Faceyourmagazine's Blog


eoft 13/14

Es war wieder einmal königlich. Ich will immer gar nicht zu viele Worte über die Filme verlieren. Was dort gezeigt wird, die Atmosphäre, die Landschaften. Wie soll man sowas erzählerisch wiedergeben?! Da hilft eigentlich nur selbst ansehen oder gleich nachahmen. Wobei das mit dem Nachahmen so eine Sache ist. Unabhängig davon, dass ich die Atmosphäre des Gezeigten nicht wiedergeben kann, kann ich doch meine Eindrücke schildern, wenn ich mich an das Gezeigte zurückerinnere. Auch wenn die Filme der EOFT 13/14 meiner Meinung nach einen anderen Charakter hatten, als im letzten Jahr, blieb folgendes Gefühl übrig: das oszillieren zwischen Bewunderung und Argwohn, zwischen Begeisterung und Zweifel. Was bewegt jemanden dazu 9 Monate in einer selbstgebauten Hütte am Polarmeer zu überwintern, um zu surfen? Auf der einen Seite bewundere ich die Idee, das Durchhaltevermögen und vor allem die durch das Abenteuer gewonnen Eindrücke. Auf der anderen Seite denke ich, dass es eines gewissen Quäntchens Geisteskrankheit bedarf, so eine Unternehmung zu starten. Trotz dessen, das muss ich gestehen, überwiegt die Bewunderung für den an den tag gelegten Willen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Erst recht, wenn sich Prokrastination als ein fester Bestandteil des eigenen Selbst entpuppt hat. Beobachtet man Leute bei einer Mischung aus Canyoning und Parcours, beim Ski fahren verlassenen russischen(?) Industrieruinen, einer Fahrradreise durch Kirgisistan und Clowns beim Fallschirmsprung vom Dach eines Autos, fahrend auf einer Brücke, so schämt man sich für seinen Charakterzug und dafür, dass man schon Adrenalin beim Snowboarden der Kategorie Kindergeburtstag spürt. Dennoch macht es ungemein spaß, anderen bei ihren Abenteuern zuzusehen, zumal die Filme und ihre Protagonisten, ganz in der Tradition echter Action-Helden, selbst in extremen Situationen ihren Humor nicht verlieren, Sympathieträger sind/werden. Das macht die EOFT jedes Mal wieder zu einem besonderen Erlebnis. Hinzu kommen noch die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen, die man selbst evtl nie im wahren Leben zu sehen bekommen wird. Das ist zwar ungemein schade, aber trotzdem bleibt es wunderbar. Dass es diese Aufnahmen gibt. Das es diese Landschaften gibt. Das es die Menschen gibt, die sich nicht einfach nur an diese Orte begeben, sondern sie auf ihre ganz eigene Art erobern!

(YB)

Aufgrund der enormen Nachfrage gibt es einen Zusatztermin für Berlin im Januar. Alle Infos zum Programm und den Tickets zur EOFT findet ihr hier.

Und wer auf den Geschmack gekommen ist, kann hier nach Weiteren Film-Touren ausschau halten.



European Outdoor Film Tour 13/14

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Auch dieses Jahr geht die EOFT wieder auf Tour- 9 Filme, 9 europäische Länder, über 200 Veranstaltungen in über 150 Städten.

Seid also dabei, wenn es wieder heißt:
Meine Damen und Herren, Mammut und Gore-Tex präsentieren ihnen mit Freuden… einen Haufen Verrückter!

Aus der Sicht eines Otto Normalverbrauchers erscheinen einem Personen, die ans Limit gehen, im Zuge ihrer jeweiligen Obsession ihre Grenzen bis zum Letzten ausreizen, nämlich als solche. Unter anderen Outdoor- und Extremsportlern, sowie deren begeisterter Anhängerschaft, ernten sie hingegen anstatt verwirrter Blicke Anerkennung, Bewunderung und Ruhm. Man kann jedoch zu Recht bezweifeln, dass es diese extrinsische Motivation ist, die sie zu ihren Taten verleitet. Kaum jemand, der nicht selbst einen solchen Sport ausübt bzw den Willen hat, sich in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang zu bewegen, kann sich vorstellen, was einen Menschen dazu treibt. Doch ehe man sie als suizidale Borderliner abstempelt, kann man sich bei der EOFT 13/14 einen Eindruck ihrer Machenschaften machen und die Protagonisten selbst zu Wort kommen lassen. Snowboarder, Highliner, Kletterer, Mountainbiker, Surfer und Basejumper– das Spektrum ist breitgefächert. Letztes Jahr war die EOFT und ihre Filme ein echtes Highlight. Manche werden Lust bekommen, es selbst einmal zu versuchen. Manche werden mit dem Kopf schütteln. Manche werden zwischen der Lust des Selbstversuches und der Angst vor Risiken hin- und herpendeln. Auf alle dürfte die Bildgewalt der Aufnahmen und die unglaubliche Willensstärke der Abenteurer und Sportler hinreißend wirken!

Die Termine in Berlin finden am 19. und 20.10. jeweils um 17.00 und 20.30 in der Urania statt.

Weitere Termine in anderen (deutschen) Städten und alle Infos zur EOFT, dem Ticketerwerb und den gezeigten Filmen findet ihr hier.



European Outdoor Film Tour 12/13
Januar 15, 2013, 2:09 pm
Filed under: Film/TV/YouTube und Co., Reisen, Sport | Schlagwörter: , , , , , , ,

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Das bestimmte Sportarten den Titel „extrem“erhalten, könnte daran liegen, dass diese Sportarten bzw ihre Protagonisten den Titel insofern verdient haben, dass sie tatsächlich an die Grenzen ihrer Psyche und Physis gehen und damit zu den Abenteurern der Moderne gehören. Extremsport-Filmchen und -Clips erfreuen sich auf einschlägigen Video-Plattformen seit Jahren größter Beliebtheit. Die Motivationen der Zuschauer sind vielfältig: Interesse, die Gier nach extra schmerzhaften Unfällen, Inspirationssuche oder einfach die Bildgewalt, die häufig mit den Aufnahmen einhergeht. Letztere lässt sich zweifelsohne auf einer Leinwand besser genießen, als auf einem kleinen Computermonitor. Wer also Interesse daran hat, Outdooraktiven beim Erleben der intensivsten Momente ihres Lebens beizuwohnen sollte sich die Tour, die sich in 8 Kurzfilmen auf Kletterer, Slackliner, Wingsuit-Flyer, Mountainbiker und Snowboarder fokussiert, nicht entgehen lassen!

Alle nötigen Infos zu Programm, Veranstaltungsorten und Tickets findet man hier.

Den Trailer hier.

Der Termin in Berlin findet bereits am 17.1.13 in der Urania statt!

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(YB)