Faceyourmagazine's Blog


Dilated peoples…Proper Propaganda Live on stage!
Oktober 31, 2013, 10:26 am
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Nachdem ich letztens schon von Sean Price berichtete und dabei bereits klar wurde, dass es durchaus Rapper oder aber Rap-Kombos gibt, die in der Öffentlichkeit nicht die Aufmerksamkeit kriegen, die sie verdient hätten. Und siehe da, es folgt gleich das nächste Beispiel: die Dilated Peoples. Bestehend aus Iriscience, Evidence und DJ Babu gibt es die Band schon seit 1992. Ursprünglich unter dem Namen Dilated Pupils. Den Namen mussten sie aber ablegen. Wahrscheinlich ganz gut, passt der aktuelle doch besser zu ihrem Sound! Das Album „The Platform“ kam tatsächlich erst im Jahr 2000 auf den Markt und kennzeichnet meinen Einstieg in ihre Sphären. Ich kann garnicht mehr zählen, wie oft ich das Album gehört habe. Richtig solider, ol´ skul´ HipHop mit textlichem Niveau. Diese Kombination funktioniert wahrlich nicht immer. Hier schon, dennoch muss man konstatieren: die breite Maße mag intelligente Texte im HipHop eher weniger, außer die kommt mit Live-Band daher. Kann man auch Verständnis für haben, muss man aber nicht. Über „Expansion Team“ hin zu „Neighborhood Watch“ wurde der Sound langsam gefälliger, poppiger. Höchstwahrscheinlich eben kein Zufall, dass die kommerziell erfolgreichsten Tracks(z.B. „This Way“ mit Kanye West) auf eben jenem letzterwähnten Album enthalten waren. Ich muss auch gestehen, dass das meinen Ausstieg aus ihren Sphären markierte. Von den danach folgenden Alben „20/20“ und „The Release Party“ habe ich aufgrund meines Verdrusses nichts mitbekommen. Kann ich also Nichts zu sagen. Was ich aber sagen kann, ist, dass ich über die Soloprojekte der einzelnen Mitglieder erfreut bin. So hatte man auch abseits poppigen Sounds noch die Möglichkeit, den Dilated Flavour zu spüren. „DuckSeason“ von Babu (wobei Vol.2 nicht so gut war) und „The Weatherman“ von Evidence waren wieder Alben wie man sie kennt und liebt. Das letzte Mal habe ich die Dilated Peoples in Erfurt vor gefühlten 1000Jahren gesehen. Damals haben sie hart gerockt…und wer das in einer Stadt wie Erfurt hinbekommt, der schafft das wohl überall! Die haben einen Brecher nach dem anderen gebracht, wobei ich gestehen muss, dass sie mich schon im Bann hatten, als sie mit „Live on Stage“ eröffneten. Doch wie bereits erwähnt: es ist schon 1000 Jahre her und war in Erfurt. Es wird also Zeit herauszufinden, ob sie es immer noch können. Das widerum ist der Vorteil von Bands, wie nie allzu erfolgreich waren: sie wurden nicht verwöhnt und liefern deshalb immer noch eine Hammershow, statt halbgaren gelangweilten Scheiß. Man darf also freudig gespannt sein! Das Konzert ist schon am Montag. Also an all die Peoples da draußen, die auch Dilated sind: schnell losrennen, Ticket kaufen und am Montag ab in den C-Club!

Dilated Peoples, 4.11., C-Club

alle Infos zu Konzert und Tickets findet ihr hier.

(YB)



Soundgarden und Graveyard
September 16, 2013, 7:41 am
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Es ist,wie es immer ist: kaum wird das Wetter schlechter, wird man krank…Nach Wochen des Sonnenscheins ist der Körper nicht mehr gewappnet für feucht-kaltes Klima. Eine Teilschuld trifft einen meist selbst. Man will nich einsehen, dass das Wetter räudig ist und behält die Sommerklamotten an. Fehler der Sorte: schwer.
Erst recht,wenn man vorhatte, das Soundgarden-Konzert in der C-Halle zu besuchen. Zum Glück hat man Kollegen, die einem diese schwere Aufgabe dankend abnehmen. Denn es ist, wie es ist: Soundgarden spielen auch, wenn man krank ist und irgendwer muss ja hingehen. Dankbarerweise nahm er sich die Zeit eine kurze Review zu schreiben, um seine Eindrücke zu schildern.
Here we Go:

Soundgarden und Graveyard in der C-Halle
gut zwei Stunden gespielt in fast ausverkauftem Haus. Es gab wohl noch Karten, doch in Wirklichkeit war die Hütte einfach mal rappelvoll.
Publikum (30+ Fraktion) pilgerte aus ganz Deutschland zu ihren endlich wiedervereinigten (seit 2010) Grunge-Helden. Die Band um Sänger Chris Cornell stellte ihr neues Album „King Animal“ vor. Davon haben sie bestimmt acht Lieder gespielt. Klassiker aus alten Zeiten wie „Spoonman“ und „Rusty Cage“ durften natürlich nicht fehlen, nur auf „Black hole sun“ wartete man vergebens. Leider, denn viele Chris anschmachtende Mädchen warteten nur darauf.
Die Vorband Graveyard spielen in ihrem typischen Hippie-look ein mitreißendes Konzert, nur leider viel zu kurz. Super Sound und spielfreudige Jungs. Immer wieder gern!
Soundgarden allerdings haben mich nur die ersten 20 Minuten vom Hocker gehauen. Maßgeblich auch nur deshalb, weil auch das Publikum so irre mitgegangen ist. Äußerlich hat sich der Sänger zu früher kaum verändert: Wallelocken. Der Rest der Band altert mittlerweile in Würde. Doch das nur am Rande. Danach ebbte die Stimmung vor der Bühne ab. Bis zum Schluss klang alles sehr ähnlich und so kam bei mir so etwas wie Langeweile auf. Mit ein Grund wird der lästige Effekt des Halls gewesen sein, der den Gesang eher in ein Gejammer verwandelte. Sicher ist das technisch besser zu regeln. Will nicht sagen, dass die Band verstaubt ist, doch an eine Band wie Soundgarden hab ich hohe Erwartungen und so war ich schon etwas enttäuscht. Ich bin einfach nicht richtig mit ihnen warm geworden. Es war musikalisch mehr Monokultur als ein Soundgarden. Gitarren- Riffs, Schlagzeugspiel und natürlich Chris Cornells unverwechselbare Stimme sind nach wie vor richtig hammer, doch war für mich das Gesamtkonzept Soundgarden einfach nicht stimmig. Vergleichbar, wenn man sich im Kino einen Film reinzieht, dick Kohle für Eintritt und Popcorn hinblättert und sich, weil der Film eher so naja war, im Anschluss denkt: auf Kinox.to hätt ich das Gratis haben können. Mein Highlight war das Klangbrett aus verzerrter Gitarre und Bass (der ließ man echt die Hosen flattern und das Bier im Magen in die Richtung treiben wo es herkam) am Ende der Show als alle bereits von der Bühne waren und die Rückkopplung immer noch fleißig ihren Job machte. Schön Schön Schön, meine Ohren werden auf Lebenszeit an diesen abbauenden Moment zurück denken.



Just a pretty Motherfucker?!
Juni 8, 2013, 8:41 am
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Für die, denen es noch nicht bewusst war: die literarischen Ergüsse hier sind höchst subjektiver Natur. Das bringt mit sich, dass bestimmte Einstellungen, die man so in seiner Person verankert sieht, hier durchscheinen. Mindestens deshalb wird denen, die eben diese, also meine, literarischen Ergüsse auch nur annährend aufmerksam verfolgen, vieles hier im Text nicht ganz unbekannt erscheinen. Richtig Schade ist jedoch, dass ich nicht wenige meiner negativen Ansichten im Bezug auf gelungene bzw. nicht gelungene Konzerte hier anführen muss. Ich feier seine Musik nämlich. Wieso habe ich unter anderem schon in der Ankündigung ausgeführt. Es geht ums Asap Rocky-Konzert am letzten Mittwoch im Astra Kulturhaus. Freunden und Bekannten habe ich das Statement „das Konzert war cool, aber er hat richtig gesuckt!“ entgegengebracht, was nicht zu Unrecht überraschte Gesichter und Irritation erzeugte. Also mach ich das, was ich auch bei ihnen tat: erklären, wie dieses Statement zustande kam. Hier ist sie also, die Erklärung, wieso Asap Rocky der neuzeitliche Milli Vanilli des Rap ist.
Der erste Fehler des Abends lag ganz auf meiner Seite: Erwartungshaltung…nachdem das erste Konzert cool, aber kurz war, stand natürlich, nun, da das zweite Album erschienen war, eine gewisse Vorfreude in der Erwartung eines noch cooleren, längeren Konzertes. Man muss es sich immer wieder ins Gedächtnis rufen: Erwartungshaltung ist der Tot des ungezwungenen Spaßes!
Der zweite Fehler leider auch: nachdem beim letzten Konzert meine Speicherkarte den Geist aufgab und alle Fotos verloren waren, gab diesmal der Akku noch vor dem ersten Foto den Geist auf. Ersatzakku: Fehlanzeige…langsam wird’s peinlich…
Alles, was dann folgte, entzog sich jedoch meines Handlungsspielraumes. Offizieller Beginn war 21 Uhr. Um diese Uhrzeit erzeugte aber eine endlos wirkende Schlange den Eindruck, es befände sich noch absolut niemand im Club. Die Vorband also eher den (halb-)leeren Club bespaßt. Wetter war ja auch schön, da will man natürlich, Konzert hin oder her, jeden wertvollen Lichtstrahl nutzen. Die Erfahrung zeigt: es könnte der letzte für Tage, ja Wochen sein. Eventuell ist es daher gar nicht Rocky selbst zuzuschreiben, dass er die zweifelhafte Tradition sein Publikum warten zu lassen wiederbelebte. Tatsächlicher Beginn also: ca. 22.30Uhr. Das Publikum lag in diesem Fall optisch wirklich stark in der Kategorie Hipster. Die bei mir auf Verwunderung gestoßenen Gerüchte, es handle sich um Hipster-Rap scheinen sich somit zu bewahrheiten. Sei´s drum. Darum geht’s ja nicht.
Zurück zum Konzert-Wenn denn die Verzögerung des Beginns noch der Sonnengier des Publikums zugeschrieben werden könnte, so fängt spätestens jetzt Asap Rockys steiler Abstieg an. Was war da los??? Zu High? Keine Lust?
Man könnte bzw. müsste sich durchaus damit abfinden, dass jemand, der den exzessiven Gebrauch von Drogen so zelebriert wie Rocky, zu breit ist, um einen anständigen Auftritt hinzulegen. Soweit ich weiß, mussten sie Jimmy Hendrix vor einem Auftritt mal aus dem Koma einer Überdosis holen. Soweit ich weiß, ist er eines der Idole von Asap Rocky…evtl. ist doch darin die Begründung für die Verzögerung zu suchen. Man weiß es nicht. Fakt ist: er selbst war scheiße! Wirklich schade… Immerhin hat er T-Shirts verteilt…
Rappen mit Grills im Mund (bilde ich mir ein)…man hört das…was soll das? Wäre schon schön gewesen, in den wenigen Momenten seines Rappens eine halbwegs deutliche Aussprache genießen zu können- Normalerweise ist der Tonmann schuld an mangelnder Tonqualität…Seine Grills und die damit verbundene gestörte Aussprache war aber wie schon angedeutet nicht wirklich das Problem. Kann es auch nicht sein, wenn der Rapper einfach nicht wirklich rappt. Nochmal: was war da los???
Doch er hatte Glück und es wurde doch noch ein gutes Konzert. Das war jedoch nicht sein Verdienst. Er hatte das Glück, einfach hammer produzierte, partytaugliche Beats zu haben. Er hatte das Glück, dass das Publikum dank guter Stimmung hart abging und ihm wohlgesonnen war. Er hatte das Glück, gute Backup-MCs zu haben. Er hatte das Glück, dass Playback lief und man doch manchmal seine Stimme jenseits sinnfreier Einwürfe vernahm. Er hatte das Glück, dass sein Auftritt nicht allzu lang war und evtl ein paar Leuten entgangen ist, was grad geschah. Er hatte das Glück, dass es, dank seines Glücks und aller absolut mangelhaften Eigenleistung zum Trotz, für (hoffentlich alle) trotzdem noch ein lustiger Abend war!

(YB)

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Asap Rocky-Pretty Motherfucker…

…das zu beurteilen überlasse ich zwar lieber ihm, sowie den weiblichen und/oder schwulen Fans, aber um seine Musik kümmere ich mich gerne. Als mir eine Freundin sein Debut „Live love Asap“ in die Hand drückte, stand ich diesem ganzen Nu Skul-Gedöhns a la Chart-Rap oder Mac Miller mehr als skeptisch gegenüber. Alles viel zu hektisch, lärmig und ohne eigenen Flow oder Ideen. Aber man soll ja offen bleiben und hört sich hier und da trotzdem nochmal was an…beste Entscheidung! Sein Debut hat mich aus meinem Nu-Skul-Hass gerissen und mich Leuten wie Schoolboy Q und Joey BadAss näher gebracht….und ich will, nein, ich kann sie nicht mehr missen! Aber zurück zu Asap Rocky. Lyrisch ausgefeilt und trotzdem inhaltlich auf Pussy,Money,Weed (oder aber auch Codein-Hustensaft) reduziert. So heißt sogar ein Track seines neuen Albums „Long Live Asap“..Pussy Money Weed… Aber wer Rap hört und schon immer hörte, hat sich an solcherlei Inhalte schon mehr als gewöhnt…man liebt sie. Mit seinem häufig lethargischen Flow, seinen sphärischen Beats (Clams Casino!!), der verzerrten Stimme…es passt einfach, ist seit der Entdeckung keine Sekunde von meinem MP3-Player gewichen. Wer jetzt Eckdaten, wie die Benennung seiner Person nach Rap-Legende Rakim, seiner Heimat Harlem, seinem Modebewußtsein oder seiner Asap Posse, haben will, soll mal in Wikipedia nachlesen. Speziell das Modebewußtsein könnte wohl ein Grund dafür sein, dass, wie ich hörte, auch die sogenannten Hipster seine Musik hören. Hipster-Rap quasi. Wie es dazu kam, weiß ich nicht. Eventuell liegt es daran, dass die HipHop-Gemeinde ja doch garnicht so klein ist und Hipster sich ja durch eine gewisse Adaptionsfähigkeit bezüglich aktueller Trends auszeichnen. Eventuell liegt es auch daran, dass die Musik einfach Hammer ist und auch ein blindes Huhn mal ein Korn findet. Mir egal. Infos darüber lassen sich sicher auch bei Wikipedia finden. Wer sich aber jenseits solcher Belanglosigkeiten bewegen möchte, sollte Wikipedia sein lassen, den Rechner weglegen, losgehen und sich ein Ticket für sein Konzert kaufen! Sein letztes Konzert im Festsaal hatte anfangs zwar, wie üblich, etwas unter schlechtem Sound gelitten, war recht kurz (verständlich bei nur einem Album…im Gegensatz zu Kendrick Lamar), aber trotzdem ein Fest. Ich könnt heute noch heulen, dass die Speicherkarte mit den Fotos unmittelbar nach dem Konzert gestorben ist. Technik…man muss sie lieben. Oder besser nicht. Seis drum: neues Konzert, neues Glück! Diesmal mit zwei Alben im Gepäck! Freude wird aufkommen, wenn es wieder heißt: Everything is Purple, everything is Purple!!

Asap Rocky, 5.6.13, Astra Kulturhaus

Tickets und alle nötigen Infos zum Konzert findet man hier.

(YB)



Dead Prez VS Nas
März 29, 2013, 9:27 am
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Es ist ein unausgewogenes Battle. Das, was geschah, hätt man als absehbar bezeichnen können. Nas und Dead Prez, am selben Abend, in derselben Stadt, nur leider nicht im selben Club…Ich stellte mir ohnehin die ganze Zeit die Frage, ob es eine gute Idee war, beide Acts am selben Abend auftreten zu lassen, aber man könnte ja meinen die berliner HipHop-Szene sei groß genug, um 2 Clubs zu füllen. Dem war nur leider nicht so. Scheinbar war die Enttäuschung über das entgangene Nas-Ticket so groß, dass keine Alternative genutzt werden wollte. Als wir um kurz nach 9(theoretischer Konzertbeginn war um 9) den Festsaal Kreuzberg betraten, herrschte noch gähnende Leere…also nicht gähnend…aber schon Leere. „Nicht konzertkompatibler Füllstand“.
Gegen 10 dann Konzertbeginn. Das die zumindest im Ansatz eingehaltene Pünktlichkeit nach vielen Monden des ewigen Wartens endlich eingetreten ist, habe ich ja schon ein paarmal als absolut großartige Neuerung herausgestellt. Zwar musste man diese Neuregelung auf Kosten 1-2 zur Hälfte verpasster Konzerte lernen…aber das ist es wert! Egal, zurück, Konzertbeginn gegen 10 -bis dahin hatte es sich glücklicherweise noch auf ein annehmbares Level gefüllt, trotzdem musste man sich fragen: was is da los? Keiner mehr Bock auf Dead Prez oder lags eben doch an der zu harten Konkurrenz? Dann leider schon der nächste Dämpfer: Neben dem DJ nur ein Mann auf der Bühne. Ist ja nicht so,als ob Dead Prez eine BigBand wären,wo es nicht so sehr auffällt, wenn mal einer blaumacht. Solche Überraschungen gehören ja doch eher zu den Unangenehmen. Dann gings los. War ja auch solide. Ich mag ja Dead Prez Mucke. Un das obwohl der weiße Mann in deren Texten eigentlich nicht so hoch im Kurs steht…He ain´t talkin´ ´bout me, kann ich da nur sagen! Also die alten Sachen sind schon geil, bei den Neuen waren Dinger dabei, da hab ich mir schon n bissl an Kopf gefasst (Time-Machine??? wobei der Flow gepasst hat). Seis drum- der Funken wollte nicht so recht überspringen. Das kann ja auch mal an der jeweiligen Tagesform liegen, sowohl der des Zuschauers, als auch des Künstlers. Naja…nun war ich halt der Zuschauer und ich weiß nicht, obs an ihm oder an mir lag, was übrigbleibt ist ein unbefriedigtes Gefühl. Es kam nicht so recht. WAS nicht so recht kam? Gute Frage! Aber ES war einfach nicht da. Nebenbei immer wieder Statusberichte vom Nas-Konzert- da gings scheinbar gut ab. Mit Live-Band, Iggy Azalea als Vorband (ihre Mucke is zwar saulangweilig, aber sie ganz nett anzusehen) und allem drum und dran. Schön die alten Hits gespielt. DJ Babu als AfterShow…das wirft aber schon wieder die nächste Frage auf: der war doch eigentlich für die Dead Prez AfterShow-Party im Cassiopeia angesagt…wieso dann im Astra? Keine Ahnung!Auf jeden Fall hat das die restliche Laune auf die AfterShow-Party, die ohnehin nicht so ausgeprägt war, effektivst getötet. Immerhin hat der Festsaal kein Pfandsystem und man kann sich ma Ende des Abends mit der ein oder anderen gesammelten Flasche den einen oder anderen in Bier investierten Euro zurückholen…Jackpot!
Ich will mich gar nicht großartig auslassen. Der Abend war irgendwie…standart…das Konzert inklusive Publikum inklusive mir…und obwohl man damit ja durchaus leben kann, hinterlässt es diesen faden Geschmack- man ist mittlerweile nunmal doch ein verwöhnter Hauptstädter. Ohne dabei also allzu gemein klingen zu wollen, denn ich denke wirklich, dass der Verlauf und das Gefühl des Abends durch die seltsamen Rahmenbedingungen der Veranstaltung geprägt wurde, halte ich es da ausnahmsweise mal mit: wenn du nichts(oder in diesem Fall: nicht sooo viel) Gutes zu sagen hast, sage lieber garnichts(oder in diesem Fall: nicht sooo viel)!

(YB)

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Whats bigger than…Dead Prez!?

Wenn ich mich recht erinnere, schlug ihr Debutalbum “Lets get Free” ein wie eine Bombe…und selbst heute kann man mit ihrem Oberhit “HipHop” noch die Tanzfläche zum Kochen und die Leute zum Ausrasten bringen…überall,jederzeit! Auch das zweite Album „revolutionary but gangsta“ war, wie man so schön sagt, tha shit! Die Countdown zählende Frauenstimme aus „50 in the Clip“ schallt heute noch in meinem Kopf nach. Das folgende Mixtape „Turn off the Radio“ war ebenfalls der Hammer. 3 von 3- Statistik ist zwar nicht jedermanns Sache, aber da shier dürfte noch durchschaubar sein. Danach wurde es in meinem Mikrokosmos ruhig um das, für ihren harten, politischen Rap bekannte Duo. Doch es war garnicht ruhig: 3 weitere Alben und 3 weitere Mixtapes sprechen für sich. Das letzte Album „Information Age“ erschien 2012 nach 8 Jahren Pause(nicht wenig bei 12 Jahren bestehen) und bereits der Name lässt erahnen: sie sind ihrer Linie treu geblieben. Das der weiße Mann in ihren Lyrics meist nicht so gut wegkommt, soll mich nicht stören…ich halte mich da an die Ausführungen über Frauen, die trotz frauenfeindlicher Texte, Rap hören: They ain´t talkin´ ´bout me!…Wer jetzt genauso gespannt darauf ist, wie die neueren Produktionen des Duos klingen, kann guter Dinge sein: sie sind in Berlin. Und was man für einen absoluten Booking-Fauxpas halten könnte, könnte sich auch als geniestreich entpuppen: da Nas am selben Abend in Berlin ist, gibt es evtl sogar noch Karten für Dead Prez. Also losrennen, kaufen, kommen, Anti-Weißen-Propaganda ignorieren und bereit sein zu schreien…HELL YEAH!!

27.3.13, Festsaal Kreuzberg Einlass 20 Uhr, Beginn 21 Uhr

Infos zum Ticketerwerb und die Veranstaltung findet ihr hier
(YB)

Dead Prez – Hip Hop von keyzz



OOOOOOOOOOOH SHIT…THE PHARCYDE!!!

Ich weiß nicht recht, wie ich anfangen soll… Eigentlich wär der Abend schließlich allein mit dem Wort “Hammergeil” ausreichend zusammengefasst…. Dennoch belästige ich euch mit Details.
Ich hab The Pharcyde schonmal Live gesehen. Das war in Jena, ca 2006 würd ich sagen. Damals schon n Hammerkonzert gewesen, mit einer Anlage, die so laut war, dass man kontinuierlich das vibrieren der Trommelfelle spürte. Die Entscheidung, ob das nun Fluch oder Segen ist, obliegt jedem allein.
Nun gestern Festsaal kreuzberg. Wer meine Texte verfolgt, dem wird es aufgefallen sein: häufig scheitert der Abend aus meiner Sicht am Ton(-mann). Scheitern mag hart formuliert sein, aber die Qualität leidet schon arg. Nun das Phänomen: der Ton war echt ordentlich. Deckt sich mit einer weiteren Theorie meinerseits: Frauen sind die besseren DJ´s. Irgendwie immer tanzbarer, immer grooviger, harmonischer. Scheinbar gilt dasselbe für Frauen, die am Mischpult stehen. Ich hab nichts zu bemängeln, das allein ist Grandios!
Club voll, ausverkauft, scheinbar muss man sie doch nicht vorstellen, wie in meiner Ankündigung vermutet. Publikum bestens gelaunt, DJ legte feinste Mucke auf…die Ruhe vor dem Sturm!
Dann…The Pharcyde…Bäääääämm!! Bizzare Ride II The Pharcyde…Name=Programm! Ich weiß nicht mehr, was der erste Track war (Oh Shit?), aber auf jeden Fall gings ab da an schwerstens zur Sache- die Herren haben Erfahrung und im Gegensatz zu vielen ihrer Generationskollegen (ja, hier der Zeigefinger an all die Rapper, die sich nicht genug Müge geben!) nutzen sie das auch. Mal chilliger, mal richtig Party, mal BootyShake, mal springen…Hammer! Harmonie auf der Bühne und im Publikum. Tanzschritte, Choreos…Man musste die Männer auf der Bühne einfach ins Herz schließen- ältere Männer, die richtig Spaß haben. Ich wette, das macht nicht nur dem Publikum mehr Spaß als Rapper, die halbherzig irgendeine Show runterreißen. Dann Konzertende, keine Ahnung, wie lang es ging, es war einfach königlich! Meist enden solche Abende mit halbherzigen AfterShow-DJs, die möglichst effektiv Rausschmeißer laufen lassen, um den Laden schnell leer zu kriegen. Hier sticht der Festsaal heraus: schon bei Asap Rocky gabs Aftershow-Musik vom Feinsten. So auch gestern. Und nachdem dann auch noch die Strafe fürs Überziehen verteilt war, wurde erstmal noch eine gute halbe Stunde richtig ernst gemacht! Thats the Spirit! Der Kunde ist nunmal König…und der Kunde war das Publikum…und das wurde fürstlich bedient!
(YB)