musiziert.
Seine auf Live-Auftritten, Produktionsarbeiten und sozialen Netzwerken basierende „Werbepolitik“ scheint, entgegen der Vermutung vieler, dass viel immer besser ist, solide Früchte zu tragen: nicht so berühmt, dass man nicht mehr ungestört auf die Straße gehen kann, aber berühmt genug, um eine solide Fanbasis sein eigen nennen zu dürfen, die Welt zu bereisen, garnicht mal so kleine Clubs zu füllen und nebenbei noch Bands, und hier sind wir bei einem schönen Beispiel für die eben erwähnte Vermutung „viel bringt viel“, wie die Antwoord supporten zu dürfen/können.Punkt.

Dub FX, 21.7.13, Astra Kulturhaus

Tickets und alle nötigen Infos zum Konzert findet man hier.

(YB)



Just a pretty Motherfucker?!
Juni 8, 2013, 8:41 am
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Für die, denen es noch nicht bewusst war: die literarischen Ergüsse hier sind höchst subjektiver Natur. Das bringt mit sich, dass bestimmte Einstellungen, die man so in seiner Person verankert sieht, hier durchscheinen. Mindestens deshalb wird denen, die eben diese, also meine, literarischen Ergüsse auch nur annährend aufmerksam verfolgen, vieles hier im Text nicht ganz unbekannt erscheinen. Richtig Schade ist jedoch, dass ich nicht wenige meiner negativen Ansichten im Bezug auf gelungene bzw. nicht gelungene Konzerte hier anführen muss. Ich feier seine Musik nämlich. Wieso habe ich unter anderem schon in der Ankündigung ausgeführt. Es geht ums Asap Rocky-Konzert am letzten Mittwoch im Astra Kulturhaus. Freunden und Bekannten habe ich das Statement „das Konzert war cool, aber er hat richtig gesuckt!“ entgegengebracht, was nicht zu Unrecht überraschte Gesichter und Irritation erzeugte. Also mach ich das, was ich auch bei ihnen tat: erklären, wie dieses Statement zustande kam. Hier ist sie also, die Erklärung, wieso Asap Rocky der neuzeitliche Milli Vanilli des Rap ist.
Der erste Fehler des Abends lag ganz auf meiner Seite: Erwartungshaltung…nachdem das erste Konzert cool, aber kurz war, stand natürlich, nun, da das zweite Album erschienen war, eine gewisse Vorfreude in der Erwartung eines noch cooleren, längeren Konzertes. Man muss es sich immer wieder ins Gedächtnis rufen: Erwartungshaltung ist der Tot des ungezwungenen Spaßes!
Der zweite Fehler leider auch: nachdem beim letzten Konzert meine Speicherkarte den Geist aufgab und alle Fotos verloren waren, gab diesmal der Akku noch vor dem ersten Foto den Geist auf. Ersatzakku: Fehlanzeige…langsam wird’s peinlich…
Alles, was dann folgte, entzog sich jedoch meines Handlungsspielraumes. Offizieller Beginn war 21 Uhr. Um diese Uhrzeit erzeugte aber eine endlos wirkende Schlange den Eindruck, es befände sich noch absolut niemand im Club. Die Vorband also eher den (halb-)leeren Club bespaßt. Wetter war ja auch schön, da will man natürlich, Konzert hin oder her, jeden wertvollen Lichtstrahl nutzen. Die Erfahrung zeigt: es könnte der letzte für Tage, ja Wochen sein. Eventuell ist es daher gar nicht Rocky selbst zuzuschreiben, dass er die zweifelhafte Tradition sein Publikum warten zu lassen wiederbelebte. Tatsächlicher Beginn also: ca. 22.30Uhr. Das Publikum lag in diesem Fall optisch wirklich stark in der Kategorie Hipster. Die bei mir auf Verwunderung gestoßenen Gerüchte, es handle sich um Hipster-Rap scheinen sich somit zu bewahrheiten. Sei´s drum. Darum geht’s ja nicht.
Zurück zum Konzert-Wenn denn die Verzögerung des Beginns noch der Sonnengier des Publikums zugeschrieben werden könnte, so fängt spätestens jetzt Asap Rockys steiler Abstieg an. Was war da los??? Zu High? Keine Lust?
Man könnte bzw. müsste sich durchaus damit abfinden, dass jemand, der den exzessiven Gebrauch von Drogen so zelebriert wie Rocky, zu breit ist, um einen anständigen Auftritt hinzulegen. Soweit ich weiß, mussten sie Jimmy Hendrix vor einem Auftritt mal aus dem Koma einer Überdosis holen. Soweit ich weiß, ist er eines der Idole von Asap Rocky…evtl. ist doch darin die Begründung für die Verzögerung zu suchen. Man weiß es nicht. Fakt ist: er selbst war scheiße! Wirklich schade… Immerhin hat er T-Shirts verteilt…
Rappen mit Grills im Mund (bilde ich mir ein)…man hört das…was soll das? Wäre schon schön gewesen, in den wenigen Momenten seines Rappens eine halbwegs deutliche Aussprache genießen zu können- Normalerweise ist der Tonmann schuld an mangelnder Tonqualität…Seine Grills und die damit verbundene gestörte Aussprache war aber wie schon angedeutet nicht wirklich das Problem. Kann es auch nicht sein, wenn der Rapper einfach nicht wirklich rappt. Nochmal: was war da los???
Doch er hatte Glück und es wurde doch noch ein gutes Konzert. Das war jedoch nicht sein Verdienst. Er hatte das Glück, einfach hammer produzierte, partytaugliche Beats zu haben. Er hatte das Glück, dass das Publikum dank guter Stimmung hart abging und ihm wohlgesonnen war. Er hatte das Glück, gute Backup-MCs zu haben. Er hatte das Glück, dass Playback lief und man doch manchmal seine Stimme jenseits sinnfreier Einwürfe vernahm. Er hatte das Glück, dass sein Auftritt nicht allzu lang war und evtl ein paar Leuten entgangen ist, was grad geschah. Er hatte das Glück, dass es, dank seines Glücks und aller absolut mangelhaften Eigenleistung zum Trotz, für (hoffentlich alle) trotzdem noch ein lustiger Abend war!

(YB)

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