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I-i-i-i-its m-m-major l-l-l-lazer!!
Oktober 31, 2013, 9:50 am
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The+Jillionaire++Major+Lazer+DJ+Set+majorlzaer

Captain Jack war 90er, heut ists Major Lazer. Der ist, was seine musikalische Laufbahn betrifft, noch ein Welpe. Das Bündel ist ca. 4 Jahre jung und erfreut sich dennoch größter Beliebtheit inklusive treuer Fanbase. Doch wie kann das sein? Liegt es an der bewegenden Geschichte des Majors, welcher, in seiner Rolle als Nachtclubbesitzer in Trinidad, aufgrund einer 1984 bei den Zombiekriegen zugezogenen Verletzung eine Laserkanone als Arm trägt und nun als Agent für CIA und MI6 tätig ist? Oder hängt es evtl doch eher damit zusammen, dass der Major nur eine Fantasiefigur ist, die von jemandem kreiert wurde, der musikalisch alles andere als ein unbeschriebenes Blatt ist? Diplo ist nämlich schon seit 2003 aktiv. Höchstwahrscheinlich hängt Beides zusammen. Ich meine, was macht einen Produzenten, der seit Jahren durch seinen innovativen elektronischen Sound, zusammengesetzt aus Bausteinen des Baile-Funk, Dancehall und HipHop, besticht noch attraktiver? Genau, wenn er auch noch Humor beweist und solch skurillen Action-Charactere erfindet. Wobei auch seine Videos von einem durchaus ausgeprägten humoristischen Gespür zeugen (Bubble Butt…ich hab mich totgelacht). Ich kenne Diplo tatsächlich erst seit dem Remix-Album von Santigold. Leif aber Wochenlang auf Endlosschleife. Auch Bands wie Schlachthofbronx wurden mir durch ihn eröffnet, die sind bezeichnenderweise (Sound ist durchaus vergleichbar) auch auf seinem Label gesigned. Doch ehe Missverständnisse aufkommen: Major Lazer, das ist nicht nur Diplo. Die Kombo entstand 2009, als Diplo sich mit Dubsided-Labelboss Switch zusammengetan hat und noch im selben Jahr ihr Debutalbum „Guns don´t kill people..Lazers do“. 2012 beendet jedoch Switch seine Zuzsammenarbeit. Ersetzt wurde er durch Jillionaire. Bereits letztes Jahr beehrte uns Major Lazer mit einem Besuch auf seiner Mission das Publikum hart wegzuballern und niemanden zu verschonen…Ich war zwar nicht da, aber ich habe Videos gesehen. Fazit: Everybodys Down- Mission accomplished!

Major Lazer, 14.11., C-Halle

alle Infos zu Konzert und Tickets findet ihr hier.

(YB)



Soundgarden und Graveyard
September 16, 2013, 7:41 am
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Es ist,wie es immer ist: kaum wird das Wetter schlechter, wird man krank…Nach Wochen des Sonnenscheins ist der Körper nicht mehr gewappnet für feucht-kaltes Klima. Eine Teilschuld trifft einen meist selbst. Man will nich einsehen, dass das Wetter räudig ist und behält die Sommerklamotten an. Fehler der Sorte: schwer.
Erst recht,wenn man vorhatte, das Soundgarden-Konzert in der C-Halle zu besuchen. Zum Glück hat man Kollegen, die einem diese schwere Aufgabe dankend abnehmen. Denn es ist, wie es ist: Soundgarden spielen auch, wenn man krank ist und irgendwer muss ja hingehen. Dankbarerweise nahm er sich die Zeit eine kurze Review zu schreiben, um seine Eindrücke zu schildern.
Here we Go:

Soundgarden und Graveyard in der C-Halle
gut zwei Stunden gespielt in fast ausverkauftem Haus. Es gab wohl noch Karten, doch in Wirklichkeit war die Hütte einfach mal rappelvoll.
Publikum (30+ Fraktion) pilgerte aus ganz Deutschland zu ihren endlich wiedervereinigten (seit 2010) Grunge-Helden. Die Band um Sänger Chris Cornell stellte ihr neues Album „King Animal“ vor. Davon haben sie bestimmt acht Lieder gespielt. Klassiker aus alten Zeiten wie „Spoonman“ und „Rusty Cage“ durften natürlich nicht fehlen, nur auf „Black hole sun“ wartete man vergebens. Leider, denn viele Chris anschmachtende Mädchen warteten nur darauf.
Die Vorband Graveyard spielen in ihrem typischen Hippie-look ein mitreißendes Konzert, nur leider viel zu kurz. Super Sound und spielfreudige Jungs. Immer wieder gern!
Soundgarden allerdings haben mich nur die ersten 20 Minuten vom Hocker gehauen. Maßgeblich auch nur deshalb, weil auch das Publikum so irre mitgegangen ist. Äußerlich hat sich der Sänger zu früher kaum verändert: Wallelocken. Der Rest der Band altert mittlerweile in Würde. Doch das nur am Rande. Danach ebbte die Stimmung vor der Bühne ab. Bis zum Schluss klang alles sehr ähnlich und so kam bei mir so etwas wie Langeweile auf. Mit ein Grund wird der lästige Effekt des Halls gewesen sein, der den Gesang eher in ein Gejammer verwandelte. Sicher ist das technisch besser zu regeln. Will nicht sagen, dass die Band verstaubt ist, doch an eine Band wie Soundgarden hab ich hohe Erwartungen und so war ich schon etwas enttäuscht. Ich bin einfach nicht richtig mit ihnen warm geworden. Es war musikalisch mehr Monokultur als ein Soundgarden. Gitarren- Riffs, Schlagzeugspiel und natürlich Chris Cornells unverwechselbare Stimme sind nach wie vor richtig hammer, doch war für mich das Gesamtkonzept Soundgarden einfach nicht stimmig. Vergleichbar, wenn man sich im Kino einen Film reinzieht, dick Kohle für Eintritt und Popcorn hinblättert und sich, weil der Film eher so naja war, im Anschluss denkt: auf Kinox.to hätt ich das Gratis haben können. Mein Highlight war das Klangbrett aus verzerrter Gitarre und Bass (der ließ man echt die Hosen flattern und das Bier im Magen in die Richtung treiben wo es herkam) am Ende der Show als alle bereits von der Bühne waren und die Rückkopplung immer noch fleißig ihren Job machte. Schön Schön Schön, meine Ohren werden auf Lebenszeit an diesen abbauenden Moment zurück denken.